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© Vasiliy Yakobchuk, 123rf.com

Netgears Open-Source-Router im Test

Gute Verbindung

Linux zu nutzen, zeugt vom Wunsch nach Individualität. Die muss auch vor dem heimischen WLAN-Router nicht Halt machen: Netgear lädt mit dem WNR3500L zum Basteln ein.

Ließ sich Linksys wegen Verstößen gegen die GPL im Jahre 2004 noch gerichtlich nötigen, den Quellcode für seinen beinahe legendären Router Router WRT54GL zu veröffentlichen, stellt Netgear mit dem WNR3500L ein Gerät (Abbildung 1) zur Verfügung [1], bei dem die Mitarbeit am linuxbasierten System ausdrücklich erwünscht ist.

Abbildung 1: Der schicke Netgear WNR3500L ist ungefähr so groß wie eine Zigarrenschachtel. Die WLAN-Antennen integrierten die Entwickler ins Gehäuse, was seiner Sende- und Empfangsleistung aber keinen Abbruch tut.

Auf der von Netgear unterstützten Webseite Myopenrouter.com [2] stehen neben der originalen Firmware samt Quellcode diverse andere Third-Party-Versionen zum Download bereit, welche die Möglichkeiten des WLAN-Routers in diverse Richtungen erweitern. Doch schon die Standard-Firmware verfügt über vielfältige Möglichkeiten, die den meisten Anwendungsfällen gerecht werden. Die Tabelle "Hardware" gibt Auskunft über die Spezifikationen des Geräts.

Hardware

Hersteller Netgear
Modell WNR3500L
CPU Broadcom BCM4718, 453 MHz
Speicher 32 MByte SDRAM, 8 MByte Flash
Ethernet 5 x 10/100/1000 Mbit/s (4 x LAN, 1 x WAN)
USB 1 x USB 2.0
WLAN 802.11b/g/n
DSL-Modem nein
Leistungsaufnahme 3 bis 5 Watt
Straßenpreis (ca.) 75 Euro

Netzintegration

Die Integration des WLAN-Routers stellt selbst den unbedarftesten Anwender nicht vor unüberwindliche Hürden: Genügt es doch, das Netzwerkkabel des PCs in einen der vier orange gekennzeichneten LAN-Ports einzustecken, das zum Modem in den gelben Internet-Port. In der Grundeinstellung bezieht der WAN-Port automatisch vom DHCP-Server eine IP-Adresse und vergibt sie über einen eigene DHCP-Instanz wiederum ins LAN. Sofern Sie das Geräte mit einem bereits vorhandenen Router verbinden, steht Ihnen ohne weitere Konfiguration der Internetzugang zur Verfügung.

Konfiguration

Die webbasierte Konfigurationsoberfläche des Netgear-Routers erreichen Sie über die URL http://routerlogin.net (Abbildung 2). Zum Login verwenden Sie den voreingestellten Nutzernamen admin mit dem Passwort password.

Abbildung 2: Da Netgear zur Konfiguration des Router eine webbasierte Oberfläche anbietet, benötigen Sie lediglich einen Browser, jedoch keine zusätzliche Software.

Netgear liefert das Gerät mit englischer Nutzeroberfläche aus. Um die Lokalisierung anzupassen, wählen Sie aus dem Dropdownmenü neben Select Language im Kopfbereich der Seite die gewünschte Sprache aus und bestätigen mit Confirm. Danach lädt das System das Sprachpaket aus dem Netz nach und installiert es. Der Setup Assistent hilft Ihnen beim ersten rudimentären Einrichten des Routers.

Das Gerät arbeitet jedoch nicht nur als Vermittlungsstelle zwischen den Netzen, sondern auch als NAS. Zu diesem Zweck besitzt es einen USB-2.0-Anschluss, an den Sie externe Festplatten oder USB-Sticks anstecken. Der Router erkennt diese automatisch und erstellt eine Liste von Zugriffsmöglichkeiten. Zur Auswahl stehen SMB, HTTP und FTP. Für die zwei letzteren bietet die Konfiguration auch die Möglichkeit eines externen Zugriffs.

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Kommentare
Eine Bitte
Seraphyn Christian M. Grube, Freitag, 05. März 2010 13:24:40
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es wäre schön, wenn die Links wenigstens klickbar wären.
So muss man Suchen und ich gehe mittlerweile darüber über die Schlosspostings massiv zu ignorieren.
Ja, vielleicht ist es Faulheit, aber nett wäre es trotzdem;)
Gruss


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