Bausteine und Verteiler

Zum einfachen Verfassen von Mails bietet KMail globale Vorlagen, spezifische Ordner-Templates, Entwürfe und Textbausteine (Abbildung 5). Für jede der beliebig vielen Identitäten, die Sie verwenden, wählen Sie einen eigenen Ordner für Vorlagen und einen für Entwürfe. Während ein Entwurf nur für eine einzelne Mail gedacht ist, dienen Vorlagen als Abziehbild für beliebig viele. Das Tastenkürzel [N] öffnet auf einer Mail im Vorlagenordner eine neue Nachricht mit dem gleichen Inhalt, ohne aber das Template zu löschen. Anders bei den Entwürfen, die Sie entweder gezielt speichert oder die Kontact automatisch beim Beenden sichert.

Abbildung 5: Textbausteine fügen Sie beim Erstellen einer Mail bequem per Drag & Drop an der passenden Stelle ein.

Die Textbausteine (Ansicht | Textbausteine) definieren Sie völlig frei, der Editor stellt diese als Baumstruktur neben der Mail dar. Die Rechtschreibprüfung, die optional bereits während der Eingabe auf Fehler prüft, stellt KMail in vielen Sprachen bereit. Sie gehört ebenso zum Standard wie die Auswahl des Ordners für versendete Nachrichten mit der Beibehalten-Funktion.

Auf Wunsch generiert KMail aus mehreren E-Mail-Empfängern automatisch Verteilerlisten, die es im Adressbuch ablegt. Sobald Sie beim Erstellen einer Mail mehr als einen Empfänger eingeben, erscheint rechts neben der Adresszeile der Schalter Liste Speichern (Abbildung 6). Er führt zu einem Dialog, in dem Sie den Namen der Verteilerliste eingeben. Diese können Sie zu einem späteren Zeitpunkt bearbeiten und als eigene Zieladresse aufrufen. Im Test erstellte der Release Candidate von KDE 4.4 eine Benutzergruppe und legte für jeden Kontakt einen Eintrag darin an. Ältere Versionen schreiben die Liste in eine Textdatei und bieten ein eigenes Adressbuch-Modul für die Listenverwaltung an.

Abbildung 6: Bei der Eingabe mehrerer Empfänger bietet KMail die Möglichkeit, sie als Verteilerliste zu speichern.

Adressbuch

Hinter dem Icon Kontakte verbirgt sich die Adressverwaltung KAdressbook. Als erstes Kontact-Modul von KDE 4.4 ist sie bereits auf Akonadi umgestellt – und erweist sich an manchen Stellen als noch ein wenig wackelig. Des weiteren krankt es häufig noch an der fehlenden Lokalisierung. Die Konfiguration wanderte bis auf drei Features komplett in die KDE-Systemsteuerung (KDE-Ressourcen). Nur für den Aufruf externer Programme wie des Webbrowsers oder einer Telefonapplikation beim Klick auf Telefonnummern sowie der Integration eines LDAP-Suchdienstes bleibt hier noch Platz.

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