MuCommander – Norton Commander reloaded

Falls Sie der Dateimanager MuCommander auf den ersten Blick an den Norton Commander erinnert, dann liegen Sie genau richtig: Das javabasierte Programm klont nicht nur das Layout, sondern auch einen Großteil der Funktionen des legendären DOS-Dateimanagers. Dazu zählen zahlreiche Tastenkürzel zum Kopieren, Löschen oder Markieren, so dass sich (Ex-)Norton-Anwender sofort zurechtfinden.

Allerdings wartet MuCommander auch mit zusätzlichen Funktionen auf, wie der Unterstützung zahlreicher Netzwerkprotokolle – die Palette reicht von (S)FTP über SMB und NFS bis zu HTTP. MuCommander kann auf diese Freigaben sofort lesend zugreifen und, wo es die Rechte erlauben, auch schreiben. Für SMB unterstützt das Tool auch die Suche nach verfügbaren Freigaben im lokalen Netz, zudem beherrscht es die Suche nach Bonjour-Diensten. Hierbei handelt es sich um Freigaben von SMB, FTP oder HTTP in Ad-hoc-Netzwerken. Über Lesezeichen lassen sich bestimmte Positionen im Verzeichnisbaum markieren und direkt anspringen.

Neu im aktuellen Release von MuCommander: die Unterstützung verschiedener Archivformate wie ZIP, RAR, TAR, GZIP, ISO, NRG, DEB oder LST, die MuCommander nicht nur anzeigt, sondern auch erstellt und entpackt. ZIP-Archive lassen sich darüber hinaus auch modifizieren. Damit sich auch später die Korrektheit eines Archivs feststellen lässt, bietet das Programm außerdem verschiedene Algorithmen zur Prüfsummenberechnung. Sie wählen dazu zwischen CRC32 und mehreren MD- und SHA-Algorithmen aus.

MuCommander 0.8.4

Lizenz: GPLv3 Quelle: http://www.mucommander.com

Wertung

Der plattformübergreifend verfügbare Norton-Commander-Klon MuCommander vereint gekonnt den gewohnten Funktionsumfang mit zahlreichen modernen Features.

Goggles Musicmanager hält die Audio-Sammlung im Zaum

Beim Verwalten von Musikarchiven gilt Amarok heute als Standard-Applikation, mit Goggles MusicManager gmm gibt es aber auch eine ebenso kompakte wie schnelle Alternative. Das Programm basiert auf den FOX-Bibliotheken und verwendet die schlanke Sqlite3-Engine als Datenbank-Backend. Bestehende Musikarchive lassen sich bequem mit der Funktion Ordner importieren einfügen. Das Programm durchkämmt den Verzeichnisbaum und wertet die vorhandenen ID-Tags der Audiodateien aus. Standardmäßig unterstützt es die Formate OGG, FLAC, MP3/4, ASF und Musepack.

Die erfassten Dateien legt Gmm unter dem jeweiligen Künstlernamen in der Quelle Musikbibliothek ab, wobei es auch zwischen verschiedenen Alben unterscheidet. Sie haben anschließend die Möglichkeit, die ID-Tags zu bearbeiten und die Dateien entsprechend des Inhalts umzubenennen. Die Zusammensetzung des Dateinamens (Interpret, Album, Titelnummer, etc.) darf beliebig variieren, ebenso die Titelanzeige in Gmm. Neben der Musikbibliothek verwaltet der Goggles Musicmanager im Bereich Quellen auch seine Wiedergabelisten. Nach dem Erstellen einer neuen Liste (im M3U-Format) ziehen Sie einfach die gewünschten Songs via Drag&Drop hinein. Erstellte Wiedergabelisten lassen sich außerdem in verschiedene Formate exportieren. Außer mit dem Standard M3U kommt Gmm auch mit XML, PLS, erweitertem M3U und sogar CSV als Exportformat klar.

Neben der Verwaltung und Wiedergabe von Audiodateien beherrscht Gmm auch den Umgang mit Internet-Radiosendern. Um eine neue Station einzutragen, geben Sie lediglich deren URL an. Für Last.fm verwaltet Gmm auch Benutzerkennung und Passwort. Über den in Goggles Musicmanager integrierten Equalizer bestimmen Sie das Klangbild. Über eine Zeitschaltuhr legen Sie fest, wie lange Gmm Musik abspielen soll, sodass sich das Programm auch als Audio-Sandmännchen einsetzen lässt.

Goggles Musicmanager 0.10.10

Lizenz: GPLv3 Quelle: http://code.google.com/p/gogglesmm/

Wertung

Die Amarok-Alternative Goggles Musicmanager lässt sich einfach bedienen und eignet sich insbesondere für Anwender mit überschaubarem Musikbestand.

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