Moblin + Maemo = Meego

Das Open-Source-Projekt Meego (http://meego.com) will Moblin und Maemo zu einer gemeinsamen Mobilplattform verschmelzen. Intel und Nokia arbeiten dazu mit der Linux Foundation zusammen. Meego soll auf Netbooks, Tablets, Smartphones, netzwerkfähigen Fernsehern und Media-Centern im Auto laufen. Die Gemeinsamkeit dieser Hardware besteht also in beschränkten Ressourcen und Abmessungen sowie in der Ausrichtung auf Internet und Kommunikation.

Meego erhält Nokias GUI-Toolkit Qt zur Anwendungsentwicklung sowie die Performance-Optimierungen aus Intels Moblin. Dabei soll der System-Footprint klein, die Software-Auswahl möglichst groß ausfallen. Die Leitung des Open-Source-Projekts legen die Partner in die Hände der Linux Foundation, die auch die Markenrechte an Meego hält.

Die Komponenten der Software stehen unter von der Open Source Initiative abgesegneten Lizenzen. Beim Betriebssystem erbt Meego die GPLv2 des Linux-Kernels, für alles andere soll möglichst die LGPLv2 zum Einsatz kommen. Die GPLv3 möchten die Projektteilnehmer dagegen lieber meiden. Für alles, womit der Anwender in Kontakt kommt, sieht das Projekt industriefreundliche BSD-Lizenzen vor.

Mit einem ersten Release von Meego rechnen die Entwickler bereits im zweiten Quartal, der Quellcode soll in den kommenden Wochen frei verfügbar werden. Weitere Informationen in Text und als Videos gibt es auf der Meego-Homepage.

Die Architektur des Meego-Systems. Das Kürzel UX steht für "User Experience", also die Komponenten, die der Anwender zu Gesicht bekommt.

Kurz notiert

Das Debconf-Team hat den Zuschlag für die im Spätsommer stattfindende DebConf11 an Banja Luka (Bosnien und Herzegowina) vergeben (http://foolcontrol.org/?p=866). Damit setzte sich die Hauptstadt der Republika Srpska gegen die bis zuletzt im Rennen verbliebenen Mitbewerber Quito (Ecuador) und München durch.

Wie ein Planet-KDE-Blogger über Hinweise in einem russischen Weblog entdeckte (http://tinyurl.com/lu1004-nkorea), gibt es auch in Nordkorea eine heimische Linux-Distro namens "Roter Stern". Auf welchem technischen Unterbau sie beruht, ist unklar; als Desktop dient KDE 3.5.

Das Release von Fedora 13 wird sich gegenüber der ursprünglichen Planung leicht verzögern. Die erste Alpha von "Goddard" erschien Anfang März mit einer Woche Verspätung, die Final soll am 11. Mai fertig sein (http://tinyurl.com/lu1004-goddard).

Der französische Distributor Mandriva ist der ARM Connected Community beigetreten. Diese Tochterorganisation der ARM Holding (http://www.arm.com) dient als Partnernetzwerk rund um die ARM-Prozessorarchitektur und lizenziert das CPU-Design und passende Tools an die über 600 Partner.

Der Security-orientierte bulgarische Slackware-Ableger NetSecL (http://netsecl.com) bringt in Version 2.6 nun auch Qemu 0.10.2 sowie Sektion srv neue Serversoftware mit. Mit der Stack-Smashing-Protection von GCC kompiliert, integriert NetSecL die Least-Privilege-Patches von PAX. Daneben enthält es enthält Auditing-Tools wie Nmap, Nessus, Ettercap und Metasploit.

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