Fazit

Die Vorteile des Seagate Dockstar stellen zugleich auch dessen größten Nachteile dar: Durch die Verbandelung mit dem Pogoplug-Dienst hängt der Zugriff per Internet ganz von Pogoplug ab, das Abo läuft nach 365 Tagen aus. Auf der Produktverpackung steht dazu lediglich, dass der Kaufpreis ein Ein-Jahres-Abo enthalte und später zusätzliche Kosten anfallen könnten.

Über die tatsächlichen Gebühren schweigt sich die deutsche Produktseite [6] bislang aus, die US-Website von Seagate [7] spricht von rund 30 Dollar pro Jahr. Wer die Dienste von Pogoplug nutzen möchte, fährt daher mit dem Original-Gerät von Pogoplug besser: Im Unterschied zum Dockstar stellt es "lebenslangen" Online-Zugriff bereit, nicht nur ein Jahres-Abo.

Beim Dockstar handelt es sich zudem um eine Hardware, die zwar dem Sheevaplug [8] und damit auch dem Pogoplug sehr ähnelt, aber nicht identisch ausfällt. Zudem gibt es rund um das Gerät bislang keine Hacker-Gemeinde wie beim Pogoplug [9]. Ohne Zugriff auf das Linux-System macht das Mini-Mainboard mit ARM-Prozessor aber nicht wirklich Spaß.

Als Vorteil bleibt beim Dockstar somit nur noch die passende Cradle für Free-Agent-Go-Laufwerke – ein zugegebenermaßen praktisches Feature, aber kein wirklich überzeugender Kaufgrund.

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Kommentare
Ein paar Monate später...
Dockstar-Freak (unangemeldet), Dienstag, 07. September 2010 13:10:40
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Informativer Bericht, jedoch hat der Dockstar nicht 1 GByte, sondern 128 MByte Arbeitsspeicher und der Kernel ist Version 2.6.22 (nicht 3.6.32).

Um das Gerät als Linux Gadget nach eigenen Wünschen zu betreiben, gibt es mittlerweile zahlreiche Tipps (in Deutsch z.B. unter www.sheevaplug.de), ein vollständiges Debian Linux mit riesiger Softwareauswahl steht u.a. zur Verfügung.

Interessant ist es allerdings nur für fortgeschrittene Linuxuser oder Einsteiger mit Lernbereitschaft. ;-)





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Guter Bericht
Otto Kurtz (unangemeldet), Samstag, 20. März 2010 19:38:45
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Danke für diesen sachlichen, informativen und kritischen Bericht. Insbesondere auch für das "Über den Tellerrand Hinausschauen" in Bezug auf das Modding des Dockstar. Da waren viele andere Berichte im deutschsprachigen Internet viel oberflächlicher gehalten.

Grundsätzlich finde ich es schade, daß ein so kompaktes und nützliches (und eigentlich vielseitig einsetzbares) System durch die eigenwillige Zwangsbündelung mit den Pogoplug-Dienst in seiner Nutzbarkeit deutlich beschnitten wird.
Gerade die Tatsache, daß ein bereits vollständig bezahltes Gerät (die Hard- und Softwarekosten dürften mit dem Kaufpreis gedeckt sein) im Nachhinein Zusatzausgaben erfordert, nur um es sinnentsprechend weiterzubenutzen, ist für mich ein Unding.


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