Angetestet
Aktuelle Software im Kurztest
Mit Gajim einfach drauflos chatten
Multiprotokoll-Messenger zur Zeit stark in Mode. Wer aber lediglich einen guten Jabber-Client benötigt, dem bietet Gajim eine interessante und funktionsreiche Alternative. Nach dem Start integriert sich Gajim als Symbol im System-Tray der jeweiligen grafischen Oberfläche. Beim Anklicken öffnet sich ein Fenster mit einer Liste aller aktiven Kontakte öffnet, die das Anpassen der jeweiligen Kontaktparameter erlaubt. So lässt sich beispielsweise ein Kontakt umbenennen, mit einem neuen Avatar versehen oder einfach blockieren, um nur einige Funktionen zu nennen.
Neben den Kontakten zeigt Gajim auch die eigenen Benutzerkonten in der Kontaktliste an. Ein Schloss oder Schlüsselbund hinter dem jeweiligen Benutzerkonto signalisiert dabei verschlüsselte Verbindungen zum Server. Während die Client-Server-Verschlüsselung via SSL erfolgt, lässt sich jede Kommunikation individuell mit GPG verschlüsseln, sofern der Client des Gesprächspartners das ebenfalls unterstützt. Anwender hinter einer restriktiven Firewall profitieren besonders von Gajims Proxy-Unterstützung. Dabei verwaltet das Programm problemlos mehrere Proxy-Server, sodass sich jedem Benutzerkonto ein individuelles Exemplar zuweisen lässt. Zur Analyse von Übertragungsproblemen steht eine XML-Konsole bereit, in der Sie auch Befehl direkt eingeben können.
Darüber hinaus bietet das Programm Dateitransfers, eine Gruppen-Chat-Option, eine Rechtschreibprüfung und die Möglichkeit, kontaktspezifische Statusmeldungen festzulegen. So erscheinen Sie für ausgewählte Personen gesprächsbereit, während alle Anderen Sie abwesend wähnen. Genügen Konfigurationsoptionen nicht, tauchen Sie mit dem Konfigurationseditor in die Tiefen von Gajim ab oder bearbeiten die Einstellungsdatei im Verzeichnis .gajim.
Gajim 0.13.1
Lizenz: GPLv3
Quelle: http://www.gajim.org/
Wertung
Der leistungsfähige Jabber-Client Gajim muss sich hinter Platzhirschen wie Pidgin nicht verstecken.
Im Gnome Simple Stateful Music Player spielt die Musik
Die Wiedergabe von Musik macht bei modernen Mediaplayern wie Amarok nur noch einen Bruchteil des Funktionsumfangs aus, im Vordergrund steht mittlerweile die Verwaltung von Audioarchiven steht. Wollen Sie aber einfach nur Musik hören, kommen Sie mit dem Gnome Simple Stateful Music Player GSSMP voll und ganz auf Ihre Kosten. Zum Abspielen von Dateien benötigt GSSMP die Gnome-Oberfläche sowie das Gstreamer-Media-Framework mit den Bibliotheken libgstreamer und libgnomeui. Dank Gstreamer verarbeitet GSSMP sowohl MP3- als auch OGG-Dateien. Eigene Codecs bringt das Programm nicht mit.
Gssmp spielt sowohl einzelne Stücke als auch den Inhalt ganzer Verzeichnisse ab. Dabei gingen die Entwickler davon aus, dass der Anwender seine Musikstücke als Dateien in einer Verzeichnisstruktur organisiert. Das Programm merkt sich die zuletzt gespielten Stücke, sodass Sie problemlos darauf zurückgreifen können. Bei Programmende sichert das Programm außerdem die aktuelle Position im laufenden Titel und setzt beim nächsten Start an der gleichen Stelle wieder an – sehr praktisch insbesondere beim Hören von Podcasts. Playlisten-Formate wie m3u kennt das Programm hingegen nicht.
Darüber hinaus besitzt GSSMP alle wichtigen Eigenschaften eines Media-Players, wie etwa eine Wiederholfunktion für einzelne Stücke oder ganze Verzeichnisse. Auch eine Shuffle-Funktion haben die Entwickler implementiert. Als besonderes Goodie unterstützt GSSMP Lastfmsubmitd, leitet also auf Wunsch Informationen über den aktuell abgespielten Titel an das Last.fm-Konto des Nutzers weiter. Die jeweiligen Zugangsdaten verwaltet jedoch Lastfmsubmitd, GSSMP steuert den Daemon nur an.
GSSMP 1.3
Lizenz: GPLv2
Quelle: http://gssmp.sourceforge.net/
Wertung
Der Gnome Simple Stateful Music Player konzentriert sich ganz auf die wesentlichen Qualitäten eines Audioplayers – ideal für alle, die einfach nur Musik hören möchten.



