Fein-Tuning

In manchen Anwendungen funktionieren trotz korrekt eingerichteter Tastaturbelegung bestimmte Tasten nicht wie erwartet – das betrifft bei Firefox beispielsweise den Klammeraffen "@". Etwas Handarbeit an der Datei .xsession behebt dieses Manko: Öffnen Sie die Datei in einem beliebigen Editor und fügen Sie folgende Zeile ein:

sleep 3 && xmodmap -e "clear Mod4" -e "add Mod5 = Mode_switch" &

Sie muss direkt vor dem Eintrag "$DESKTOP" 2>/tmp/wm_errors & stehen. Nach einem Neustart sollten dann auch die bisher fehlenden Zeichen funktionieren.

Sicherheitsbewusste Naturen werden anmerken, dass die grafische Oberfläche von Tiny Core Linux ohne Anmeldung am System lädt und dass jederzeit über das Kontext-Menü eine Root-Shell zur Verfügung steht. Für eine Live-CD stell das zwar die übliche Vorgehensweise dar, sie entspricht aber sicher nicht gängigen Sicherheitsstandards bei einer Installation auf Festplatte.

Glücklicherweise bietet Tiny Core Linux aber auch hier bereits eine Lösung: Ergänzen Sie in der Datei /boot/Grub/menu.lst die Kernel-Zeile durch den Parameter noautologin. Nun verlangt Tiny Core Linux vor dem Starten der grafischen Oberfläche eine Anmeldung. Die Benutzerkennung dafür lautet tc, ein Passwort ist zunächst nicht gesetzt. Das setzen Sie in Tiny Core ganz normal mit dem Befehl passwd, müssen aber noch dafür sorgen, dass es auch den nächsten Reboot "überlebt" – sprich: beim Herunterfahren in der mydata.tgz gesichert wird. Dazu klicken Sie zunächst mit der rechten Maustaste auf den Desktop und dann auf Tools | Add to Filetool. Dann geben Sie unten bei Filename die Bezeichnung /etc/shadow ein und klicken noch einmal auf OK (Abbildung 5).

Abbildung 5: Im Filetool legen Sie fest, welche Dateien Tiny Core zusätzlich in mydata.tgz aufnimmt.

Je nach Lust und Laune stellen Sie das System nun mit weiteren Paketen individuell zusammen. Die Webseite von Tiny Core Linux ([1]) zeigt noch viele Möglichkeiten der Optimierung.

Initial RAM Disk

Bei der initrd handelt es sich um das Abbild eines reduzierten Root-Dateisystems, das zunächst in eine RAM-Disk geladen und temporär genutzt wird. Die initrd bringt in der Regel alle Werkzeuge mit, die man braucht, um die eingesetzte Hardware zu erkennen, die nötigen Kernelmodule zu laden und anderes mehr.

loop-mount

Unter Linux lassen sich nicht nur Speichergeräte einhängen, sondern auch Dateien, wie etwa das Abbild eines Datenträgers. Die Bezeichnung loop-mount rührt daher, dass für diese Mounts automatisch virtuelle Gerätedateien angelegt werden, die /dev/loop0, /dev/loop1 etc. heißen.

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Kommentare
Grub2
Lirex (unangemeldet), Freitag, 25. Dezember 2009 21:24:45
Ein/Ausklappen

<<<
Voraussetzung ist eine schon installierte "große" Distribution wie etwa Fedora, OpenSuse oder Ubuntu, dank der sich auch schon der Boot-Manager Grub (Version 1 – also nicht Ubuntu 9.10) als OS-Dompteur betätigt.
<<<<

Schön wäre es auch zu erfahren wie man es unter Grub2 einbinden kann.


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