Videobeschleunigung

Intels favorisierte Videobeschleunigungs-API für Linux nennt sich VA-API ("Video Acceleration API") [6], hinter die sich auch Via für seine Chrome-GPUs stellt. ATI hingegen schwört auf das stark an Microsofts DXVA ("DirectX Video Acceleration") angelehnte XvBA ("X-Video Bitstream Acceleration", [7]). Nvidia setzt wiederum auf sein – dank umfangreicher Patches für gängige Media-Player und -frameworks inzwischen relativ populäres – VDPAU ("Video Decode and Presentation API for Unix").

Der Vorteil von VA-API: Es existieren dafür Backends sowohl für XvBC als auch VDPAU, sodass VA-API-angepasste Software auf GPUs aller vier Hersteller laufen sollte. Momentan hält sich die Unterstützung für VA-API allerdings noch in Grenzen: Lediglich Intels GMA-X4500HD-Grafik im G45, die PowerVR-GMA500-Grafik im "Poulsbo"-Chipsatz sowie Vias Chrome S3 400/500 funktionieren. Als wir testweise den VA-API-optimierten Mplayer kompilierten [8], fand dieser für die GMA HD kein passendes Ausgabemodul. Intel arbeitet eigenen Angaben zufolge jedoch an VA-API-Support für seine neue Chipsatzgrafik. MPEG2 soll bereits beschleunigt sein, an H.264 und VC-1 feilen die Entwickler noch.

Stromverbrauch

Obwohl die TDP mit 87 Watt nur knapp unter den 95 Watt der 45-Nanometer-"Lynnfield"-Serie liegt, kann Intels neuer 32-Nanometer-Prozess überzeugen: Im Leerlauf benötigt das gesamte System (mit Intel-Chipsatzgrafik, also ohne dedizierte GPU) lediglich 40 Watt, mit voller CPU-Last erhöht sich das auf 86 Watt. Bei einem Core i5 750 maßen wir (allerdings mit dedizierter, aber relativ stromsparender Radeon HD 2400 GPU) noch 54 Watt im Leerlauf und 129 Watt mit voller CPU-Last auf allen Kernen. Hierbei gilt es allerdings den deutlichen Taktunterschied zu berücksichtigen: Der Core i5 661 taktet mit 3,33 GHz Basistakt und per Turbo-Modus bis zu 3,6 GHz, der Core i5 750 mit 2,66 GHz Basistakt und bis zu 3,2 GHz per Turbo.

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Kommentare
ubuntu 10.04 LTS desktop works
Robbie Morrison (unangemeldet), Samstag, 01. Mai 2010 10:20:14
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Hope English is okay. Your last sentence reads:

"Linux supports chipset graphics from kernel 2.6.33, until then you need a dedicated graphics card."

I just completed a flawless install of 10.04 desktop on a new Intel Core i5-520M chipset with QM57 on-board graphics. This indicates that the Ubuntu version of 2.6.32 works fine too.



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