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Komfortpaket

OpenSuse 11.2 VorKon im Test

YiPI für Einsteiger

Wer sich das erste Mal mit Linux beschäftigt, startet dagegen vermutlich eher mit der Datei index.html auf der DVD. Das Prinzip lautet hier: Lesen und Klicken. Neben einführenden Informationen zur DVD bietet diese Startseite schnellen Zugriff auf alle Bereiche (Abbildung 2). So erfahren Sie unter dem Link Software Drittanbieter zum Beispiel einiges über den Acrobat Reader und Flash Player von Adobe und installieren diese Applikationen bei Bedarf über die grünen 1-Click-Install-Knöpfe (Abbildung 3).

Abbildung 2: Die Inhalte der DVD präsentiert das VorKon-System über eine übersichtliche HTML-Navigation.

Abbildung 3: Die grünen 1-Click-Install-Schalter bringen die zugehörige Software mit einem Mausklick auf die Festplatte.

Besonders stolz ist man im Hause Millin auf YiPI ("Yet another Interactive Package Information"). Jedes auf der DVD befindliche Paket finden Sie entweder über die alphabetische Ordnung oder eine thematische Liste im linken Fensterbereich (Abbildung 4).

Abbildung 4: Einsteiger finden in YiPI eine riesige Übersicht zur verfügbaren Software.

Blaue Schalter mit der Aufschrift Internet-Informationen führen Sie zu Google-Informationen und eventuell aktuelleren Download-Links. Die farbigen Schalter zum Anzeigen des Installationstatus eines Paketes funktionieren erst nach dem Einspielen des Zusatztools rpm-yipi-vorkon. Im Prinzip handelt es sich bei den meist in Englisch gehaltenen Texten um die YaST-Informationen, angereichert mit Links zur Projekt-Homepage und eventuell zu passenden Wikipedia-Artikeln. Das in der DVD-Variante fehlende Suchfeld für ein noch schnelleres Auffinden der umfangreichen Informationen zu jedem Paket liefert die YiPI-Online-Version [4] nach.

Der Plus-Nutzen

Viele Elemente, mit denen der Millin-Verlag sein neues Produkt bewirbt, erreichen Sie recht schnell mit einer normalen OpenSuse-Installation. Sobald Sie beispielsweise das erste Paket von der Packman-Homepage per 1-Click-Install auf Ihre Festplatte ziehen, richtet sich die gesamte Softwarequelle zum weiteren Benutzen ohnehin automatisch ein. Auch finden sich mit etwas Zeit die Pakete des OpenSuse-Build-Service. Die einfache Installation des proprietären Grafikkartentreibers von NVidia gilt bei der Konkurrenz aus Südafrika als Standard, unter OpenSuse stellt sie gerade für Einsteiger aber tatsächlich eine Erleichterung dar.

Echten Nutzen bringen auch die vorkonfigurierten Pakete: Gerade die Installationen der Content-Management-Systeme Joomla, MediaWiki, Moodle und Typo3 mit Webserver, Datenbank und PHP (sogenannte LAMP-Server) erweisen sich auf normalen Wegen als nicht eben trivial. Die in OpenSuse VorKon realisierte 1-Click-Installation ist hier ein echter Segen (Abbildung 5).

Abbildung 5: Mit vorkonfigurierten Paketen und detaillierten Anleitungen installieren Sie sehr schnell aufwändige CMS-Systeme wie den Kurs-Manager Moodle.

Allerdings gilt es auch die VorKon-Installationen mit etwas Vorsicht zu genießen. Die häufigen Sicherheitslücken müssen Sie gegebenenfalls doch manuell schließen, falls der Update-Service für das Paket hinterher hinkt. Einer schnellen und unkomplizierten Installation im lokalen Netzwerk aber steht zumindest nichts im Wege. Hinter dem Link Vorkon | Joomla findet sich eine detaillierte und bebilderte Anleitung für das beliebte CMS.

Die vorkonfigurierten Installationspakete zu T-Mobiles Web'n'walk-Surfstick und den AVM-Fritz-WLAN-Sticks gefallen ebenso wie die Workshops inklusive passender Software-Installationen zur HDR-Bearbeitung unter Cinepaint, der Einbindung von MySQL-Datenbanken in OpenOffice oder dem Einstieg in das Flugvergnügen via Flightgear.

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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