FSF: Kopfgeld für Proprietäres
Die Free Software Foundation führt eine Liste von "wirklich freien" Distributionen – also solchen, die ganz ohne proprietäre Softwarekomponenten auskommen (http://www.gnu.org/distros/free-distros.html). Doch anscheinend versteckt sich auch in den dort aufgeführten Distributionen immer noch Proprietäres. Um die Liste einerseits aktuell zu halten und andererseits sicherzustellen, dass die aufgeführten Distributionen auch tatsächlich keine unfreien Code-Bestandteile enthalten, startet die FSF jetzt das Belohnungsprogramm "GNU Bucks" (http://www.gnu.org/help/gnu-bucks.html): Wer in einer der aufgeführten Distributionen proprietäre Software findet und darüber einen detaillierten Bugreport einreicht, der erhält zur Belohnung einen von Richard Stallman höchstpersönlich signierten GNUtschein über 3,141592… GNU-Bucks.
BKO: Linux via Internet booten
Geht es nach dem neuen Projekt http://boot.kernel.org (BKO), dann lassen sich bereits in naher Zukunft praktisch alle Distributionen über das Internet starten: Der BKO-Dienst erlaubt das Booten und Installieren von Linux-Distributionen per Netzwerk. Im Unterschied zum weit verbreiteten PXE-Boot setzt BKO allerdings auf das neuere gPXE, das auch via FTP und HTTP funktioniert.
Die Liste der unterstützten Distributionen umfasst zurzeit Debian 5.0 Live, Ubuntu 9.04, Knoppix 5.0.1 (englisch), Damm Small Linux sowie Fedora 11 Live, letzteres aber nur im Single-User-Modus. Als initiales Startmedium dient vorzugsweise ein USB-Stick mit dem von BKO gelieferten gPXE-Image, alternativ lassen sich aber auch eine Diskette oder eine CD verwenden.



