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Komfortpaket

OpenSuse 11.2 VorKon im Test

05.03.2010 Mit einer umfangreichen Zusatzausstattung will das kommerzielle OpenSuse-VorKon-Paket die Distribution komfortabler und leichter zugänglich machen. Bringt das Plus an Umfang echten Mehrwert?

OpenSuse gilt als eine der einsteigerfreundlichsten und umfassendsten Linux-Distributionen. Nichts ist so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte, meint der Nicolaus-Millin-Verlag [1], und nutzt nach jedem neuen Release dieses Derivat als Basis für seine noch mehr Komfort versprechende, kommerzielle Lösung OpenSuse VorKon.

Der Nachsatz VorKon steht dabei für "vorkonfiguriert" und meint die zahlreichen Dreingaben, die der Verlag entweder sammelt und ordnet oder selbst erstellt. Die auf der aktuellen OpenSuse 11.2 fußende VorKon-Edition erhalten Sie in Ausgaben für 32- und 64-Bit-Rechner. Jede schlägt dabei mit 19,95 Euro zu Buch, wobei der Kaufpreis fünf Supportanfragen per E-Mail und die Update-Berechtigung für alle VorKon-Pakete umfasst.

Das Basissystem verändert der Anbieter nicht, und so installieren Sie zuerst auf herkömmliche Weise OpenSuse 11.2. Die wenigen Bestätigungsklicks bewältigen auch Linux-Einsteiger problemlos. Tauchen dabei Fragen auf, lässt sich das auf der DVD befindliche Handbuch konsultieren.

Das große Plus

Viele Pakete der mehrere GByte umfassenden Zusatzsoftware stellen für frühere VorKon-Nutzer bereits alte Bekannte dar. Das große Software-Plus besteht im Wesentlichen aus drei Ordnern. Der rund 400 MByte umfassende Ordner packman enthält zahlreiche der als rechtlich kritisch eingestuften Codec-Pakete aus dem gleichnamigen Online-Repository [2]. Im Verzeichnis obs fasst OpenSuse-VorKon Highlights aus der OpenSuse-Entwickler-Plattform Buildservice zusammen, die den direkten Weg in die Hauptdistribution nicht gefunden haben.

Im Ordner vorkon schließlich finden Sie Pakete kommerzieller Anbieter, wie den RealPlayer, Adobes Acrobat Reader und Flash Player sowie die NVidia-Grafikkartentreiber. Neben in ihrer Funktion uneingeschränkten Demos der rein kommerziellen Programme LinDVD, Nero Linux 4 und dem in der DVD-Box beworbenen Moneyplex 2009 legt der Millin-Verlag als kleines Schmankerl noch die Vollversion der Bürosuite Softmaker Office 2008 [3] bei. Pakete der Marke Eigenbau – und damit einen echten Mehrwert – finden Sie unter anderem für die Content-Management-Systeme Joomla, Mediawiki und Typo3.

Zahlreiches zusammengestelltes Dokumentationsmaterial, erfolgreiche Online-Bücher und selbst verfasste Workshops runden das Plus-Paket der OpenSuse VorKon ab.

Für Kenner

Als OpenSuse-Kenner binden Sie die zusätzlichen Software-Repositories unkompliziert via YaST ein. Dazu wählen Sie unter Software-Repositories | Hinzufügen ein Lokales Verzeichnis aus, geben im folgenden Dialog eine Bezeichnung für die neue Softwarequelle an und bestimmen, in dem Sie die DVD durchsuchen, das entsprechende Verzeichnis. Bei der richtigen Wahl hilft Ihnen die Tabelle "Vorkonfigurierte Repositories".

Abbildung 1: Auf Suse-typische Weise integrieren Sie die neuen Softwarequellen der VorKon-DVD über YaST.

Vorkonfigurierte Repositories

Repository

Inhalt

packman zahlreiche Codecs für Audio/Video; Medienplayer; DVD-Tools u.v.m.
obs ausgewählte Pakete des OpenSuse-Build-Service, wie etwa zusätzliche Treiber und Firmware für WLAN-Geräte
vorkon vorkonfigurierte Pakete des Verlages; Treiber für AVM Fritz WLAN, Web'n'walk-Stick, NVidia-Grafikkarten; CMS-Einrichtungen; kostenlose, aber proprietäre Pakete (Flash, Java etc.)

Wechseln Sie dann zum YaST-Werkzeug Software installieren oder löschen. Betätigen Sie den Reiter mit der Vorauswahl Gruppen (bei KDE: Anzeigen) und stellen Sie ihn auf Repositories (bei KDE: Installationsquellen. Nun durchforsten Sie den Inhalt der neu hinzugefügten Softwarequellen und installieren bei Bedarf die gewünschten Pakete. OpenSuse VorKon installiert allerdings ungefragt bei der Einrichtung des lokalen Packman-Repositories die Online-Quelle gleich mit: Überaus beliebte Elemente, wie etwa der VLC-Mediaplayer, fehlen der DVD nämlich.

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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