Das Konfigurieren von Computernetzwerken stellt selbst erfahrene Computeranwender gelegentlich vor unerwartete Probleme. Gerade Einsteiger kopieren Dateien lieber per USB-Stick oder schicken sie via E-Mail, anstatt einen vermeintlich komplizierten Server-Dienst aufzusetzen. Doch eigentlich bringt Linux von Haus aus alles mit, um im lokalen Netzwerk ohne Internetanbindung und zentrale Server Daten auszutauschen oder zu chatten.
Apple hat vor einigen Jahren mit Zeroconf [1] und Bonjour [2] Verfahren für das automatische Einrichten und konfigurationslose Erkennen von Netzwerkdiensten im LAN entwickelt. Die zugrundeliegenden Protokolle und Verfahren stellte Apple offen, und so gab es mit Avahi [3] bald auch eine quelloffene Variante des Verfahrens für Linux. Mittlerweile installieren praktisch allen gängigen Linux-Distributionen Avahi bereits vor und bietet so einen Weg, Dienste im lokalen Netzwerk ohne Aufwand zu finden.
Das Prinzip von Zeroconf/Bonjour hat sich Apple beim Marktschreier auf dem Wochenmarkt abgeschaut. Im herkömmlichen Markt (Netzwerk) sitzt jeder Händler (Server-Dienst) an seinem gut versteckten Marktstand und wartet auf Kunden (Clients), die zufälligerweise irgendwo erfahren haben, dass es da einen Händler gibt, der das anbietet, was sie gerade suchen (einen Netzwerkdienst). Wie ein klassischer Marktschreier brüllt Avahi/Zeroconf nun lauthals heraus, was es anzubieten hat. Jeder Kunde mit einem offenen Ohr (einem Avahi-tauglichen Programm) hört das lautstarke Angebot und braucht nicht lange zu suchen, um den Händler zu finden. Obendrein macht Avahi/Zeroconf einen zentralen Verwalter (DHCP-Server) überflüssig, der Kunden und Händler ihre Plätze (IP-Adressen) zuordnet: Avahi organisiert den Markt zur Not von alleine.
Avahi/Zeroconf ist dabei
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