Home / LinuxUser / 2010 / 04 / Flinker Transfer

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.
AA_transfer_sxc_arinas74_1149162.jpg

© sxc.hu, arinas74

Flinker Transfer

Tux Commander 0.6.70 im Test

02.03.2010 Schnelles Dateischieben und Kopieren erledigen Sie am einfachsten mit dem Tux Commander: Der Norton-Klon arbeitet zuverlässig auch auf alter Hardware.

Als Urvater der Dateimanager, an dem sich alle Nachfolger messen lassen müssen, gilt der 1984 entwickelte Norton Commander. Seine Zwei-Spalten-Ansicht betrachten viele Profis und Technikbegeisterte noch heute als das Nonplusultra optimaler Bedienbarkeit. Zwar bieten einige in die Desktops integrierte Datenschubser eine ebensolche Ansicht an, doch setzte sich zugunsten der Mausbedienung gerade in jüngster Zeit unter allen drei großen Betriebssystemen mehrheitlich die einfache Fensteransicht durch.

Der relativ junge Norton-Klon Tux Commander [1] schwimmt gegen den Strom: In einer klassischen Zwei-Spalten-Ansicht verspricht er flottes Arbeiten – vor allem über die Tastatur. Der Maintainer entwickelt das Gtk-basierte Programm seit einigen Jahren als One-Man-Show. Das erklärt, warum zwischen dem letzten Release und der aktuellen Version 0.6.70 über ein Jahr ins Land ging.

Das Kleinod hat es zwar bereits in die Verzeichnisse einiger großer Distributoren geschafft, doch das aktuelle Release gelangt meist nur händisch ins System. Die Homepage des Entwicklers verrät nichts über die Installation der Plugins – lesen Sie dazu den Kasten "Tux Commander startklar machen".

Tux Commander startklar machen

Unter Debian, Ubuntu oder Fedora installieren Sie das Programm zumindest in der älteren, fast featuregleichen Version 0.6.50 bequem über den Paketmanager. Das Paket tuxcmd-modules hängt vom Hauptpaket ab und installiert sich gleich mit.

Alternativ gibt es auch auf allen Distributionen verwendbare Binärpakete des Programms. Laden Sie aus dem Netz [2] die Archive tuxcmd-0.6.70-bin-i386.tar.bz2 und tuxcmd-modules-0.6.70-bin-i386.tar.bz2 herunter. (Falls Sie ein 64-Bit-System betreiben, saugen Sie statt der i386-Versionen die x86_64-Dateien.) Nun entpacken Sie beide Archive und kopieren mit Root-Rechten die Datei tuxcmd des ersten Verzeichnisses mittels sudo cp tuxcmd /usr/bin in einen systemweiten Binary-Ordner.

Erstellen Sie nun mit dem Befehl sudo mkdir /usr/lib/tuxcmd einen neuen Ordner für die drei Plugins. Die finden Sie in dem zweiten entpackten Verzeichnis tuxcmd-modules. Wechseln Sie mit cd /Pfad /tuxcmd-modules-0.6.70 in diesen Ordner und führen Sie nun den Befehl sudo cp *.so /usr/lib/tuxcmd aus. Die Plugins ermöglichen unter anderem den Zugriff auf zahlreiche Arten von Netzwerkverbindungen und Container-Formate.

Tux rennt

Einmal installiert rufen Sie den Kommandeur über den Befehl tuxcmd entweder in einer Konsole oder mittels [Alt]+[F2] auf. Schon der erste Blick (Abbildung 1) zeigt die deutliche Anlehnung an die alten Vorbilder Total Commander (Windows) respektive Midnight Commander (Unix). Die erste Zeile unter der Menüleiste zeigt die eingehängten Geräte, gefolgt von den beiden Spalten. Jede Verzeichnisbaum-Spalte für sich lässt sich noch einmal mit Reitern bestücken ([Strg]+[T]). An welcher Stelle im Verzeichnisbaum Sie sich gerade befinden, zeigt die Zeile oberhalb der jeweiligen Spalte an. Mit [Tabulator] wechseln Sie zwischen den beiden Spalten.

Abbildung 1: Der Tux Commander orientiert sich deutlich an den Oberflächen bekannter Dateimanager.

Im unteren Bereich finden Sie eine Befehlszeile mit vorangestelltem Ort und Benutzernamen. Allerdings funktioniert hier die Dateinamen-Vervollständigung nicht, weil [Tabulator] bereits belegt ist. Für Befehle mit langen Verzeichnisketten klicken Sie daher besser auf die Schaltfläche öffne ein Terminal. Wichtige Funktionen wie Bearbeiten, Verzeichnis erstellen oder Kopieren erreichen Sie über die Funktionstasten [F2] bis [F8] oder per Mausklick über die untere Leiste.

Ein erster Test in den traditionell umfangreichen Ordnern /usr/bin und /usr/lib zeigt auf einem etwas betagteren Rechenknecht (Intel Centrino, 1,5 GHz, 512 MByte RAM) keine Ruckler beim Aufbau der Verzeichnisbäume. Das Kopieren größerer Datensätze geht ebenfalls recht flott vonstatten. Sie markieren mit [Einfg] die gewünschten Dateien und Ordner in der einen Dateiliste, um sie dann mittels [F5] an den Ort zu schaufeln, den die gegenüberliegende Seite zeigt. Wer viel mit dem Midnight Commander auf Linux-Konsolen arbeitet, dem fällt das Arbeiten im Tux Commander nicht schwer. Die meisten Tasten-Belegungen decken sich.

Einstellungssache

Vorkonfiguriert arbeitet Gedit als Editor mit dem Dateimanager zusammen. Sie ändern dies bei Bedarf über den Menüpunkt Einstellungen | Programme. Weitere Dateitypen ordnen Sie mithilfe des Menüpunkts Einstellungen | Dateitypen der jeweiligen Anwendung zu.

Ein deutlicher Nachteil der schlecht als recht ins System integrierten Software: Tux Commander schert sich hier nicht um die Gnome- oder KDE-Voreinstellungen. Das bedeutet für Sie, dass Sie jeden einzelnen Dateityp neu zuordnen müssen (Abbildung 2). Dafür weisen Sie auf Wunsch den Dateien unterschiedliche Farben zu, was durchaus für Ordnung auf den ersten Blick sorgt.

Abbildung 2: Unter Tux Commander gilt es, noch einmal allen Dateitypen per Hand die passenden Anwendungen zuzuordnen, obwohl das System diese in vielen Fällen bereits kennt.

Das Durchforsten der weiteren Einstellungsmöglichkeiten erfordert kein Handbuch: Verweilen Sie mit dem Mauszeiger über einer Funktion, so erscheint ein kleiner erklärender Hilfetext. Die deutsche Lokalisierung ist für ein so kleines Projekt außergewöhnlich gut gelungen. Die Dialoge erscheinen sauber übersetzt und die kleinen Hilfetexte verständlich. Neben Englisch und Deutsch spricht Tux Commander noch 14 weitere Sprachen.

Wer es nicht schafft, jeden Shortcut im Kopf zu behalten, dem steht für alle Funktionen auch die Maus zur Verfügung. Die Kontextmenüs für Ordner und Dateien erlauben zum Beispiel angeklickte Verzeichnisse im Hintergrund in einem weiteren Reiter zu öffnen. Außerdem bestimmen Sie hier die Rechtevergabe oder fügen symbolische Links hinzu.

Die vier Schaltflächen mit den Symbolen =, ~, / und .. bringen Sie schnell zu den wichtigen Orten auf Ihrer Festplatte. Die Tilde steht für den Home-Ordner, der Schrägstrich für das Wurzelverzeichnis, die beiden Punkte bringen Sie eine Ebene höher. Das Gleichheitszeichen öffnet in der jeweils gegenüberliegenden Spalte das selbe Verzeichnis. Für alle anderen Orte verfügt Tux Commander über ein einfaches Lesezeichensystem.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare
0.6.70+dfsg-1
Ferdinand Thommes, Mittwoch, 03. März 2010 01:04:51
Ein/Ausklappen

im debian unstable repository gibt es bereits tux commander 0.6.70+dfsg-1.


Bewertung: Noch keine Bewertung abgegeben!
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

1324 Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...