Entferntes Backup

Prinzipiell funktioniert ein Backup auf einen entfernten Rechner genauso wie eines im lokalen Netzwerk. Der Vorteil liegt in der Tatsache, dass selbst nach einem Zimmerbrand noch Kopien Ihrer Daten existieren. Die meisten günstigen Provider-Angebote für virtuelle Server bieten die Möglichkeit, einen FTP-User über eine grafische Oberfläche zu erstellen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Viele Anbieter sogenannter virtueller Server erlauben das Anlegen mehrerer FTP-Benutzer für vorgegebene Verzeichnisse.

Meist haben solche Zugänge serverseitig einen Aktionsradius, der sich auf ein bestimmtes Verzeichnis begrenzt. Legen Sie also einen Nutzer an und vergeben online ein Passwort. Dieses teilen Sie Duplicity beim Aufruf über die Umgebungsvariable FTP_PASSWORD mit. Der Befehl für ein erstes Backup auf den entfernten Server folgt dem Muster:

$ FTP_PASSWORD=Passwort
$ duplicity Pfad ftp://Username@Hostname/Backup-Verzeichnis

Entsprechend umgekehrt arbeiten Sie beim Wiederherstellen der Daten.

Wie beim Sichern via SSH/SCP fordert Duplicity Sie auf, das Passwort für den GPG-Schlüssel einzugeben (Abbildung 4). Ansonsten unterscheidet sich die Konsolenausgabe nicht von jener bei einer lokalen Datensicherung. Auch die beiden Optionen --full und --exclude verwenden Sie wie gewohnt.

Abbildung 4: Sichern Sie auf einen FTP-Server, kommt ebenfalls GPG zum Verschlüsseln der Daten zum Einsatz.

Ftplicity & Duply

Bei Ftplicity und Duply handelt es sich um Shellskripte, die helfen, häufige Backups über Duplicity zu automatisieren und leichter zu konfigurieren. Das von einem Verlag entwickelte Ftplicity finden Sie im Web [4]; eine passende, deutschsprachige Anleitung liegt auf Howtoforge [5]. Da Ftplicity aber nicht mehr gepflegt wird, benutzen viele Duplicity-Anwender das daraus hervorgegangene Skript Duply [6]. Eine ganz ausgezeichnete deutsche Beschreibung dazu hält der Blog von Marcel Adamczyk [7] bereit.

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