Home / LinuxUser / 2010 / 04 / KDEs semantischer Desktop

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Eingedost
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Aufteiler
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Daten mit Bedeutung

KDEs semantischer Desktop

Applikationen

Je mehr Applikationen beim Sammeln der Metadaten zusammenarbeiten, also den selben Index zum Speichern ihrer Meta-Informationen benutzen, desto attraktiver wird es für andere Applikationen, ebenfalls auf diesen Speicher zuzugreifen. Das befördert den Austausch von Informationen zwischen Applikationen und ermöglicht damit auch ergonomischere Workflows.

Der Bildbetrachter Gwenview demonstriert, dass die Integration von Metadaten auch weiter gehen kann, als nur ähnliche Dateien zu öffnen. Sobald sie im Menü Ansicht unter Vorschaubilder die Bewertung einschalten, können sie Bilder direkt im Übersichtsmodus bewerten (Abbildung 7). Dafür gibt es übrigens auch Kurzbefehle: Drücken sie beim Betrachten eines Bildes eine Zifferntaste zwischen Eins und Fünf, erhält das Bild die entsprechenden Bewertung. Auf diese Art verleihen Sie der Masse von Bildern schnell Klasse. Im Übersichtsmodus, in dem Gwenview startet, greifen Sie zudem direkt auf Schlagworte zu, sodass sie ihre Bilder auch "semantisch" betrachten können (Abbildung 8).

Abbildung 7

Abbildung 7: Metadaten im Bildbetrachter: In Gwenview bewerten Sie die Bilder direkt beim Betrachten.

Abbildung 8

Abbildung 8: Im Übersichtsmodus präsentiert Gwenview die Bilder bei Bedarf nach Schlagworten sortiert.

Nachrichten

Die mit KDE SC 4.5 im kommenden Sommer erwartete Umstellung von Kontact auf Akonadi [7] wird die semantischen Features auch in den PIM-Bereich bringen. Akonadi übernimmt dann in der KDE Software Compilation die Rolle des Nachrichtenzentrums. Die KMail-Hacker benutzen dann die Nepomuk-Technologien zur Indizierung von E-Mails, und auch deren Attachments bleiben dabei nicht außen vor. Da die zur Datenindizierung verwendete Libstreams wie beschrieben auch die Suche in einem verschachtelten Dokument ermöglicht, untersucht sie auch Dokumente, die beispielsweise in einem gezippten Archiv einer E-Mail beiliegen. Die aus den Nachrichten extrahierten Metadaten speichert das System über Nepomuk verlinkt, sodass sich eine semantische Struktur über die Mailbox legen lässt. Das verkürzt nicht nur die Suche nach bestimmten Nachrichten, sondern ermöglicht auch die Wiedergabe von E-Mails im Kontext anderer Daten.

Sicherlich fragen Sie sich nun, ob sie dann alle Daten per Hand verlinken müssen. Diese Arbeit nehmen Ihnen die KDE-Entwickler mithilfe von Nepomuk ab – zumindest zum Teil. Die Indizierung von Daten stellt nur einen Weg dar, um Dokumente zu verlinken. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Metadaten automatisch zu sammeln: Programme können zum Beispiel speichern, an welchen Dokumenten sie gleichzeitig arbeiten, und diese dann automatisch miteinander verbinden. Auch die Herkunft von Dokumenten lässt sich nutzen, um Dateien wertvolle Meta-Informationen zu verleihen. So werden Sie in Zukunft wohl auch sehr viel einfacher und schneller herausfinden, an wen Sie wann ein Dokument als E-Mail-Attachment verschickt haben.

Tip a friend    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare
Und die Praxis heute?
Hans-Dieter Schulze, Freitag, 12. März 2010 18:42:12
Ein/Ausklappen

Schade, dass im Artikel nicht auf die derzeitigen Probleme eingegangen wird.
Ich nutze die aktuelle KDE-Version 4.4.1.
Die Volltextindizierung funktioniert bei vielen PDF-Dokumenten nicht.
Der Indexer läuft fast permanent mit hoher CPU- und Speicherlast.
Obwohl sich in den meisten Verzeichnissen nichts ändert, werden diese neu indiziert und die Anzahl der indizierten Dateien schwankt zwichen 31000, 0 und 31000 .

Es gibt also noch viel zu tun.


Bewertung: 144 Punkte bei 10 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Hits
Wertung: 75 Punkte (5 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 05/2014

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

Aktuelle Fragen

programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...
Treiber
Michael Kristahn, 12.03.2014 08:28, 5 Antworten
Habe mir ein Scanner gebraucht gekauft von Canon CanoScan LiDE 70 kein Treiber wie bekomme ich de...