Home / LinuxUser / 2009 / 11 / Ganz schön heiß

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Ganz schön heiß

Nettop mit "Poulsbo"-Grafik und Atom Z530

22.10.2009 Mit den Traummaßen von 100 x 100 x 25 Millimetern und einem Stromverbrauch unter 10 Watt eignet sich der Fit-PC2 ideal als stromsparender Bürorechner. Wir zeigen, was der Kleine an Leistung bringt.

Nicht einmal so groß wie zwei Schachteln Zigaretten, passt der winzige Fit-PC dank entsprechender Normbohrungen an die Rückseite jedes beliebigen TFT-Monitors. Trotz der sehr kleinen Abmessungen verfügt der Rechner über zwei USB-Anschlüsse an der Front und sogar vier an der Rückseite. Ein Mini-SD-Kartenleser macht die Datenübertragung von Fotoapparaten, Mobiltelefonen oder MP3-Playern möglich. Die Kommunikation mit der Außenwelt findet über die Ethernet-Buchse oder das integrierte WLAN-Modul statt. Dank HDMI-Ausgang lassen sich auch aktuelle Bildschirme über den Rechner betreiben.

Hartes Innenleben

Im Innern des Fit-PC2 werkelt eine Atom-CPU von Intel – je nach Modell ein mit 1,1 GHz getakteter Z510 oder ein 1,6 GHz schneller Z530. Der Rechner verfügt über 1 GByte RAM (nicht erweiterbar) und zwei Speicherslots: den Mini-SD-Kartenleser sowie eine interne 2,5-Zoll-SATA-Festplatte. Unter Volllast zieht der Zwerg gut 9 Watt Leistung.

Die Besonderheit des stromsparenden Rechner besteht in der Grafikeinheit: Hier kommt der Intel-Chipsatz GMA500 mit dem Codenamen "Poulsbo" zum Einsatz, der für Videos im H.264-Format volle Hardwarebeschleunigung bietet und über die HDMI-Schnittstelle Auflösungen bis zu 1920 x 1080 Bildpunkten unterstützt (Abbildung 1).

Bei dieser Hardwarekomponente liegt denn auch der sprichwörtliche Hund begraben: Der Linux-Treiber für den "Poulsbo"-Chipsatz entstand bei Dell, als dieser Hersteller für sein Mini12 einen passenden Treiber benötigte. Außer Ubuntu bietet zurzeit kaum eine Distribution einen passenden Treiber an, ohne Grafikbeschleunigung macht der ansonsten aber eher schwachbrüstige Rechner nicht richtig Spaß. Zudem handelt es sich beim aktuellen Intel-Code um Closed Source. Die Chancen, dass sich die Situation mit zukünftigen Linux-Versionen verbessert, stehen somit eher schlecht.

Abbildung 1: Full-HD bei 9 Watt Stromverbrauch: Das kann nur der Fit-PC2 mit Poulsbo-Grafik und spezieller MPlayer-Version.

Setup

Bestellen Sie den Rechner direkt auf der Homepage des Herstellers Compulab [1], kommt die Linux-Variante für rund 400 US-Dollar mit vorinstalliertem Ubuntu 8.04. Im Fit-PC2-Wiki findet sich aber auch eine Anleitung, wie Sie Ubuntu 9.04 installieren [2]. Compulab stellt dazu ein passendes Repository bereit, das unter anderem einen angepassten Kernel, den X.org-Treiber und eine spezielle MPlayer-Version enthält. Für die Installation richten Sie Ubuntu 9.04 von einem USB-Stick oder einem externen Laufwerk aus ein und ergänzen die Datei /etc/apt/sources.list um die zwei Zeilen aus Listing 1. Alternativ zum Compulab-Repo gibt es für den X.org-Treiber auch ein PPA-Repo [3] in Launchpad.

Listing 1
deb http://fit-pc2.com/download/ubuntu/dists/jaunty binary/
deb-src http://fit-pc2.com/download/ubuntu/dists/jaunty source/

Danach installieren Sie den neuen Kernel, X-Treiber, MPlayer und entfernen die nicht mehr benötigten Komponenten. Die einzelnen Schritte listet detailliert das Fit-PC2-Forum auf. Laut Forumseintrag arbeitet Ubuntu 9.04 allerdings etwas langsamer als der Vorgänger 8.04.

Auch OpenSuse 11.1 lässt sich mit entsprechenden Repositories relativ problemlos in Betrieb nehmen. Hier fügen Sie nach der Installation das für das Netbook MSI Wind U115 gedachte Repository von Algraf hinzu [4] und installieren danach das Paket xorg-x11-driver-video-psb. Es zieht automatisch das passende Kernel-Modulpaket nach. Anschließend wechseln Sie mit init 3 in den Textmodus und richten die grafische Oberfläche über den Befehl sax2 -m 0=psb ein.

Für Fedora 11 finden Sie unter [5] ein passendes Repository von Adam Will. Sie richten es über das Kommando aus Listing 2 ein und installieren danach das Paket xorg-x11-drv-psb. Es zieht Abhängigkeiten aus dem RPM-Fusion-Repository [6] nach. Falls noch nicht aktiviert, schalten Sie deshalb das RPM-Fusion-Repo frei. In unseren Tests mussten wir zudem noch mit Yum das Paket kernel-devel und den dazu passenden Kernel einspielen, da der Fit-PC2 nur mit dem Default-Kernel zusammenarbeitet, nicht aber mit der PAE-Version.

Listing 2
# rpm -Uvh http://adamwill.fedorapeople.org/poulsbo/i586/poulsbo-repository-release-11-1.noarch.rpm

Für das Setup der grafischen Oberfläche laden Sie entweder die xorg.conf-Datei für Ubuntu 9.04 von Compulab herunter oder ändern von Hand den Driver-Eintrag im Abschnitt Devices zu Driver "psb". Eine einfache Konfigurationsdatei für einen Dualhead-Betrieb mit einem Sony Vaio P finden Sie auf der Homepage von Adam Will [7]. In unseren Tests gelang es mit dem "Poulsbo"-Treiber allerdings nicht, den X-Server zu starten.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare
Wirklich cooles Teil dieser FitPC...
M1AU (unangemeldet), Donnerstag, 22. Oktober 2009 18:32:18
Ein/Ausklappen

aber Poulsbo, nein danke.


Bewertung: 121 Punkte bei 4 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

2247 Hits
Wertung: 75 Punkte (5 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...