Fazit

Die neuen Clarkdales sind ein würdiger Nachfolger für die "Penryn"-Core-2-Duos. Die 6x0-Reihe ist jedoch nicht gerade preiswert und stellenweise gleich teuer wie echte Vierkern-Core-i5- (i5 66x vs. i5 750) oder sogar Core-i7-CPUs (i5 670 vs i7 860). In Sachen Preis/Leistung können die Clarkdales dem momentanen Spitzenreiter in der Disziplin, AMDs Athlon II X4, keine Konkurrenz machen: Den preislich vergleichbaren, langsamer getakteten Core-i3-Modellen fehlt der Turbo-Modus.

Die zwei zusätzlichen virtuellen Kerne der Clarkdales können echte Kerne zwar nicht ersetzen, bringen in entsprechender Software dennoch ordentlich Mehrleistung, auch den Takt erhöhte Intel. Nutzt Ihre favorisierte Software Multicore nicht oder nur schlecht, stellen die "Clarkdale"-CPUs eine gute Wahl dar. Die 6xx-Serie markiert in solchen Szenarien dank ihres sehr hohen Takts von bis zu 3,73 GHz momentan Intels Leistungsspitze und spart dabei obendrein Strom.

Der integrierte Grafikkern GMA HD fällt für Intel-Verhältnisse gewohnt schwachbrüstig aus. Dafür ist er stromsparend und zielt auf Billig- und Bürorechner – wo der Kunde jedoch wiederum hohe Taktraten und CPUs über 150 Euro eher wenig goutiert. Hier eignen sich die günstigeren, niedriger taktenden i3-Prozessoren besser. Die Chipsatzgrafik der neuen CPUs unterstützt Linux erst in zukünftigen Distributionen ab Kernel 2.6.33, bis dahin ist eine dedizierte Grafikkarte Pflicht. 

Glossar

TDP

Thermal Design Power. Typischer Wert für die Verlustleistung eines Prozessors.

WiMAX

Worldwide Interoperability for Microwave Access. Marketingbezeichnung für Funksysteme nach IEEE 802.16.

IGDNG

Das Kürzel steht dem Vernehmen nach für "Intel Graphics Device Next Generation", was Intel allerdings bislang nie bestätigt hat.

Infos

[1] WiMAX: http://en.wikipedia.org/wiki/WiMAX

[2] Intel-X.org-Treiber: http://intellinuxgraphics.org/2009Q4.html

[3] GMA HD unter Windows: http://tinyurl.com/gmahd-windows

[4] Windows-Treiberprobleme: http://tinyurl.com/gmahd-win-treiber

[5] Test Acer Ferrari One: Daniel Kottmair, "Roter Flitzer", LinuxUser 02/2010, S. 75, http://www.linux-community.de/artikel/20346

[6] VA-API-Homepage: http://www.freedesktop.org/wiki/Software/vaapi

[7] ATIs XvBA: http://de.wikipedia.org/wiki/X-Video_Bitstream_Acceleration

[8] Mplayer für VA-API: http://www.splitted-desktop.com/~gbeauchesne/mplayer-vaapi/

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Kommentare
ubuntu 10.04 LTS desktop works
Robbie Morrison (unangemeldet), Samstag, 01. Mai 2010 10:20:14
Ein/Ausklappen


Hope English is okay. Your last sentence reads:

"Linux supports chipset graphics from kernel 2.6.33, until then you need a dedicated graphics card."

I just completed a flawless install of 10.04 desktop on a new Intel Core i5-520M chipset with QM57 on-board graphics. This indicates that the Ubuntu version of 2.6.32 works fine too.



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