Schöne, neue Welt

Netgear nagelt Sie nicht auf das vorgegebene System fest, sondern ermöglicht die Installation so genannter Third-Party-Systeme. Für den WNR3500L stehen derzeit OpenWRT, Tomato und DD-WRT zum Download bereit. Die Kandidaten befinden sich jedoch ausnahmslos im Beta-Stadium. Eine Vergleichsmatrix im PDF-Format [3] gibt Auskunft über die Fähigkeiten und Einschränkungen der einzelnen Systeme. Da DD-WRT laut der Vergleichstabelle augenscheinlich den größten Funktionsumfang besitzt, entschlossen wir uns dafür.

Um die Software einzuspielen genügt es, im Bildschirm Router aktualisieren das DD-WRT-Image im CHK-Format anzuwählen, und danach auf Aktualisieren zu klicken (Abbildung 3).

Abbildung 3: Zum Einspielen neuer Firmware genügen in der originalen Version wenige Mausklicks.

Ein automatisch eingeleiteter Reboot richtet die neue Firmware fertig ein. Versuche, den Router wie zuvor über http://routerlogin.net zu erreichen, scheitern nun allerdings. Offensichtlich hat das System die entsprechenden DNS-Einträge der Original-Firmware nicht übernommen, weswegen der Router nur noch über seine IP-Adresse zu erreichen ist, in der Grundeinstellung 192.168.1.1. Ein erster Blick auf die neue Oberfläche zeigt, dass die Firmware keinerlei Einstellungen des Vorgängers übernimmt – entsprechend gilt es, das System komplett neu zu konfigurieren.

Speziell in den Bereichen Content-Filter, Zugriffsbeschränkungen und WLAN bietet DD-WRT einen erheblich größeren Funktionsumfang als das Original.

Geordnete Bahnen

Einen der Dreh- und Angelpunkte zur Reglementierung der Internetzugriffe erreichen Sie über den Reiter Access Restrictions. Die Oberfläche enthält verschiedene Filtermechanismen, die Sie je nach Bedarf zeitgesteuert aktivieren (Abbildung 4).

Abbildung 4: Der zeitgesteuerte Content- und Service-Filter ermöglicht Ihnen eine relativ fein granulierte Steuerung der Zugriffe aufs Internet.

Mittels Edit List of clients legen Sie fest, für welche Hosts die eingestellten Restriktionen dieser Policy gelten. Die Oberfläche erlaubt das Erstellen von bis zu zehn verschiedenen Regelsätzen. Mit der Zeitsteuerung unter Days und Times bestimmen Sie, für welchen Zeitraum die Regeln gelten. Der Filter erlaubt sowohl das Blocken von unerwünschten Services (etwa Peer-to-Peer-Traffic) als auch das Filtern von Domains und Schlagwörtern.

Allerdings ermöglicht die Oberfläche lediglich die Eingabe von neun Domainnamen und acht Keywords. Letztere wirken nur bei exakten Treffern. Setzen Sie beispielsweise das Keyword porn, die Webseite enthält aber den Begriff Oldporn, dann scheitert der Filter. Das Erweitern der Schlagwörter um Platzhalter ("*" oder Ähnliches) beherrscht der Filter nicht. Das so genannte Whitelisting, also die Freigabe nur von bestimmten Seiten, sieht das Filterwerk ebenfalls nicht vor.

Die Rubrik Security enthält das Konfigurationsfenster Firewall. Über Checkboxen aktivieren Sie darin beispielsweise den Content-Filter, der Cookies, Java-Applets und ActiveX aus Webseiten entfernt. Auch das Blocken bestimmter Anfragen aus dem Internet erlaubt die Konfiguration. Das Filtern des Datenstroms übernimmt Iptables. Ein Anlegen eigener Regelsätze erlaubt die Oberfläche jedoch nicht.

Den Datendurchsatz regeln Sie über die Konfiguration von QoS in der Rubrik NAT / QoS. Allerdings gestattet die Oberfläche lediglich das Priorisieren definierter Services, nicht jedoch das Zuweisen einer bestimmten Bandbreite (Abbildung 5).

Abbildung 5: Mit dem integrierter Traffic Shaper stellen Sie ein, welche Dienste der Router bevorzugt behandelt und welche er ausbremst.

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Kommentare
Eine Bitte
Seraphyn Christian M. Grube, Freitag, 05. März 2010 13:24:40
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es wäre schön, wenn die Links wenigstens klickbar wären.
So muss man Suchen und ich gehe mittlerweile darüber über die Schlosspostings massiv zu ignorieren.
Ja, vielleicht ist es Faulheit, aber nett wäre es trotzdem;)
Gruss


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