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© David Ritter, sxc.hu

Linux via Internet booten und installieren

Remote-Linux

Das schnelle Internet macht's möglich: Booten oder installieren Sie eine Vielzahl von Linux-Distributionen direkt aus dem Netz.

Wer auf herkömmlichen Wege eine Distribution auf seinem Rechner installieren möchte, muss zuerst das Image herunterladen, es auf eine DVD oder eine USB-Stick packen und abschließend davon installieren. GPXE [1] erspart Ihnen langwierige Downloads: Das nur wenige KByte große Bootimage überspielen Sie auf eine Diskette oder einen USB-Stick und booten anschließend davon booten. Danach stehen Ihnen direkt ein gutes Dutzend Distributionen zur Installation oder zum Live-Start zur Verfügung. Weil GPXE die notwendigen Dateien über das Internet herunterlädt, setzt diese Technik allerdings eine schnelle Netzanbindung voraus.

Funktionsweise

GPXE vom Projekt Etherboot basiert auf Intels PXE (Preboot eXecution Environment), erweitert dessen Möglichkeiten aber um zusätzliche Funktionen. So unterstützt es neben FTP auch HTTP und iSCSI, um die gewünschte Distribution zu booten. Diese Erweiterungen ermöglichen das Laden von Distributionsimages über das Internet, wo sie auf der Site http://boot.kernel.org (BKO, [2]) zum Download bereitstehen. Dank der Verwendung von Standard-Protokollen stellen auch restriktive Netzwerkzugänge kein Hindernis beim Betrieb dar.

Stick einrichten

Da praktisch alle modernen Rechner das Booten von USB-Devices ermöglichen, aber nur im Ausnahmefall ein Floppy-Laufwerk besitzen, verwenden Sie vorzugsweise die USB-Methode, die auch die Webseite favorisiert. Laden Sie dafür das zum Download bereitgestellte, etwa 200 KByte kleine Image gpxe.usb herunter und kopieren Sie es im Anschluss mit

# dd if=gpxe of=/dev/USB-Device

auf den USB-Stick. Vorsicht: Das Überspielen löscht sämtliche auf dem Datenträger enthaltenen Dateien. Wie Sie den Stick weiterhin als Massenspeicher verwenden, lesen Sie im Kasten "Booten und speichern". Wie Sie ein eigenes Bootimage erstellen, zeigt der Kasten "GPXE selbst bauen".

Booten und speichern

Um den Stick nach dem Aufspielen des Bootimages weiterhin als Massenspeicher verwenden zu können, müssen ihn neu partitionieren. Am einfachsten verwenden Sie dazu Gparted. Sie sehen darin, dass der USB-Stick nach dem Aufspielen eine einzelne, etwa 2 MByte große Partitionen beherbergt. Der Rest ist freier Speicher, auf dem Sie eine Partition mit beliebigen Dateisystem einrichten (Abbildung 1). Danach verwenden Sie den Stick wie gewohnt.

Abbildung 1: Mit Gparted machen Sie den Stick nach dem Überspielen des Bootimages wieder als Datenspeicher nutzbar.

GPXE selbst bauen

Zwar bietet Etherboot die Quellen von GPXE [1] zum Download an, doch ein Blick in die gut kommentierte Konfigurationsdatei macht schnell klar, dass ein Eigenbau aufgrund der vielen Einstellungsparameter kein einfaches Unterfangen darstellt. Einfacher geht es mit dem webbasierten Imagegenerator ROM-o-matic [7]. Es beschränkt die Konfiguration in einer grafischen Oberfläche auf das Notwendigste und baut auf Knopfdruck das individuelle Image.

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Kommentare
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Bergischweb (unangemeldet), Mittwoch, 23. April 2014 13:29:58
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Gibt es das Projekt nicht mehr? Weiß jemand Näheres?


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Gab es da nicht auch mal ein Projekt, welches EXE-Dateien hatte?
Arthur (unangemeldet), Montag, 18. Januar 2010 15:45:59
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Fast alle kennen ja http://goodbye-microsoft.com. Aber da gab es doch mal ein Projekt, welches auch andere Distributionen den Start per Windows EXE ermöglicht hat!?


Bewertung: 205 Punkte bei 67 Stimmen.
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Re: Gab es da nicht auch mal ein Projekt, welches EXE-Dateien hatte?
Bergischweb (unangemeldet), Mittwoch, 23. April 2014 13:28:27
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boot.kernel.org ist spurlos verschwunden. Gibt es das Projekt nicht mehr?


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