Tabus

Manchmal verbringt man Stunden mit der manuellen Installation eines bestimmten Pakets oder eines Setups – und merkt dann nach einem Update oder einer schnellen Paketinstallation, dass der Paketmanager gerade das wertvolle Setup durch ein Update einer Komponente zunichte gemacht hat. Um sich vor solchen Problemen zu schützen, kennt Zypper die Möglichkeit von Paketsperren. Die bieten sich auch bei bestimmter Hardware an, wie etwa auf Rechnern, die für die 3D-Beschleunigung einen proprietären Treiber von ATI oder Nvidia benötigen. Falls Zypper einen solchen in einem Repo entdeckt, installiert er ihn automatisch. Um das zu verhindern, setzen Sie in YaST das Paket auf "Tabu" oder errichten mit Zypper eine Paketsperre:

# zypper al gimp

Dieser Befehl verhindert jede Installation, die das Paket Gimp betrifft. Welche Sperren gerade aktiv sind, zeigt die Ausgabe von zypper ll, nicht mehr benötigte Sperren bei gelöschten Paketen löst zypper cl.

Repos und Services

Während ein Repository die Informationen zu einer einzigen Paketquelle enthält, bietet ein Service Informationen über mehrere Repos. Zurzeit gibt es nur einen Service für Zypper, den Repository Index Service (RIS).

Die ersten Versionen von Zypper machten noch keinen Unterschied zwischen Paketquellen und Diensten. Deshalb bemerkte der Nutzer auch keinen Unterschied, egal ob er zypper addrepo oder zypper service add aufrief. Einige Überbleibsel davon existieren bis heute: So ist die Ausgabe der Befehle zypper sl ("services list") und zypper lr ("listrepo") identisch. Weiter zur Verwirrung trägt unter Umständen bei, dass die Syntax der Zypper-Befehle bei Services umgekehrt funktioniert: anstelle von addrepo heißt es service add, anstelle von modify reposervice modify und so weiter.

Als Heimnutzer benötigen Sie in der Regel nur das Repo-Management von Zypper, merken Sie sich deshalb am besten die Befehle zypper ar, zypper lr, zypper mr und so weiter.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 03/2018 NEUE DISTRIBUTIONEN

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Internet abschalten
Karl-Heinz Hauser, 20.02.2018 20:10, 2 Antworten
In der Symbolleiste kann man das Kabelnetzwerk ein und ausschalten. Wie sicher ist die Abschaltu...
JQuery-Script läuft nicht mit Linux-Browsern
Stefan Jahn, 16.02.2018 12:49, 2 Antworten
Hallo zusammen, ...folgender goldener Code (ein jQuery-Script als Ergebnis verschiedener Exper...
XSane-Fotokopie druckt nicht mehr
Wimpy *, 30.01.2018 13:29, 2 Antworten
openSuse 42.3 KDE 5.8.7 Seit einem Software-Update druckt XSane keine Fotokopie mehr aus. Fehler...
TOR-Browser stürzt wegen Wikipedia ab
Wimpy *, 27.01.2018 14:57, 0 Antworten
Tor-Browser 7.5 based on Mozilla Firefox 52.8.0 64-Bit. Bei Aufruf von http: oder https://de.wi...
Wifikarte verhindert Bootvorgang
Maik Kühn, 21.01.2018 22:23, 1 Antworten
iwlwifi-7265D -26 failed to load iwlwifi-7265D -25 failed to load iwlwifi-7265D -24 failed to l...