Umweltschutz

Zwar liegen die Testkandidaten in Sachen Bandbreite sehr dicht beieinander, ein Blick auf den Energiebedarf zeigt jedoch ein ganz anderes Bild. Alle Hersteller versprechen unisono eine gute Energiebilanz und fast keinen Verbrauch im Standby. Wir schauten das Verhalten im Ruhezustand und unter Last an.

Im Ruhezustand nehmen alle Adapter noch sehr wenig Leistung auf. Den besten Wert ermittelten wir mit 2 Watt beim Zyxel PLA-407. Die höchsten Werte genehmigen sich mit bis zu 6 Watt die Adapter von Belkin und Allnet. Alle anderen Geräte lagen dicht beieinander dazwischen. Dann setzten wir den Datentransfer in Gang und staunten nicht schlecht.

Unter Vollast schoss der Messwert beim Devolo 200 Avplus auf unrühmliche 106 Watt hoch. Das ist ungefähr soviel, wie ein herkömmlicher Büro-PC beim normalen Arbeiten aus der Leitung zieht. Den besten Wert unter Last verbuchte der Linksys PLS300 mit nur 6 Watt für sich. Die Messwerte der anderen Adapter verteilen sich weit über das gesamte Messfeld (Abbildung 14).

Fazit

Für mehr als nur ein ungehaltenes Stirnrunzeln sorgt die sehr schlechte Linux-Unterstützung der meisten Anbieter – und das, obwohl viele selbst Open-Source-Komponenten in ihren Geräten verwenden. Lediglich Devolo hält hier die Open-Source-Fahne hoch – das gibt Sympathiepunkte. Ebenfalls zu bemängeln ist die Dokumentation: ein paar Zeilen für den Hinweis auf die schnell eingerichtete Verschlüsselung sollten in jeder noch so kurzen Schnellstartanleitung Platz finden. Netgear und Zyxel zeigen: Es geht.

Abgesehen von diesen Kritikpunkten versehen alle von uns getesteten Adapter ihre Arbeit leidlich gut. Sowohl Verschlüsselung als auch erreichte Bandbreite lassen nicht viel zu wünschen übrig. Bleiben als Auswahlkriterien für den kaufwilligen Anwender noch Energiebedarf und Preis übrig.

Die mit Abstand teuerste, gleichzeitig aber stromsparendste Kombination stellt das Set von Linksys, das sich im Netz zu Preisen ab 110 Euro findet. Mit rund 93 Euro etwas günstiger und ähnlich genügsam zeigt sich das HD-Kit von Belkin. Vom selben Hersteller stammt auch die günstigste Kombi für etwa 50 Euro. Der Energiebedarf der beider Adapter dieses Kits zusammen liegt im mittleren Testfeld. Nahe dran ist auch Allnet mit seinen schneeweißen Adaptern für rund 60 Euro.

Schlussendlich muss jeder Anwender selbst entscheiden, was für ihn den Ausschlag gibt. Die Wahl fällt zwischen Open-Source-Unterstützung, Energiebilanz, Bandbreite, Preis und nicht zuletzt zwischen Design und Ausstattung. Leicht zu entscheiden ist nicht, welcher Adapter den Vorzug bekommen soll. Daher enthalten wir uns an dieser Stelle vornehm einer klaren Empfehlung.

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