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Zwei MP3-Player mit Flac-Support

Dilemma

Neben dem Support freier Formate spielt beim Kauf eines MP3-Players nicht zuletzt der Preis eine wichtige Rolle. Von Archos und Cowon kommen zwei Geräte mit Flac-Support in verschiedenen Preislagen.

Während bei den meisten Geräten in einer höheren Preislage der Support freier Formate mit wenigen Ausnahmen zum Standard gehört, muss man günstige Geräte mit Unterstützung für Ogg-Vorbis und Flac oft suchen. Nicht selten verzichtet der Hersteller auch schlicht auf der Verpackung auf einen entsprechenden Hinweis, wie beim Archos 2 Vision.

Archos 2 Vision

Mit 16 GByte für rund 80 Euro gehört der Archos 2 Vision eher zu den günstigeren MP3-Playern. Wer sich mit 8 GByte begnügt, findet das Gerät sogar bereits für rund 50 Euro im Internet. Der günstige Preis zeigt sich allerdings auch bei der Verarbeitung: Das Gehäuse biegt sich bei einem leichten Druck ein bis zwei Millimeter durch und würde einem Falltest wohl kaum besonders lange standhalten.

Wer sich im Netz über den kleinen Archos-Player schlau macht, findet zunächst hinsichtlich der unterstützten Formaten nur den üblichen Mix von MP3, WMA und WAV. Auch die deutsche Produktseite [1] schweigt sich über weitere Formate aus. Der 2 Vision spielt jedoch neben den drei erwähnten Formaten auch Flac-Dateien ab (hingegen kein Ogg-Vorbis).

Die Bedienung erfolgt über vier Knöpfe und einen berührungsempfindlichen Slider. Die Handhabung dieses Reglers benötigt etwas Übung und lässt sich durch eine spezielle Funktion (schieben und gedrückt halten) beschleunigen. Generell gibt es aber für die Bedienung keine Bestnoten.

Das 220 x 176 Pixel große 2-Zoll-Display zeigt im direkten Vergleich zu teureren Playern deutlich weniger Farben an und wirkt auch etwas fahl (Abbildung 1). Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller 10 bis 12 Stunden (je nach Homepage). In Tests, bei denen wir ausschließlich Flac-Dateien abspielten, meldete der Player nach rund fünf Stunden Battery low und schaltete sich aus. Bei MP3-Stücken lag die Laufzeit bei 192 Kbit/s und variabler Bitrate bei sechs bis sieben Stunden.

Abbildung 1: Das Display des Archos 2 Vision (links) fällt zwar ebenso groß aus wie jenes des Cowon-Players (rechts). Es zeigt aber deutlich weniger Farben an, ist weniger hell und besitzt eine niedrigere Auflösung.

Etwas gewöhnungsbedürftig verhält sich der Archos 2 Vision beim Metadatensupport: Spielen Sie einen Song über den Ordnerbrowser ab, dann zeigt der Player während der Wiedergabe nur den Dateinamen an. Wählen Sie hingegen den Weg über Künstler | Album und so weiter, dann zeigt das Display die in den Musikstücken hinterlegten Meta-Informationen an. Das gilt auch für Flac-Dateien, die der Player allerdings immer bei Others einordnet. Der Metadatensupport für Flac fällt somit nur halbwegs perfekt aus.

Gut gemacht

Dass im Innern des Archos 2 Vision ein relativ flinker Prozessor werkelt, merkt man nicht nur am Flac-Support, sondern auch am Bildbetrachter: Er zeigt die vorinstallierten Bilder sehr flott an, jedoch lediglich in einer Auflösung von 220 x 176 Pixeln. Bei größeren Fotos liegen die Ladezeiten im Sekundenbereich, was aber auch bei weitaus teureren Geräten üblich ist. Multithread-Support bietet das kleine Gerät nicht – möchten Sie Fotos anschauen, müssen Sie auf die Musik verzichten.

Neben den bereits erwähnten Funktionen verfügt der Player noch über ein integriertes FM-Radio inklusive Aufnahmefunktion sowie über ein externes Mikrofon. Während der Musikwiedergabe zeigt der Archos 2 Vision einen hüpfenden Equalizer an, Coverbilder oder andere visuelle Effekte gibt es nicht.

Möchten Sie ab und zu auch einmal Musik auf dem Handy hören, werden Sie den kleinen Kartenslot für Mini-SD-Karten (SDHC) des Archos 2 Vision schätzen. Damit lässt sich die Speicherkarte des Handys einfach in den 2 Vision schieben und damit nutzen.

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