Quadrophon
Überblick: Neues in KDE SC 4.4
Fensterverhalten
Für KDE SC 4.4 haben die Designer die Fensterdekoration des Oxygen-Themes leicht überarbeitet. Sie wirkt nun etwas leichter als bei den vorangegangenen KDE-Versionen. Zudem erscheinen die Knöpfe nicht versenkt, sondern heben sich leicht vom Rahmen ab (Abbildung 5). Der Fenstertitel erscheint in der Grundeinstellung in der Mitte der Titelleiste.
Für mehr Abwechslung und Spaß mit den Fensterrahmen sorgt dagegen die Fensterdeko-Engine Aurorae (Abbildung 6). Sie stammt ursprünglich aus der KDE-Community und hält mit KDE SC 4.4 offiziell in das Projekt Einzug. Sie schalten die Engine in den Systemeinstellungen unter Erscheinungsbild | Fenster ein, indem Sie aus der Ausklappliste auf dem Reiter Fensterdekoration den Eintrag Aurorae-Design-Treiber auswählen. Über Neue Designs herunterladen holt sich die Fensterdeko weitere Themes bei KDE-Look.org ab.
Neben diesen rein optischen Neuerungen spendierten die Entwickler KDE SC 4.4 auch ein neues Feature: Fenster lassen sich nun beliebig gruppieren, wodurch ein Feeling wie bei Tabbed Browsing entsteht (Abbildung 7). Benutzen Sie etwa oft den Dateimanager zusammen mit einem Editor, dann fügen Sie Dolphin einfach per Rechtsklick auf die Titelleiste und den Eintrag Fenster zu Gruppe verschieben dem Editor-Fenster hinzu. Diese Neuerung funktioniert allerdings nur mit dem Standard-Theme Oxygen, nicht mit Aurorae.
Die Geräteüberwachung
Legen Sie unter KDE SC 4 eine DVD ins Laufwerk oder schließen ein USB-Speichergerät an, dann öffnet sich die KDE-Geräteüberwachung im Systemabschnitt der KDE-Kontrollleiste. Obwohl sie auf den ersten Blick unverändert aussieht, haben die Entwickler für Version 4.4 sehr viele Änderungen vorgenommen.
Bewegen Sie den Mauszeiger über das Festplatten- beziehungsweise CD/DVD-Symbol, blendet der Gerätemanager eine zusätzliche Informationsliste ein, die anzeigt, wie viele Aktionen für das Gerät vordefiniert sind (mehr dazu weiter unten). Durch einen Klick auf das Steckersymbol ganz rechts hängen Sie den Datenträger ein, ohne dass irgendwelche Aktionen ausgeführt werden (Abbildung 8). Dieses Zweiklick-Manöver dauert keine Sekunde, erspart also gegenüber einem Mount-Aufruf auf der Konsole deutlich Zeit.
Wissen Sie bereits, was Sie mit dem Wechseldatenträger tun möchten (zum Beispiel Fotos importieren, Musikstücke abspielen, eine CD einlesen, usw.), dann klicken Sie auf den Eintrag, um die einzelnen Aktionen anzuzeigen. Im Unterschied zu früheren KDE-Versionen erscheint kein separater Dialog mehr, sondern das komplette Handling spielt sich innerhalb des kleinen Applets und mit wenigen Mausklicks ab, was die Handhabung deutlich beschleunigt.
Bei bereits eingehängten Geräten sehen Sie zudem per Mouse-Over, wieviel freier Speicherplatz auf dem Datenträger noch verbleibt (Abbildung 9). Diese Information findet sich in ähnlicher Form, wenn auch ohne konkrete Angabe, auch im Dateimanager Dolphin.



