Grsync: Rsync-Power mit grafischer Oberfläche
Rsync ist unter Linux State-of-Art, geht es um den Abgleich von Verzeichnissen. Nicht jeder mag aber die kryptische Kommandozeile des Tools – hier schafft Grsync Abhilfe. Es bildet alle wichtigen Funktionen von Rsync in einer GTK-basierten Oberfläche ab. Durch einfaches Anklicken von Checkboxen lassen sich in wenigen Augenblicken Parameteranweisungen festlegen, die beispielsweise den Zeitstempel erhalten oder Dateien nach Größe vergleichen.
Um die Fülle an Konfigurationsoptionen übersichtlich darzustellen, gliedert Grsync die Rsync-Funktionen in die Kategorien Standard, Erweitert und Zusatzoptionen. Zu den Standardoptionen zählen beispielsweise Funktionen wie das Erhalten von Rechten und Gruppen oder der Windows-Kompatibilitätsmodus. Hinter den erweiterten Optionen verbergen sich unter anderem Parameter zum Erstellen von Prüfsummen oder zum Anlegen von Sicherheitskopien. Hier bietet das Tool auch die Möglichkeit, Rsync-Parameter direkt anzugeben, für die es keine Checkbox gibt – etwa für die Verwendung von SSH als Remote-Shell.
Der Bereich Zusatzoptionen ermöglicht es schließlich, vor und nach der Synchronisation eigene Programme zu starten. Dabei reagiert Grsync auf Fehler bei der Ausführung dieser Zusatzprogramme und stoppt beispielsweise vor der Synchronisation. Steht die Konfiguration, starten vor der eigentlichen Synchronisation optional einen simulierten Durchlauf, um böse Überraschungen zu vermeiden. Verläuft alles zur Zufriedenheit, erfolgt der eigentliche Abgleich. Für wiederkehrende Synchronisationsszenarien bietet Grsync zudem die Möglichkeit, alle Einstellungen unter einem Sitzungsnamen abzulegen. Auf diese Weise starten Sie jederzeit einen neuen Durchlauf mit identischen Parametern.
Grsync 0.9.2
Lizenz: GPLv2
Quelle: http://www.opbyte.it/grsync
Wertung
Grsync erschließt Linux-Einsteigern im Handumdrehen den Funktionsumfang von Rsync und bietet Profis die Möglichkeit, alle Parameter als Sitzung abzulegen.
Cryptkeeper verwaltet verschlüsselte Verzeichnisse
Mit Tools wie Truecrypt oder Cryptsetup lassen sich ganze Partitionen mit wenig Aufwand chiffrieren, zur Verschlüsselung einzelner Verzeichnisse ist hingegen das auf FUSE basierende EncFS das Mittel der Wahl. Mit Cryptkeeper steht nun ein kompaktes Tool zur Verwaltung verschlüsselter Verzeichnisse zur Verfügung. Das Programm integriert sich nach dem Start als dezentes Symbol in die Systemleiste der jeweiligen grafischen Oberfläche. Über ein Kontextmenü legen Sie neue verschlüsselte Verzeichnisse an oder nehmen bereits bestehende in die Verwaltung durch Cryptkeeper auf. Das Menü zeigt außerdem eine Liste aller von Cryptkeeper verwalteten Verzeichnisse, aus der Sie den gewünschten Ordner per Mausklick ins Verzeichnissystem einhängen und nach Angabe des Passworts im Dateimanager (standardmäßig Nautilus) öffnen.
Um das Verzeichnis später wieder zu verschließen, entfernen Sie lediglich im Cryptkeeper-Kontextmenü das Häkchen vor dem Verzeichnisnamen. Optional definieren Sie in der Cryptkeeper-Konfiguration einen Zeitraum, nach dessen Verstreichen das Programm die Verzeichnisse bei Nichtnutzung automatisch wieder aushängt und verschließt. Die Programmkonfiguration bietet außerdem die Möglichkeit, einen anderen Dateimanager festzulegen oder anderen Benutzern Zugriff auf die verschlüsselten Verzeichnisse einzuräumen. Hierfür muss allerdings die entsprechende Option in der fuse.conf gesetzt sein.
Cryptkeeper 0.9.5
Lizenz: GPLv3
Quelle: http://tom.noflag.org.uk/cryptkeeper.html
Wertung
Cryptkeeper vereinfacht den täglichen Umgang mit EncFS-verschlüsselten Verzeichnissen.



