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Draufgemalt

Ideen skizzieren mit Whyteboard

PDFs bemalen

Die Software zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, PDF- oder Postscript-Dateien einzulesen und diese mit Pfeilen und Gedankenblasen zu erweitern. Das funktioniert aber auch mit den genannten Grafikformaten. Je nach Größe der Datei benötigt Whyteboard einige Sekunden, um die Daten zu konvertieren. Das Programm liest problemlos mehrere hundert Seiten starke Dokumente ein, braucht dann aber entsprechend lange für die Konvertierung. Die Seiten eines PDF-Dokuments stellt Whyteboard jeweils in eigenen Arbeitsblättern dar. Die Zeichenfunktionen stehen nach dem Einlesen sofort zum Bearbeiten der Datei bereit (Abbildung 2).

Abbildung 2: Statt einer weißen Tafel bearbeitet Whyteboard auch PDF-Dateien und diverse Grafikformate.

Angestrichene Textpassagen, eingefügte Bezugspfeile und frische Gedankenblasen speichern Sie verlustfrei im softwareeigenem Format. Möchten Sie über den Menüpunkt Datei | Export File | as PDF oder [Strg]+[E] Ihr Werk wieder in das portable Dokumentenformat bringen, müssen Sie aber mit deutlichen Verlusten rechnen: Trotz der Einstellung am Besten in den Preferences (Reiter PDF Conversion) stellten sich im Test deutliche Abweichungen in der grafischen Darstellung ein.

Abbildung 3 zeigt oben ein Original-Dokument, in der Mitte und unten das gleiche Papier nach einem Standard-Export und dem optimierten Export. Das schwammige Aussehen bereitet vor allem bei Kleingedrucktem Probleme – das Ausgabeformat erweist sich dabei als unerheblich. Eingelesene JPEGs oder TIFFs kommen nach einem erneuten Export auch nicht mehr an ihre Originalqualität heran.

Abbildung 3: Nach einem erneuten PDF-Export verschlechtert sich die Grafikausgabe deutlich.

Whyteboard merkt sich den Verlauf Ihrer Eingaben für jedes Arbeitsblatt gesondert und nimmt diese auch entsprechend dieser Reihenfolge auf Wunsch wieder zurück. Um die letzten Gedankengänge beim Bearbeiten einer weißen Tafel noch einmal nachzuvollziehen, hilft das nette Gimmick Verlauf anschauen aus dem Menü Anzeigen ([Strg]+[H]). Das Programm spielt dann alle ausgeführten Pinselstriche und gezeichneten Rechtecke noch einmal filmartig ab.

Quo vadis, Whyteboard?

Insgesamt erschließt sich bei Whyteboard allerdings noch nicht so ganz die Zielgruppe. Whiteboards, auf denen man mittels Pfeilen und Figuren Zusammenhänge erklärt, bedürfen heute keiner gesonderten Software mehr. Interessanter wäre hier ein Vernetzen mehrerer Mitarbeiter, die am selben Projekt arbeiten. Vielleicht fügt der Entwickler demnächst eine entsprechende Funktion hinzu.

Der Ansatz, bereits vorhandene Dokumente als Whiteboard zu nutzen, erscheint dagegen äußerst interessant und nützlich. Um sich hier von anderer Software abzusetzen, die ähnliche Ziele verfolgt, wäre allerdings eine bessere grafische Qualität der PDF- und Grafik-Exporte wünschenswert.

Ein Youtube-Video [3] verrät, dass demnächst Multimedia-Elemente in Whyteboard Einzug halten werden. So sehen Sie dort, wie der Programmierer ein Videofenster auf ein Arbeitsblatt bringt.

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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LinuxUser 06/2012

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