Kerngrafik

Die Grafikfähigkeiten verbesserte Intel im Vergleich zum Vorgänger GMA X4500HD im G45-Chipsatz nur minimal: Zwölf statt zehn Unified-Shader-Einheiten gibt es nun, einen um 100 MHz höheren Maximaltakt (nur beim Core i5 661), leicht verbesserte Hardware-Geometriebeschleunigung und Support für OpenGL 2.1 (vorher: OpenGL 2.0). Das Shader-Modell bleibt weiterhin bei Version 4.0, auch der DirectX-10.0-Support zeigt sich unverändert.

Die GMA-HD zwackt auf Wunsch nun bis zu 1,7 GByte als Videospeicher vom Hauptspeicher ab (vorher maximal 768 MByte), auch bis zu zwei Ausgabegeräte (sogar zwei DVI/HDMI) bedient er nun gleichzeitig. Die integrierte Videobeschleunigung (H.264, VC-1, MPEG2) legt Intel jetzt passend dazu zur gleichzeitigen Dekodierung zweier Videostreams aus. An Output-Anschlüssen unterstützt der Grafikchipsatz DVI, VGA, HDMI, Displayport sowie das proprietäre SDVO. Letzteres erlaubt mit den offiziell nur für Intels OEMs erhältlichen ADD2+-PCIe-Adapterkarten das Nachrüsten eines zusätzlichen Videoausgangs für Intel-Chipsatzgrafik.

Chipsatzneuerungen

Für den Desktop bietet Intel nun drei Chipsätze an: Den Allrounder H57, den etwas abgespeckten günstigen H55 ohne RAID-Unterstützung für Home-PCs und den Q57 mit diversen Business-Features wie Remote-Zugriff für Firmen-PCs. Für die "Arrandale"-Mobilvariante tragen die Chipsätze den Namenszusatz "M" (beispielsweise HM-55). Wie befürchtet unterstützen die neuen Chipsätze weder USB 3.0 noch SATA III/6G.

Der Sockel der Wahl bleibt weiterhin der LGA1156, ein Betrieb der Clarkdales in P55-basierten Boards der Quadcore-"Lynnfield"-Generation und umgekehrt ist also möglich – dann jedoch jeweils ohne integrierte Grafik. Die Wireless-Unterstützung in der "Calpella" genannten Mobil-Plattform verbesserte Intel, sie bietet nun bis zu 300 Mbit/s mit "Centrino Advanced-N" – beim Vorgänger "Montevina" von 2008 waren es nur 150 Mbit/s. Intels WiMAX-Implementation der dritten Generation trägt nun die Nummer 6250. Auch sie dürfte der WiMAX-Technik nicht aus ihrer winzigen Nische heraushelfen – weltweit gab es laut WiMAX-Forum im Oktober 2009 gerade einmal 500 solcher Netzwerke [1].

Alle Clarkdales bieten einen direkt an der CPU angebundenen 16x-PCI-Express-Anschluss für GPUs, ein Aufspalten für SLI-Betrieb auf zwei 8x-Grafikslots wie beim Vorgänger P55 unterstützt Intel allerdings nicht. Zusätzlich stellen die P57- und Q57-Chipsätze acht weitere PCI-Express-2.0-Lanes zur freien Verteilung auf Slots bereit, auch bis zu vier Legacy-PCI-Geräte sind möglich (siehe Abbildung 2). Die Spar-Variante H55 bietet nur sechs zusätzliche PCIe-Lanes. Das ebenfalls an der CPU angebundene Speicherinterface aller Clark- und Arrandales unterstützt wie bei den Lynnfields maximal zwei Kanäle.

Abbildung 2: Neben einem 16x-Grafikanschluss am Prozessor verfügen die neuen H57-Chipsätze über 8 weitere PCI-Express-Lanes.

Für den Mobilbereich bietet Intel die Möglichkeit, im laufenden Betrieb zwischen der integrierten Grafik und einer dedizierten GPU umzuschalten. Dies macht die "Arrandale"-Core- i3/i5-Prozessoren auch für Laptops mit dedizierter Grafik äußerst attraktiv, da der Laptop im Batteriebetrieb mit integrierter Grafik den GPU-Stromfresser komplett schlafen legen kann, um so die Batterielaufzeit drastisch zu verlängern.

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Kommentare
ubuntu 10.04 LTS desktop works
Robbie Morrison (unangemeldet), Samstag, 01. Mai 2010 10:20:14
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Hope English is okay. Your last sentence reads:

"Linux supports chipset graphics from kernel 2.6.33, until then you need a dedicated graphics card."

I just completed a flawless install of 10.04 desktop on a new Intel Core i5-520M chipset with QM57 on-board graphics. This indicates that the Ubuntu version of 2.6.32 works fine too.



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