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Aufgedeckt

Network Security Toolkit

Installation

Einige der in NST integrierten Tools – unter anderem Nessus, Snort und der Virenscanner Clamav – benötigen für den einwandfreien Betrieb laufend aktualisierte Pattern-Dateien, deren Einrichten erst nach der Installation der Distribution Sinn ergibt. Zudem stellt das NST-Projekt eine deutsche Lokalisierung von Gnome zum Download bereit, die Sie ebenfalls nach der Installation einrichten. Bedienen Sie NST in erster Linie über das Web-Frontend, empfiehlt sich eine Installation der Distribution ohnehin, da dies die Arbeit erheblich beschleunigt.

Um die Installationsroutine zu starten, klicken Sie auf das Desktop-Icon Install to Harddrive. Nach Eingabe des Root-Passworts (nst2003) erscheint ein Abfragedialog, in dem Sie zunächst das Tastaturlayout und die Länderzone festlegen. Danach stellen Sie das gewünschte Root-Passwort ein. Im nächsten Fenster erscheint der Partitionierungsassistent. In ihm wählen Sie, ob Sie die vorhandene Festplatte komplett für NST nutzen, ein vorhandenes System verkleinern oder die Partitionen manuell einrichten möchten.

Hier gilt es zu beachten, dass NST mindestens 10 GByte freien Festplattenplatz benötigt. Geringere Partitionsgrößen führten im Test zu diversen, oft nicht näher erläuterten Abbrüchen des Installers. Das ist insofern verwunderlich, da NST nach der Installation nicht einmal 4 GByte der Festplatte belegt. Hier sollte sich das Projekt von anderen Installationshelfern, etwa dem von Ubuntu, in Punkto Benutzerfreundlichkeit eine dicke Scheibe abschneiden.

Abbildung 3: Obwohl die Distribution lediglich 4 GByte auf der Festplatte belegt, brach die Installationsroutine bei Partitionsgrößen unter 10 GByte aus unerfindlichen Gründen ab.

Steht kein realer Rechner zur Verfügung, bietet sich alternativ die Installation in einer virtuellen Maschine wie Virtualbox [3] oder dem kostenfreien Vmware-Server [4] an. Sofern Sie NST in erster Linie dazu verwenden, den eigenen Rechner auf Schwachstellen zu überprüfen, ist das sogar die bessere Wahl, da sich NST dann wie eine Applikation verhält, die Sie nach Bedarf an- und abschalten. Des weiteren erlaubt Ihnen diese Vorgehensweise, das Wirtsystem auf unkomplizierte Art und Weise zu durchleuchten. Die Installation verhält sich analog zu der auf einem realen Rechner. Für Vmware bringt die Distribution sogar schon die Vmware-Tools mit, samt spezieller Treiber, die das System auf den Wirt anpassen.

Fazit

Das Network Security Toolkit richtet sich zwar in erster Linie an professionelle Anwender, die ihr Netzwerk vor unbefugtem Zugriff absichern müssen, bietet aber auch dem Heim-Admin eine Vielzahl an Programmen, die es ihm ermöglichen, seine Systeme sicherheitstechnisch auf Herz und Nieren zu untersuchen. Vor allem bei der Installation in einer virtuellen Maschine bietet NST dem Heimanwender den größten Nutzen, da es ein unkompliziertes Security-Auditing des eigenen Rechners ermöglicht. Angesichts der vielen Pluspunkte, die das System zu bieten hat, wiegen kleinere Unpässlichkeiten (etwa die Probleme bei der Konfiguration der Runlevel) nicht so schwer.

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Infos zum Autor

Thomas Leichtenstern

Thomas Leichtenstern

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LinuxUser 06/2012

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