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© apfelweile, Fotolia

Quad für alle

Intels und AMDs neueste Chips

09.10.2009 Sowohl Intel als auch AMD drängen mit günstigeren Quad-Cores in den Massenmarkt: Intel macht die Core-i7-Generation erschwinglich, AMD kontert mit dem Athlon II X4 für unter 100 US-Dollar.

Intels Neue

Mit dem Core i5 "Lynnfield" stellt Intel seine neue Quad-Core-Mittelklasse der "Nehalem"-Generation vor, den direkten Nachfolger der Core2-Quad-Serie. Durch günstigere Motherboards kommt er deutlich billiger als der Core i7, wurde aber etwas abgespeckt: Zwar ist der Kern identisch mit dem Core i7 der 9xx-Serie, Intel änderte aber den als "Uncore" bezeichneten Bereich: Der Speichercontroller verfügt nur über zwei statt drei Kanäle, und das PCI-Express-Grafikinterface – nur das Interface, keine Chipsatzgrafik – verpflanzte Intel in den Uncore-Bereich.

Namensverwirrung

Ursprünglich war geplant, den "Lynnfield" ohne Hyperthreading als Core i5 zu verkaufen und den ursprünglichen Core i7 ("Bloomfield") mit Hyperthreading als Topmodell anzubieten. Diese Unterscheidung warf Intel über Bord und offeriert nun auch "Lynnfield"-Prozessoren inklusive Hyperthreading unter dem Markennamen Core i7 – angesichts der kaum unterschiedlichen Leistung, die unsere Tests bestätigen, eine sinnvolle Entscheidung.

Der ursprüngliche "Bloomfield"-Core-i7 unterscheidet sich vom "Lynnfield" also nur durch den Sockel und den verwendeten Chipsatz: "Lynnfield" sitzt im LGA1156-Sockel und nutzt den P55-Chipsatz, "Bloomfield" hingegen residiert auf einem LGA1366-Sattel und hat als getreuen Helfer den X58-Chipsatz. Den Core i5 (Abbildung 1) gibt es allerdings dennoch: Damit bezeichnet Intel allerdings nur noch das kleinste Modell 750 mit 2,66 GHz Taktrate, wie ursprünglich geplant ohne Hyperthreading. Intel erhöhte für den Turbomodus die Anzahl der möglichen "speed bins", mit denen Prozessor bei Auslastung von nur einem oder zwei Kernen sich selbst in 133-MHz-Schritten automatisch übertaktet, von zwei auf fünf (vier beim Core i5-750).

Abbildung 1: Intels neuer Core i5.

Boards mit LGA1156 und P55 gehen deutlich günstiger über den Ladentisch als X58-Boards, so dass mit "Lynnfield" zumindest einer der Faktoren wegfällt, die Core-i7-Systeme bislang deutlich teurer machten. Die Kosten für schnellen DDR3-Speicher fallen jedoch weiterhin an – da hat AMD mit AM2+ nach wie vor einen Vorteil, da diese Boards mit dem weit verbreiteten, günstigeren DDR2-Speicher funktionieren.

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