KRunner ganz oben

Am schnellsten lassen sich Programme über [Alt]+[F2] und die Eingabe des Programmnamens in den daraufhin erscheinenden Dialog starten. Beim Druck dieser Tastenkombination die KDE-Schnellstartleiste KRunner aktiv. Für Version 4.4 verschoben die Entwickler den KDE-Schnellstarter an den oberen Rand des Bildschirms, von wo er beim Druck von [Alt]+[F2] wie der Terminalemulator Yakuake ausfährt und sich anschließend wieder dorthin einklappt.

Per Klick auf das Schraubenschlüssel-Symbol am linken Rand lässt sich diese Einstellung zurücksetzen. Soll der KDE-Schnellstarter weiterhin in der Mitte des Bildschirms auf Befehle warten, dann markieren Sie auf dem Reiter Benutzerschnittstelle die Option Free floating window. An der gleichen Stelle aktivieren Sie auch den mit KDE 4.1 eingeführten aufgabenorientierten Ansichtsmodus, der die Liste der verfügbaren Programme nicht nach unten ausklappt, sondern nebeneinander als Symbol und über eine Ausklappliste anzeigt. Ein Klick auf Vorschau hilft bei der Auswahl des gewünschten Ansichts- und Funktionsmodus.

Miniprogramme verwalten

Eine der Besonderheiten des KDE-4-Desktops besteht in den Miniprogrammen (auch Widgets oder Plasmoiden genannt). Diese Miniprogramme lassen sich auf dem Desktop oder in einer Kontrollleiste platzieren, über gesonderte Aktivitäten lässt sich auch ein Dashboard im Stil von Mac OS X realisieren.

Ebenfalls bei Mac OS X haben sich die KDE-Entwickler das neue Tool zum Hinzufügen oder Entfernen von Miniprogrammen abgeschaut. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich des Desktops und wählen Miniprogramme hinzufügen, dann erscheint bei KDE SC 4.4 kein Dialog mehr in der Mitte des KDE-Fensters, sondern eine Leiste mit Miniprogrammen am unteren Fensterrand (Abbildung 4).

Abbildung 4: Der neue Dialog für die Miniprogramme entstand als Projekt im Rahmen des "Google Summer of Code".

In der Grundeinstellung ist der Reiter All Widgets aktiv. Um sich die gerade aktiven kleinen Helfer anzusehen, genügt ein Klick auf Running. Zudem kennzeichnet ein blauer Haken aktive Plasmoiden. Hinter diesen zwei Punkten befindet sich eine Liste der verschiedenen Kategorien. Am schnellsten finden Sie ein Miniprogramm über das Suchfeld, sofern Ihnen der Name des Widgets bekannt. Zwischen dem Suchfeld und dem Eintrag All Widgets befindet sich ein ziemlich schlecht sichtbarer Schalter für das Hinzufügen weiterer Plasmoiden aus dem Internet oder einer lokalen Datei.

Die Änderung beschränken sich jedoch keineswegs auf die Optik: In der neuen KDE-4-Version sind sämtliche Applets netzwerkfähig. So können Sie zum Beispiel die CPU-Anzeige von Rechner A auf die Plasma-Oberfläche von Rechner B exportieren oder (in naher Zukunft) auf portable Geräte wie das Nokia N800 oder andere Smartphones.

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