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Angetestet

Aktuelle Software

18.03.2010

Midnight Commander, der Klassiker unter den Dateimanagern

Der Midnight Commander oder kurz MC ist ein auf den Ncurses-Bibliotheken basierender Dateimanager für die Konsole. Sowohl das zweispaltige Layout als auch der Funktionsumfang erinnern stark an sein Vorbild, den legendären Norton Commander aus der DOS-Ära. So verwundert es auch wenig, dass MC auch zahlreiche der von Norton bekannten Tastenkürzel verwendet, wie etwa [F5] zum Kopieren oder [F8] zum Löschen einer Datei.

Zum Betrachten und Editieren von Files greift der Dateimanager auf die externen Programme Mcview und Mcedit zurück, die aber im MC-Archiv enthalten sind. Sie lassen sich auch als eigenständige Programme einsetzen und bieten einen wesentlich größeren Funktionsumfang bieten als die historischen Vorbilder. So zeigt Mcview Manpages ebenso korrekt an wie HTML-Dateien, und auch Mcedit eignet sich dank integriertem Syntax-Highlighting auch für Programmier- und Skripting-Aufgaben. Findet sich die Rechtschreibprüfung Ispell auf dem System, prüft Mcedit sogar die Orthografie der Text.

Ganz zeitgemäß unterstützt der Midnight Commander auch virtuelle Dateisysteme. Auf diese Weise arbeiten Sie mit Samba-Freigaben oder FTP-Servern wie mit einem lokalen Laufwerk. Bei FTP unterstützt MC mittlerweile auch den Aktiv-Modus und kommt besser mit symbolischen Links zurecht. Als besonders hilfreich erweist sich der Dateimanager beim Arbeiten mit verschiedenen Archivtypen wie TAR, ZIP, RPM oder DEB: MC erlaubt, bequem in die Archivstruktur hinabzusteigen und dort zu navigieren. Mit [F5] kopieren Sie dabei in gewohnter Manier Dateien aus dem Archiv ins Dateisystem. Das Hinzufügen von Dateien zu einem Archiv funktioniert allerdings nur bei ausgewählten Typen wie beispielsweise ZIP.

Midnight Commander 4.7.0.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.midnight-commander.org/

Wertung

Besonders für Anwender, die mit der Shell nicht so vertraut sind ist der Midnight Commander eine echte Arbeitserleichterung. Aber auch erfahrene Anwendern kann das Tool mit seinem Funktionsumfang unterstützen.

Wiki zum Mitnehmen mit Wiki on a Stick

Sie möchten Ihr Wiki immer dabei haben, ohne permanent online zu sein? Dann ist Wiki on a Stick, kurz Woas, Ihr Ding: Das Programm besteht aus einer selbsteditierenden HTML-Datei mit per Javascript implementierten Wiki-Funktionen. So benötigt Woas weder Webserver noch Datenbank – und auch keine Installationsroutine. Sie rufen die Datei einfach im (javascriptfähigen) Browser Ihrer Wahl auf und legen sofort los. Lediglich mit Opera klappt das nicht: Es kann die Woas-Datei nur anzeigen, Änderungen oder neue Einträge jedoch nicht speichern.

Das Wiki selber erweist sich als übersichtlich gegliedert. Die Navigationsleiste am linken Rand bleibt auf allen Wiki-Seiten unverändert und bietet sich an, um regelmäßig verwendete interne oder externe Links einzutragen. Zum Ändern oder Anlegen einer Seite klicken Sie auf das Bleistiftsymbol am rechten oberen Rand. Woas öffnet die aktuelle Seite in einem rudimentären Editor. Über zwei Symbolleisten fügen Sie bequem HTML- und Wiki-Tags in das Dokument ein. Die Änderungen übernehmen Sie durch Anklicken des Disketten-Symbols ins Wiki.

Das Werkzeugsymbol im oberen rechten Bereich führt auf die Konfigurationseite von Woas. Hier modifizieren Sie durch Anpassen des Cascading Style Sheets das Erscheinungsbild von Woas zu modifizieren oder importieren Einträge aus einer älteren Version des Wikis. Außerdem ermöglicht die Konfigurationsseite die Suche nach toten oder verwaisten Seiten und sogar ein Reset des gesamten Wikis. Ein interessantes Feature verbirgt sich hinter dem Menüpunkt Bootscript: Hier platzieren Sie eigenen Javascript-Code, den Woas dann künftig beim Start ausführt.

Wiki on a Stick 0.10.3

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://stickwiki.sourceforge.net/

Wertung

Wiki on a Stick ist ideal für alle, die ein Wiki für unterwegs brauchen. Komplexe Funktionen wie eine Revisionsverwaltung fehlen allerdings.

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Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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