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22.10.2009

Zickt das Netzwerk, dann helfen die richtigen Tools unter Linux schnell und sicher beim Aufspüren der Ursache. Aber welche Software gehört in ein solches Analysesystem? Das Network Security Toolkit 2.11 hält die Antwort bereit. Auf der Basis von Fedora 11 haben die Entwickler wichtige Profitools, wie den Netzwerkscanner Nessus, den Portscanner Nmap sowie Etherape mit vielen weiteren Werkzeugen zusammengefasst. Wie Sie die Distribution optimal einsetzen, zeigt Ihnen ein Artikel in dieser Ausgabe ab Seite 46.

Als gute Ergänzung zu diesem Werkzeugkasten für Netzwerker bieten sich die System Rescue CD 1.3.0 sowie das Partitionierwerkzeug Parted Magic 4.5 an. Der erste der beiden Kandidaten unterstützt Sie nach einem Systemcrash bei der Analyse. So lesen Sie aus dem Live-System heraus zum Beispiel die letzten Meldungen in den Logfiles, sichern wichtige Daten oder spielen aus dem Backup gesicherte Konfigurationen wieder ein.

Parted Magic hilft Ihnen dagegen, wenn es darum geht, die Partitionen auf einem Datenträger zu verwalten. Sei es Anlegen, Verschieben, Vergrößern, Verkleinern oder Löschen – die schlanke Distribution mit dem integrierten Partitionsmanager beherrscht diese Disziplinen ganz ausgezeichnet. Auch hier arbeiten Sie wieder in einem Live-System, so dass Sie auch die Möglichkeit haben, Systempartitionen zu manipulieren.

Um einen Spezialisten anderer Sorte handelt es sich bei Marble in a Box. Das auf KDE 4 basierende Live-System ermöglicht, das freie Pendant zu Google Earth gefahrlos und ohne Installation zusätzlicher Pakete auszuprobieren. Die Software setzt nämlich auf das neue KDE 4 auf, das sich noch nicht in allen Repositories in der aktuellen Version befindet. Welche Features das freie Marble bereits jetzt mitbringt, lesen Sie in dieser Ausgabe ab Seite 50.

Neben solchen ressourcenfressenden Schwergewichten machen sich VectorLinux 6.0 "Live Light" und Puppy Linux 4.3 wie Zwerge aus. Dass sie aber trotzdem den Vergleich zu etablierten Distributionen nicht zu scheuen brauchen, zeigt gerade das Beispiel Puppy Linux: Hier quetschten die Entwickler einen kompletten Desktop mit allen wichtigen Anwendungen in ein gerade einmal 100 MByte großes System.

Ebenfalls sparsam im Umgang mit den Ressourcen gibt sich Elive 1.9.45. Hier haben sich die Entwickler zu einem kompletten Bruch mit vielen von anderen Desktops bekannten Techniken entschlossen, und von Grund auf eine schlanke, aber optisch ansprechende Oberfläche entwickelt. Das macht sich vor allem auf älterer Hardware bemerkbar, auf der auch komplexe optische Effekte tadellos und ohne Ruckeln laufen.

Eine ganze Reihe von Neuerungen verspricht die lange erwartete Version 13.0 von Slackware Linux. Dazu gehört ein komplett überarbeiteter X-Server sowie KDE 4.2.2 und Xfce 4.6.1. Eine verbessertes TXZ-Package-Format beschleunigt das Einspielen von neuer Software und Updates deutlich.

Wichtige Tools und aktuelle Software

Ob im kleinen Archiv oder in der großen Textesammlung – mit einem Programm wie Jbookshelf 0.6 behalten Sie immer den Überblick über das Material und gruppieren es bei Bedarf mit Kategorien. Wer Vertrauliches über öffentliche Kanäle wie das Internet schickt, der tut gut daran, die Daten zu verschlüsseln. Als Klassiker unter den entsprechenden Tools hilft GnuPG 2.0.13 nicht nur beim Verschlüsseln von Mails, sondern sichert bei Bedarf auch Daten auf der Festplatte. Mit Gsmartcontrol 0.8.5 behalten Sie die wichtigen Smart-Daten von Festplatten in einer Oberfläche im Blick. Auf dem Weg zur eigenen Publikation nimmt Ihnen Bookbinder 2.0 einen wichtigen Schritt ab: Es arrangiert Ihr PDF-Dokument in Druckbögen, die Sie nur noch ausdrucken, falten und heften müssen.

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