Mit Calibre [1] lesen und verwalten Sie E-Books und kopieren sie auf den E-Bookreader. Das Programm unterstützt unterschiedliche Formate, streikt aber bei E-Books, die mit so genanntem Digital Rights Management (DRM) versehen sind. Diese Bücher nehmen Sie zwar problemlos in die Bibliothek auf oder kopieren sie auf einen E-Book-Reader, ein Bearbeiten erlaubt das Programm jedoch nicht.

Gleichzeitig eignet sich Calibre zum Konvertieren von E-Books von einem Format in ein anderes und bringt zusätzlich einen eigenen Reader zum Betrachten und Kommentieren der digitalen Werke mit. Über einen eingebauten Content-Server verteilt das Programm die gespeicherten Bücher im heimischen Netzwerk.

Neben der Linux-Version existieren Varianten für Windows und Mac OS X. Als Grundlage für diesen Artikel diente die Version 0.6.34. Als Distributionen kamen das aktuelle Ubuntu 9.10 und Mandriva 2010 zum Einsatz. Mehr zum Setup der Software lesen Sie im Kasten "Installation". Nach dem Einrichten starten Sie Calibre durch Eingabe von calibre & in einem Terminalfenster oder aus dem Programmmenü (Abbildung 1).

Abbildung 1: Calibres Programmoberfläche fällt ein wenig aus dem Rahmen.

Installation

Das Einrichten von Calibre funktioniert ganz einfach. Falls das Programm nicht ohnehin in der aktuellen Version im Repository Ihrer bevorzugten Distribution liegt, geben Sie in einem Terminalfenster folgenden Befehl ein:

$ sudo python -c "import urllib2; exec urllib2.urlopen('http://status.calibre-ebook.com/linux_installer').read(); main()"

Damit holt das Installationsskript die aktuelle Version vom Server des Projekts und installiert das Programm. Als Installationsverzeichnis sieht das Setup das Verzeichnis /opt vor, Sie haben aber die Möglichkeit, ein beliebiges anderes Verzeichnis anzugeben. Auch die Symlinks nach /usr/bin legt das Setup-Skript an.

Klappt die Installation mit Hilfe des Skriptes nicht klappen, übersetzen Sie das Programm aus dem Quelltext. Dazu holen Sie mit dem Befehl

$ wget -O- http://status.calibre-ebook.com/dist/src | tar xvz

den Quelltext vom Calibre-Server und entpacken das herunter geladene Archiv. Anschließend wechseln Sie mit cd calibre* in das neu entstandene Quelltextverzeichnis und übersetzen und installieren den Quelltext mit dem Befehl sudo python setup.py install, wofür Sie das Root-Passwort eingeben müssen.

Ungewohnte Ansicht

Sofort nach dem Programmstart fällt auf, dass sich die Oberfläche von Calibre nicht an bekannte Konventionen hält: Es gibt keine Menüs – alle Befehle erreichen Sie lediglich über Schaltflächen, die sich auf verschiedene Werkzeugleisten verteilen, sowie Tastenkürzel. Die Werkzeugleisten nehmen viel Platz auf dem Bildschirm ein. Indem Sie eine kleinere Symbolgröße wählen und die Beschriftung der Buttons abschalten, verringern Sie den Platzverbrauch durch die Schaltflächen etwas.

Unterhalb der Werkzeugleiste finden Sie eine Liste mit den vorhandenen Bibliotheken. Calibre zeigt die lokale Bibliothek, die Bücher auf einem angeschlossenen Reader und die Bücher auf einer Speicherkarte im Reader getrennt an.

Gleich unter der Werkzeugleiste findet sich ein Textfeld, in das Sie einen Begriff eingeben, nach dem Calibre das Archiv durchsucht. Die Suche unterscheidet bei den Suchbegriffen nicht zwischen Groß- und Kleinbuchstaben. Mehrere Suchworte verknüpfen Sie mit and oder or.

Für die Suche in bestimmten Feldern der Metadaten stellen Sie dessen Namen auf englisch vor den Suchbegriff: Der Ausdruck author:"Hinnak Hansen" durchsucht das Feld Autor nach dem Namen Hinnak Hansen. Beim Zusammenstellen der Suchausdrücke hilft ein Dialog, den Sie durch Klicken auf die Schaltfläche mit dem Fernglas erreichen.

Den größten Teil des Programmfensters nimmt die Bücherliste ein. Hier finden Sie Informationen über die vorhandenen E-Books, übersichtlich in einer Liste aufgearbeitet. Um die Bücher zu sortieren, klicken Sie auf den Spaltenkopf der Spalte, nach der die Liste geordnet sein soll. Im Kontextmenü der Liste finden sich hinter dem Menüpunkt Ähnliche Bücher Optionen, nur die Bücher eines Autors, E-Books der gleichen Reihe oder Bücher, die mit den selben Schlagworten ("Etiketten") versehen sind, anzuzeigen.

In der wiederum sehr hohen Statuszeile am unteren Bildschirmrand finden sich Informationen zum ausgewählten Buch und rechts unten drei große Symbole. Das Symbol mit dem Pfeil öffnet die Ansicht der Umschlagbilder, das Symbol mit dem Etikett zeigt die Schlagworte, nach denen die Bücher sortiert sind (Abbildung 2).

Abbildung 2: Calibre zeigt zu jedem Buch Schlagworte und ein Umschlagbild an.

Die Ansicht der Titelbilder kostet wiederum sehr viel Platz auf dem Bildschirm, sodass auch in hohen Bildschirmauflösungen kaum noch Raum für die Bücherliste im Programmfenster übrig bleibt. Trotz des ungewohnten Aussehens lässt sich Calibre nach einiger Eingewöhnung leicht und relativ intuitiv bedienen.

E-Books verwalten

Beim ersten Start von Calibre müssen Sie ein Verzeichnis angeben, in dem es die E-Books speichert. Hier zeigt sich das Programm ein wenig zickig und akzeptierte im Test keine Verzeichnisse, die über Samba eingebunden waren. Daher diente ein lokales Verzeichnis als Speicherort für die E-Books. In diesem Verzeichnis bewahrt die Software alle erzeugten und importierten Dateien auf. Meta-Informationen verwaltet das Programm in einer Datenbank, die ebenfalls in diesem Verzeichnis liegt.

Um einer Sammlung Bücher hinzuzufügen, ziehen Sie die Dateien aus einem Dateimanager in die Bücherliste von Calibre oder wählen das Symbol mit dem Buch und dem Pluszeichen aus der Werkzeugleiste. Es erscheint ein Dateiauswahldialog, in dem Sie eine oder mehrere Dateien auswählen. Das Programm liest die Dateien ein und versucht, Metadaten aus diesen zu gewinnen, um die Bücher in der Liste zu sortieren.

Falls Metadaten fehlen oder Ihnen falsch erscheinen, korrigieren Sie diese, indem Sie ein Buch auswählen und das Symbol Meta-Informationen editieren aus der Werkzeugleiste wählen. Es erscheint ein Dialog, in dem Sie die Informationen des gewählten E-Books bearbeiten (Abbildung 3). Alternativ öffnen Sie den Dialog über [E].

Abbildung 3: Meta-Daten bearbeiten Sie in einem übersichtlichen Dialog.

Links im Dialog finden Sie eine Reihe von Textfeldern, in denen Sie Informationen zu Autor, Titel und ISBN-Nummer eingeben. Sie haben die Möglichkeit, das Buch zu bewerten. Die Listen Autor, Herausgeber, Etiketten und Reihen enthalten Daten zu bereits eingegebenen Büchern. Falls Sie schon einmal Informationen in dieses Feld eingegeben haben, schlägt Calibre bei der Dateneingabe passende Texte vor.

Die Schaltfläche Metadaten vom Server abrufen startet eine Suche bei Google Books [2] und Isbndb.com [3]. Falls es das E-Book dort gibt, trägt Calibre die Metadaten in die entsprechenden Felder ein.

Auf der rechten Seite des Dialog finden Sie das Titelbild des E-Books, falls eines existiert. Ansonsten haben Sie Möglichkeit, nach Klicken auf Umschlagbild laden eines hinzuzufügen. Oben rechts finden Sie eine Übersicht aller vorhandenen Formate des geladenen E-Books. Calibre verwaltet zu jedem Buch beliebig viele unterschiedliche Spielarten.

E-Books lesen

Um den eingebauten E-Book-Reader zu starten, wählen Sie eines der digitalen Bücher aus der Liste im Hauptfenster aus und klicken in der Werkzeugleiste auf Vorschau; alternativ drücken Sie [V]. Falls das E-Book in mehreren Formaten vorliegt, haben Sie die Möglichkeit, das Ausgabeformat auszuwählen (Abbildung 4).

Abbildung 4: Das Betrachtungsprogramm erlaubt das Lesen von E-Books am Monitor.

Im Viewer sehen Sie auf der linken Seite eine Werkzeugleiste, rechts den Text des E-Books. Sie blättern mit [Bild auf] und [Bild ab] durch den Text. Hyperlinks im Text stellt das Programm blau und unterstrichen dar. Durch Anklicken eines solchen Verweises springen Sie innerhalb des Textes. Mit Hilfe der beiden oberen Schaltflächen mit den blauen Pfeilen navigieren Sie zwischen den letzten Links hin und her.

Nach einem Klick auf das Symbol mit dem Blatt Papier zeigt das Programm zwischen Werkzeugleiste und Text das Inhaltsverzeichnis des E-Books. Durch Doppelklick auf ein Kapitel im Inhaltsverzeichnis springen Sie direkt zu dieser Textstelle. Über das Symbol mit dem gelben Stern setzen Sie an der aktuellen Textstelle ein Lesezeichen. Klicken Sie auf den kleinen schwarzen Pfeil neben dem gelben Stern, öffnet sich ein Dialog, in dem Sie die Lesezeichen für das aktuelle Dokument verwalten.

Falls Sie ein Wort innerhalb eines englischsprachigen Textes nicht kennen, erreichen Sie über das Kontextmenü innerhalb des Textes den Befehl Im Wörterbuch nachschlagen. Calibre präsentiert Ihnen die Bedeutung des Wortes (Abbildung 5). Für andere Sprachen als Englisch gibt es zurzeit allerdings noch keine Wörterbücher.

Abbildung 5: Calibre schlägt Wörter in Bedeutungswörterbüchern nach.

Zusätzlich zu den unterstützen Formaten konvertiert das Programm auf Wunsch PDF- oder RTF-Dateien und zeigt sie im Betrachter an. Das Ergebnis überzeugt aber nicht immer. Besonders bei aufwändig formatierten Texten empfiehlt es sich, einen geeigneten externen Viewer zu verwenden.

E-Books erzeugen

Calibre erzeugt aus den verschiedensten Eingabeformaten E-Books. Eine Übersicht dieser Formate finden Sie in der Tabelle "Dateiformate". Das Ergebnis fällt dabei nicht immer perfekt aus, teilweise sogar unleserlich. Mehrspaltiges Layout in PDF-Dateien beispielsweise sorgte im Test für ein ziemliches Durcheinander im erzeugten EPUB-Format.

Dateiformate

Format Ein Aus
CBC +
CBR +
CBZ +
EPUB + +
FB2 + +
HTML +
LIT + +
LRF + +
MOBI + +
ODT +
PDB + +
PDF + +
PRC +
PML + +
RB +
RTF +
TCR + +
TXT + +

Gute Ergebnisse erzielen Sie mit RTF- und Textdateien als Eingabeformate. Um ein E-Book in ein anderes Format umzuwandeln, wählen Sie das Buch in der Liste in Calibre aus und klicken auf In eBooks umwandeln oder drücken [C]. Es öffnet sich ein mehrseitiger Dialog, in dem Sie die Feineinstellung für die Konvertierung vornehmen (Abbildung 6).

Abbildung 6: Calibre hilft beim Konvertieren von E-Books.

Oben links im Dialog finden Sie eine Liste mit möglichen Eingabeformaten, rechts oben wählen Sie das Ausgabeformat. Sieben weitere Bereiche, die Sie bei Bedarf links aus einer Liste auswählen, bieten die Möglichkeit, das Konvertieren zu steuern. Die von Calibre getroffenen Voreinstellungen funktionieren aber in den meisten Fällen so gut, dass Sie selten eingreifen müssen.

Unter Metadaten bearbeiten Sie die Buchinformationen und bestimmen das Titelbild. Unter Layout finden Sie Optionen, um das Aussehen der Ausgabe zu kontrollieren. Hier legen Sie Zeilenabstände fest und weisen Calibre an, den Blocksatz auszuschalten oder Leerzeilen zwischen Absätzen einzufügen.

Auf der Seite Seiteneinrichtung wählen Sie den E-Book-Reader, für den Calibre das E-Book optimiert. Hinter Strukturerkennung verbergen sich Optionen, mit deren Hilfe Sie Calibre anweisen, das Eingabedokument in einzelne Teile zu zerlegen oder Kopf- und Fußzeilen zu extrahieren.

Über Inhaltsverzeichnis legen Sie fest, welche Überschriftenebenen Calibre ins Inhaltsverzeichnis aufnimmt. In Eingabe und Ausgabe haben Sie noch die Möglichkeit, ein wenig Feinschliff an den Dokumenten vorzunehmen. Ein Klick auf OK startet das Umwandeln, und nach einiger Zeit taucht das neu erzeugte Dokument in der Bücherliste auf.

Auf den Reader

Calibre erkennt eine ganze Reihe aktueller E-Bookreader, der Kasten "Unterstützte E-Book-Reader" gibt einen Überblick. Die Angaben stammen von der Homepage des Projektes. Für den Artikel kam ein Cybook Opus zum Einsatz. Wenn Sie ein E-Book auf einen Reader kopieren möchten, schließen Sie den Reader an, wählen das Buch aus der Bücherliste aus und Klicken auf An Reader übertragen in der Werkzeugleiste. Die Software kopiert die gewählten Dateien auf das Gerät und konvertiert sie dabei gegebenenfalls in ein Format, das der Reader unterstützt. Wenn Sie möchten, löscht Calibre die übertragenen Dateien gleich aus der lokalen Datenbank.

Unterstützte E-Book-Reader

  • Airis dBook
  • Amazon Kindle/Kindle DX
  • Apple iPhone
  • Barnes & Noble Nook
  • BeBook/BeBook Mini
  • Binatone Readme
  • CyBook G3/Opus
  • Extaco Jetbook
  • Foxit eSlick
  • Hanlin V3/V5
  • Hanvon N515
  • Irex Digital Reader 1000
  • Irex Illiad/DR1000
  • Iriver Story
  • Jetbook 5-Inch
  • Longshine ShineBook
  • PocketBook 360
  • Sony PRS 300/500/505/600/700/900
  • diverse Android-Mobiltelefone

Nachrichtendienst

Calibre dient auch als Nachrichtenzentrale: Über die Schaltfläche Nachrichten abrufen erreichen Sie einen Dialog, in dem Sie Nachrichtenquellen verwalten (Abbildung 7). In der Liste links finden Sie die mitgelieferten Nachrichtenquellen nach Ländern sortiert. Haben Sie sich für einen Herausgeber entschieden, legen Sie fest, ob Sie die Nachrichten manuell herunterladen möchten oder ob Calibre sie in einem festgelegten Rhythmus aktualisiert. Bei letzterer Variante nutzen Sie Zeitplan zum Laden für die Angabe eines Intervalls zum Auffrischen der Nachrichten.

Abbildung 7: Calibre enthält bereits viele vorkonfigurierte Nachrichtenquellen.

Auch das Hinzufügen eigener Nachrichtenquellen fällt nicht schwer. Die Nachrichten stammen aus RSS-Feeds, die Sie auf vielen Nachrichtenseiten und Blogs finden. Das Programm lädt diese Feeds herunter, konvertiert die darin enthaltenen Texte ins EPUB-Format und fügt sie der Büchersammlung hinzu.

Sie klicken im Hauptfenster auf den schwarzen Pfeil neben dem Symbol Nachrichten abrufen und wählen aus dem Menü Neue individuelle Nachrichtenquelle hinzufügen. In dem jetzt erscheinenden Dialog geben Sie die Daten zum Abholen der Nachrichten ein. Als Beispiel dient hier der RSS-Feed des Linux-Magazins. Calibre verwaltet die Nachrichtenquellen in Schemata. Ein Schema enthält Anweisungen, welche Dateien das Programm aus dem Netz lädt (Abbildung 8).

Abbildung 8: Für jede Nachrichtenquelle verwendet Calibre ein Schema.

In das Feld Titel des Schemas kommt der Name des E-Books, der später in der Liste im Hauptprogrammfenster erscheint. Unter Ältester Artikel und Maximale Anzahl der Artikel pro Feed legen Sie fest, wie viele Artikel das Programm herunterladen soll. Jedes Schema darf beliebig viele Feeds enthalten.

In die Felder Feed Titel und Feed URL schreiben Sie den Namen des Newsfeeds und die URL. Im Beispiel aus Abbildung 8 lautet der Titel Linux Magazin Online-News und die URL des Feeds http://www.linux-magazin.de/rss/feed/news. Jetzt klicken Sie auf Feed hinzufügen.

Haben Sie alle Feeds eingegeben, klicken Sie auf Schema hinzufügen/aktualisieren. Das neue Schema erscheint nun in der Liste auf der linken Seite des Dialogs. Um es Schema auszuprobieren, schließen Sie den Dialog und wählen aus der Werkzeugleiste im Hauptprogrammfenster Nachrichten abrufen (Abbildung 7). In der Baumansicht links im Fenster Zeitgesteuerter Nachrichtendownload sehen Sie die eigenen Nachrichtenquellen unter dem Punkt Angepasst. Nachdem Sie die Quelle ausgewählt haben, klicken Sie auf Jetzt laden, und das Programm holt die neuen Nachrichten ab.

Nach dem Download finden Sie die gewünschten Nachrichten in der Liste im Hauptfenster. Dort bearbeiten Sie sie genauso wie andere E-Books oder kopieren Sie auf einen Reader.

Das Layout der heruntergeladenen Nachrichten lässt sich bis ins kleinste Detail anpassen. Das erfordert allerdings Kenntnisse in der Skriptsprache Python. Falls Sie Interesse an der Entwicklung aufwändiger Schemata haben, hilft eine ausführliche Anleitung [4] auf der Calibre-Homepage weiter.

Zu Diensten

Calibre enthält einen Content-Server, der den Inhalt der Bibliothek im heimischen Netzwerk bereit stellt. Diesen steuern Sie in den Programmeinstellungen im Reiter Content Server (Abbildung 9). Bei Bedarf vergeben Sie ein Passwort, das den Zugriff auf die Daten einschränkt. Der Server startet auf Wunsch jedes Mal beim Programmstart und läuft nur so lange wie die Applikation selbst.

Abbildung 9: Calibres Content-Server stellt die elektronischen Bücher im lokalen Netzwerk bereit.

Der Content-Server erweist sich insbesondere dann als nützlich, wenn Sie E-Books aus Ihrer Sammlung auf das iPhone oder den iPod laden möchten: Calibre unterstützt diese Geräte nicht direkt. Um Bücher auf das iPhone zu laden, installieren Sie das Programm Stanza [5] auf dem iPhone. Über das heimische Netzwerk nimmt das iPhone via WLAN dann problemlos Kontakt zum Content-Server auf und lädt die Dateien herunter.

Fazit

Calibre eignet sich gleichermaßen zum Erzeugen und Verwalten von E-Books. Das Bedienkonzept erfordert etwas Umdenken; wichtige Programmfunktionen finden sich allerdings recht schnell. Auf der Homepage gibt es ein Handbuch in englischer Sprache. Dort finden Sie alle weiteren Informationen zum Bedienen des Programms.

Neben den in diesem Artikel vorgestellten Grundfunktionen bietet die Software noch Einiges zum Fine-Tuning von E-Books, wie etwa es umfangreiche Funktionen zum Anpassen des Konvertierungsprozesses. Plugins erweitern darüber hinaus die Funktionalität des Programms.

Obwohl Calibre noch nicht die Version 1.0 erreicht hat, lief es stabil und stürzte während der Tests nicht ein einziges Mal ab. Die Entwickler veröffentlichen zudem in kurzen Abständen neue Programmversionen, so dass ein regelmäßiger Blick auf die Homepage nicht schadet.

Infos

[1] Calibre: http://calibre-ebook.com

[2] Google Books: http://www.googlebooks.com

[3] Isbndb.com: http://www.isbndb.com

[4] Nachrichtenquellen einbinden: http://calibre-ebook.com/user_manual/news.html

[5] Stanza: http://www.lexcycle.com/

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