Der Ton macht die Musik

Noch drei weitere kleinere Anpassungen stehen an, bevor wir uns an das integrierte Modem wagen. Zuerst wollen wir den Ton fixen. Aus dem Stand heraus erklingt aus dem integrierten Lautsprecher kein einziger Ton. Aber: Schließen wir ein Paar Kopfhörer an, hören wir etwas. Intels HD-Audio-Chip läuft also – wenn auch noch nicht so, wie er soll. Auch hierzu finden sich die entscheidenden Informationen im Netz [4]. Man muss das Alsa-Kernel-Modul mit einem Parameter laden – doch mit welchem? Die Quelle erwähnt das Vaio X nicht konkret, aber nach kurzem Ausprobieren erweist sich der Zusatz generic als passend. Wir ergänzen also die Datei /etc/modprobe.d/alsa-base.conf um den Eintrag:

options snd-hda-intel model=generic

Nach einem Neustart meldet sich Ubuntu laut tönend zur weiteren Mitarbeit. Zwei weitere Änderungen in der Konfiguration empfiehlt das Blog unter [2]. Sie sollen für fehlerfrei Einnahme der Ruhezustände Sleep und Suspend sorgen. Jedoch bringen beide keinen durchschlagenden Erfolg. Nach dem Aufwecken aus Sleep ist die Grafik gestört: Das Bild zeigt sich wie durch eine Milchglasscheibe. Bei Suspend sieht es schon besser aus – den Ruhezustand nimmt das Vaio X klaglos ein und auch das Aufwecken klappt problemlos. Das Blog berichtet von sporadischen Fehlern beim Nutzen des drahtlosen Netzwerks nach dem Ruhezustand. Das konnten wir so im Test nicht nachvollziehen – weder mit den Anpassungen, noch ohne.

Ans Eingemachte

Jetzt, wo die störenden Kleinigkeiten behoben sind, wagen wir uns an das größte Probleme: Das UMTS-Modem. Eines vorweg: Nach geschätzten vier Stunden haben wir es endlich zum Laufen bekommen. Doch der Reihe nach.

Zuerst identifizieren wie das Modem mit Hilfe des Befehls lsusb als ein (uns noch unbekanntes) Modell von Qualcomm. Nach einiger Recherche im Netz ist auch dessen Typ geklärt, es handelt sich um das Modell "Gobi 2000". Mit dieser Information ausgestattet stoßen wir auf eine Anleitung, wie man ein ähnliches Modell in einem Acer-Netbook für Linux fit macht [5].

Im ersten Schritt benötigen wir die Hersteller- und die Produktidentifikationsnummer des Modems. Beide liefert der Aufruf von lsusb. Dort finden sich hinter der Bus- und Device-Bezeichnung die IDs des Modems – die Hersteller-ID ("Vendor-ID") lautet 05c6, die Produkt-ID ("Product-ID") 9224. Doch Achtung: Die Produkt-ID ändert sich, sobald das Modem die Firmware lädt – sie lautet dann 9225. Wir brauchen beide Identifikatoren, um das Modem in Betrieb zu nehmen.

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