PDFs nachträglich stempeln

Beim nachträglichen Markieren von PDF-Dateien leistet pdftk gute Dienste. Es kann einzelne PDF-Files als verschiedene Ebenen auffassen und diese dann in der gewünschten Reihenfolge aufeinanderlegen und miteinander verbinden. Das Hinzufügen eines Hintergrundbildes erledigen Sie mit dem Aufruf:

$ pdftk dokument.pdf background hgrund.pdf output outfile.pdf

Er erweitert die Datei dokument.pdf um ein Hintergrundbild, das Pdftk aus dem File hgrund.pdf holt. Das Ergebnis landet im Dokument outfile.pdf (Abbildung 10). Um stattdessen einen Stempel aufzubringen, wandeln Sie den Aufruf folgendermaßen ab:

$ pdftk dokument.pdf stamp stempel.pdf output outfile.pdf
Abbildung 10: Ein via Pdftk erzeugtes PDF-Dokument mit Hintergrundbild.

Dabei enthält stempel.pdf den Stempel, den Sie auf dokument.pdf aufbringen wollen. Besteht stempel.pdf aus mehreren Seiten, verwendet Pdftk nur die erste Seite als Vorlage für den Stempel.

Bei beiden Aufrufen gilt es zu beachten, dass die obere (Dokumenten-)Ebene zumindest zum Teil transparent sein muss, da sie sonst die darunterliegende Ebene vollständig überdeckt. Sie können daher nur PDF-Files verwenden, die in der PDF-Version 1.4 oder später vorliegen, da vorher noch keine Transparenzen unterstützt wurden.

PDFs mit Transparenzen lassen sich auch mit der Kombination Inkscape [15], Dia [16] oder Gimp und Convert erzeugen, indem Sie beispielsweise die Zeichnungen zunächst als PNG-File mit Transparenzen exportieren und danach mittels Convert nach PDF umwandeln. Nutzer des PDF/EPS-Grafikprogramms Ipe [17] gehen bisher leer aus, da Ipe nur PDF-Dateien der Version 1.3 erzeugt. Das DTP-Programm Scribus [8] hat zwar keine spezielle Option dafür, unterstützt jedoch bereits einen Datenexport in die PDF-Version 1.5.

Infos

[1] Wasserzeichen (Wikipedia): http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserzeichen

[2] Digitales Wasserzeichen (Wikipedia): http://de.wikipedia.org/wiki/Digitales_Wasserzeichen

[3] Barcodes (Wikipedia): http://de.wikipedia.org/wiki/Barcode

[4] LaTeX-Buch: Ingo Klöckl, "LaTeX Tipps & Tricks", dpunkt.verlag 2002, 978-3-89864-145-6, http://www.dpunkt.de/buecher/1750.html

[5] KBarcode: http://www.kbarcode.net

[6] Gnubarcode: http://www.gnu.org/software/barcode/

[7] Gnubarcode (Debian-Paket): http://packages.debian.org/de/lenny/barcode

[8] Scribus: http://www.scribus.net

[9] Zint: http://www.zint.org.uk

[10] Online-Barcode-Generator: http://www.barcode-generator.org/

[11] Pst-barcode (CTAN): http://www.ctan.org/tex-archive/graphics/pstricks/contrib/pst-barcode/

[12] LaTeX-Projekt: http://www.latex-project.org/

[13] Pstricks: http://www.tug.org/PSTricks/main.cgi

[14] Handbuch zu Pstricks: http://mirror.ctan.org/graphics/pstricks/base/doc/pstricks-doc.pdf

[15] Inkscape: http://www.inkscape.org

[16] Dia: http://www.gnome.org/projects/dia

[17] Ipe: http://tclab.kaist.ac.kr/ipe/

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Strich- und 2D-Code für Alle
    Auch im Kleinunternehmen oder zu Hause ermöglichen Barcodes oft ein rationelleres Arbeiten. Mit den passenden Programmen und kostengünstiger Hardware erzeugen und lesen Sie die wichtigsten Codes problemlos.
  • Linientreu
    Als Bar- oder QR-Code aufbereitete Informationen lassen sich mit der richtigen App auf dem Smartphone oder Tablet schnell einlesen und weiterverarbeiten. Perfekte Codes dazu erstellen Sie mit LaTeX.
  • Accessibility für PDF-Dokumente
    Menschen mit Behinderungen können viele PDF-Dokumente nicht oder nur teilweise lesen. Dabei lassen sich mit nur wenig Aufwand für jedermann zugängliche PDFs erstellen.
  • Aufpoliert
    Das Programm Graphviz hilft beim Erstellen von Grafiken. Den letzten Schliff verleihen Sie den Ergebnissen aber am besten mittels LaTeX.
  • Anschubhilfe
    LaTeX erzeugt hochwertige Dokumente, ist aber als kompliziert verschrien. Texmaker bietet eine einfache Schnittstelle zum Publizieren mit LaTeX.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

EasyBCD/NeoGrub
Wolfgang Conrad, 17.12.2017 11:40, 0 Antworten
Hallo zusammen, benutze unter Windows 7 den EasyBCD bzw. NEOgrub, um LinuxMint aus einer ISO Dat...
Huawei
Pit Hampelmann, 13.12.2017 11:35, 2 Antworten
Welches Smartphone ist für euch momentan das beste? Sehe ja die Huawei gerade ganz weit vorne. Bi...
Fernstudium Informatik
Joe Cole, 12.12.2017 10:36, 2 Antworten
Hallo! habe früher als ich 13 Jahre angefangen mit HTML und später Java zu programmieren. Weit...
Installation Linux mint auf stick
Reiner Schulz, 10.12.2017 17:34, 3 Antworten
Hallo, ich hab ein ISO-image mit Linux Mint auf einem Stick untergebracht Jetzt kann ich auch...
Canon Maxify 2750 oder ähnlicher Drucker
Hannes Richert, 05.12.2017 20:14, 4 Antworten
Hallo, leider hat Canon mich weiterverwiesen, weil sie Linux nicht supporten.. deshalb hier die...