KDEs neuer Marketing-Talk

KDE ist kein Desktop, sondern eine Community und eine Marke, hat das KDE-Projekt beschlossen, und deshalb eine komplett neue Sprachregelung neuhochdeutsch. "Rebranding" – für alle Bereiche des Projekts herausgegeben (http://dot.kde.org/2009/11/24/repositioning-kde-brand). Der Wort KDE umschreibt jetzt nur noch das Projekt selbst und dient daneben als Dachmarke für die entsprechende Software ("KDE Products"). Den Begriff "K Desktop Environment" hat man ganz aus dem Wortschatz verbannt – obwohl es sich dabei sogar um eine eingetragene Marke des KDE e.V. handelt.

Entwickelt wird jetzt auf der "KDE Platform". Die Desktop-Umgebung (früher "KDE x.y") heißt ab Version 4.4 "KDE Software Compilation" und besteht aus "KDE Workspace Components" wie dem "KDE Plasma Desktop" sowie "KDE Applications". Diese erkennt man an Präfix "K" im Produktnamen (KOffice, KSysguard, …) oder einem vorangestellten "KDE" (KDE Okular, KDE Dolphin, …). Empfohlen wird außerdem, bei Programmnamen, die nicht unbedingt auf die Funktion rückschließen lassen, dem Namen eine Funktionsbezeichnung beizustellen ("KDE Amarok Music Player").

Statt beispielsweise eines drögen "Choqok 1.2 for KDE" darf man sich also in Zukunft auf wesentlich informativere Produktnamen freuen, wie "KDE Choqok Micro-Blogging Client 1.2 for KDE Software Compilation 4.4".

KOffice 2.1 noch lückenhaft

Nicht an Endanwender, sondern an Entwickler, Tester und experimentierfreudige Software-Liebhaber richtet sich KOffice 2.1: Noch immer bietet der auf neuer Technologie wie Qt4 fußende 2.x-Zweig nicht alle Features von KOffice 1.6 (http://www.koffice.org). Auch enthält das Release noch nicht alle Programme der KDE-Bürosuite – das soll sich erst mit Version 2.2 oder 2.3 ändern.

Für KOffice 2.1 verbesserten die Entwickler die Unterstützung des Open-Document-Formats ODF, auch der Import von Word- und Powerpoint-Dateien hat Fortschritte gemacht. Die Textverarbeitung KWord erhielt eine neue Tabellen-Implementierung, das Präsentationsprogramm KPresenter bietet nun eine endlose Arbeitsfläche und nummerierte Folien. Spürbare Fortschritte gibt es beim Projektmanagement-Tool KPlato. Weitere Komponenten erfuhren Bugfixes und kleine Verbesserungen.

Kurz notiert

Nachdem am 17. November Fedora 12 "Constantine" erschienen ist, schlägt am 14. Dezember das letzte Stündlein für Fedora 10 "Cambridge". Nach diesem End-of-Live-Termin gibt es keine Aktualisierungen mehr.

Nach längerer Diskussion im Gnome-Projekt über den Erscheinungstermin des nächsten Major-Releases steht nun September 2010 als Datum für Gnome 3.0 fest (http://tinyurl.com/lu1001-gnome3). In der Zwischenzeit erscheint im März 2010 die Version 2.30 und wahrt so den sechsmonatigen Release-Zyklus.

Den in der Windows-Welt extrem beliebten Editor UltraEdit (http://www.ultraedit.com) gibt es unter dem Namen UEX nun auch für Linux. Die kommerzielle Software kostet 50 US-Dollar, als Installationsvarianten stehen Pakete für Ubuntu, Fedora, Opensuse und Red Hat sowie ein TAR-Archiv zur Auswahl.

Die deutsche Mandriva-Community stellt eine Mandriva-Linux-Variante mit dem schlanken LXDE-Desktop bereit (http://www.mandrivauser.de/wordpress/?p=454). Die 717 MByte große Mandriva 2010.0 MUD-LXDE-Edition holen Sie am besten über das Tool Mandriva-Seed auf Platte oder USB-Stick (ftp://ftp.mandrivauser.de/netbook-edition/).

Der Linuxtag e.V. wünscht sich zu seinem zehnjährigen Jubiläum mehr Community-Beteiligung. Ziel ist ein Neustart bei der 16. Auflage der Messe-Konferenz Mitte Juni 2010 in Berlin. Der entsprechende "Call for Participation" findet sich im Linuxtag-Wiki (http://tinyurl.com/lu1001-linuxtag), zum Beschnuppern stellt der Verein ein "Linuxtag-Howto" zur Verfügung.

Das auf Ubuntu spezialisierte schweizerische Online-Magazin Yalm stellt den Betrieb und seine Website ein. Ausschlaggebend dafür war der chronische Mangel an Beiträgen. Künftig gibt es daher nur noch einzelne Beiträge der Yalm-Mannschaft auf FreiesMagazin.de, wo sich nun auch das Yalm-Archiv findet (http://www.freiesmagazin.de/yalm).

Die Entwickler von Ubuntu One möchten Ubuntu 10.04 mit einem Music Store im Stil von iTunes ausstatten (http://tinyurl.com/lu1001-utunes). Über den sollen Anwender direkt via Audio-Player Musik kaufen – vermutlich ohne DRM-Restriktionen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Ubuntu dabei eine Kooperation mit einem existierenden Musikanbieter eingeht.

Das ausgefuchste Screenshot-Tool Shutter (http://shutter-project.org) liegt jetzt in Version 0.85 vor. Unter einer aufgefrischten Oberfläche stellt es jetzt Undo/Redo, Drag&Drop sowie pixelgenaue Bildauswahl per Zoom bereit.

Das FreeBSD-Projekt hat Version 8.0 seines freien Unix-Betriebssystems veröffentlicht (http://www.freebsd.org/de/). Sie bringt unter anderem stabilen Support für das Dateisystem ZFS, ein neu geschriebenes USB-System sowie Gnome 2.26.3 und KDE 4.3.1 mit.

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