Fo_16791473_quad-racer_apfelweile.tif

© apfelweile, Fotolia

Intels und AMDs neueste Chips

Quad für alle

Sowohl Intel als auch AMD drängen mit günstigeren Quad-Cores in den Massenmarkt: Intel macht die Core-i7-Generation erschwinglich, AMD kontert mit dem Athlon II X4 für unter 100 US-Dollar.

Intels Neue

Mit dem Core i5 "Lynnfield" stellt Intel seine neue Quad-Core-Mittelklasse der "Nehalem"-Generation vor, den direkten Nachfolger der Core2-Quad-Serie. Durch günstigere Motherboards kommt er deutlich billiger als der Core i7, wurde aber etwas abgespeckt: Zwar ist der Kern identisch mit dem Core i7 der 9xx-Serie, Intel änderte aber den als "Uncore" bezeichneten Bereich: Der Speichercontroller verfügt nur über zwei statt drei Kanäle, und das PCI-Express-Grafikinterface – nur das Interface, keine Chipsatzgrafik – verpflanzte Intel in den Uncore-Bereich.

Namensverwirrung

Ursprünglich war geplant, den "Lynnfield" ohne Hyperthreading als Core i5 zu verkaufen und den ursprünglichen Core i7 ("Bloomfield") mit Hyperthreading als Topmodell anzubieten. Diese Unterscheidung warf Intel über Bord und offeriert nun auch "Lynnfield"-Prozessoren inklusive Hyperthreading unter dem Markennamen Core i7 – angesichts der kaum unterschiedlichen Leistung, die unsere Tests bestätigen, eine sinnvolle Entscheidung.

Der ursprüngliche "Bloomfield"-Core-i7 unterscheidet sich vom "Lynnfield" also nur durch den Sockel und den verwendeten Chipsatz: "Lynnfield" sitzt im LGA1156-Sockel und nutzt den P55-Chipsatz, "Bloomfield" hingegen residiert auf einem LGA1366-Sattel und hat als getreuen Helfer den X58-Chipsatz. Den Core i5 (Abbildung 1) gibt es allerdings dennoch: Damit bezeichnet Intel allerdings nur noch das kleinste Modell 750 mit 2,66 GHz Taktrate, wie ursprünglich geplant ohne Hyperthreading. Intel erhöhte für den Turbomodus die Anzahl der möglichen "speed bins", mit denen Prozessor bei Auslastung von nur einem oder zwei Kernen sich selbst in 133-MHz-Schritten automatisch übertaktet, von zwei auf fünf (vier beim Core i5-750).

Abbildung 1: Intels neuer Core i5.

Boards mit LGA1156 und P55 gehen deutlich günstiger über den Ladentisch als X58-Boards, so dass mit "Lynnfield" zumindest einer der Faktoren wegfällt, die Core-i7-Systeme bislang deutlich teurer machten. Die Kosten für schnellen DDR3-Speicher fallen jedoch weiterhin an – da hat AMD mit AM2+ nach wie vor einen Vorteil, da diese Boards mit dem weit verbreiteten, günstigeren DDR2-Speicher funktionieren.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Lynnfield: Core i7 in günstig
    Die neue Lynnfield-Serie soll der Nachfolger der Core 2 Quads werden -- und Core i7-Leistung erschwinglich machen. Wir lassen den Pinguin auf Intels neueste Chips los.
  • Fusion à la Intel
    Was AMD seit dem Aufkauf von ATI unter dem Namen "Fusion" immer wieder ankündigt, liefert Intel mal so nebenbei: Eine CPU mit integrierter Grafik und Doppelkern der aktuellen Nehalem-Generation, obendrein im nagelneuen 32-Nanometer-Prozess.
  • Sechs-Kern-Prozessoren von AMD und Intel
    Nach Dual- und Quadcore gibt es nun Hexacore für den Desktop. Sechs Kerne wollen nun ausgelastet werden, was sich als gar nicht so leicht erweist.
  • Sechs Kerne sollt ihr sein
    Intel bringt mit dem Core i7 980X den ersten Sechskern-Prozessor für Desktops - stromsparend in 32 Nanometer, aber wählerisch bei der Software.
  • Intels neue Prozessorarchitektur "Sandy Bridge"
    Obwohl die Entwicklung in der Computerbranche meist rasend schnell zu gehen scheint, haben Prozessorarchitekturen oft ein erstaunlich langes Leben. Mit "Sandy Bridge" führt Intel nun nach sehr vielen Jahren wieder einmal eine neue ein.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2016: Neue Desktops

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Drucker Epson XP-332 unter ubuntu 14.04 einrichten
Andrea Wagenblast, 30.11.2016 22:07, 2 Antworten
Hallo, habe vergeblich versucht mein Multifunktionsgerät Epson XP-332 als neuen Drucker unter...
Apricity Gnome unter Win 10 via VirtualBox
André Driesel, 30.11.2016 06:28, 2 Antworten
Halo Leute, ich versuche hier schon seit mehreren Tagen Apricity OS Gnome via VirtualBox zum l...
EYE of Gnome
FRank Schubert, 15.11.2016 20:06, 2 Antworten
Hallo, EOG öffnet Fotos nur in der Größenordnung 4000 × 3000 Pixel. Größere Fotos werden nic...
Kamera mit Notebook koppeln
Karl Spiegel, 12.11.2016 15:02, 2 Antworten
Hi, Fotografen ich werde eine SONY alpha 77ii bekommen, und möchte die LifeView-Möglichkeit nu...
Linux auf externe SSD installieren
Roland Seidl, 28.10.2016 20:44, 1 Antworten
Bin mit einem Mac unterwegs. Mac Mini 2012 i7. Würde gerne Linux parallel betreiben. Aber auf e...