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Freie Auswahl

Selbstkonfigurierende Netzwerkdienste

Web- und FTP-Server

Die hohe Schule von Avahi stellt das Bereitstellen klassischer Netzwerkdienste dar. Für den Webserver Apache und für FTP-Dateiserver ist das gar nicht so schwer. Der Vorteil daran: Der Webbrowser beziehungsweise Dateimanager der Clients zeigen diese Dienste dann automatisch an.

Den Webserver Apache rüsten sie sehr einfach mit Unterstützung für Avahi aus: Ein passendes Modul gibt es bei Debian oder Ubuntu in den Paketquellen. Sie müssen es lediglich installieren und anschließend aktivieren. Das Beispiel aus Listing 1 installiert Apache2 sowie das Avahi-Modul und nimmt die Aktivierung vor.

Listing 1
$ sudo apt-get install apache2 libapache2-mod-dnssd
$ sudo a2enmod mod-dnssd
$ sudo /etc/init.d/apache2 restart

Danach publiziert Apache seine Existenz im Netz. Browser wie Safari oder Epiphany zeigen die Webseite nun automatisch in den Bookmarks an (Abbildung 4, rechts). Bei Epiphany finden sie die lokale Seite unter Lesezeichen | Nahe gelegene Seiten. Firefox unterstützt diese Funktion nicht. Zwar können Sie ihn über die Erweiterung BonjourFoxy [10] nachrüsten, die Sie jedoch für Linux selbst kompilieren müssen.

Abbildung 4

Abbildung 4: Der Dateimanager Nautilus und der Webbrowser Epiphany zeigen ihre Avahi-Fähigkeiten.

Auch einen FTP-Server geben Sie bei Bedarf via Avahi im Netz bekannt. Dazu erzeugen Sie mit Root-Rechten die Datei /etc/avahi/services/ftp.service und fügen den Inhalt aus Listing 2 ein. Nach dem Speichern der Datei taucht der FTP-Server in der Netzwerkansicht des Nautilus-Dateimanagers auf (Abbildung 4, links), ohne dass sie vorher Bookmarks anlegen müssten.

Listing 2
<?xml version="1.0" standalone='no'?>
<!DOCTYPE service-group SYSTEM "avahi-service.dtd">
<service-group>
    <name replace-wildcards="yes">FTP File Sharing von %h</name>
    <service>
        <type>_ftp._tcp</type>
        <port>21</port>
    </service>
</service-group>

… und mehr!

Immer mehr Anwendungen entdecken die Möglichkeiten von Avahi für sich. Beispielsweise können Sie in Gnome unter System | Einstellungen | Entfernter Bildschirm ihren Desktop freigeben und dann mit einem beliebigen VNC-Client steuern. Der Gnome-VNC-Server Vino gibt jedoch via Avahi diese Freigabe bekannt, so dass der Client Vinagre (Sie finden ihn im Gnome-Anwendungsmenü unter Internet | Betrachter für entfernte Bildschirme) die Desktopfreigabe automatisch findet und in der Bookmarkleiste anzeigt.

Bei Bedarf schicken Sie die Tonausgabe ihres Rechners über Pulseaudio an einen anderen Rechner im lokalen Netz – wieder finden sich Server und Client über Avahi. Oder Sie arbeiten mit Gobby [12] gleichzeitig im LAN an Textdokumenten, ohne dass sie einen Server aufsetzen müssten.

Auf der Homepage von Avahi finden Sie eine Auflistung aller Programme, die Avahi zum Vermitteln ihrer Netzwerkfähigkeiten nutzen [13] ebenso wie Informationen für Entwickler [14], um Avahi in eigenen Anwendungen zu implementieren.

Glossar

DAAP

Das Protokoll wurde ursprünglich ebenso wie Bonjour und Zeroconf von Apple für die iTunes-Software entwickelt. Im Gegensatz zu Bonjour und Zeroconf liegen die Spezifikationen von DAAP jedoch nicht offen. Daher wurde das Protokoll unter Linux per Reverse Engineering umgesetzt.

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