In der Praxis

Das Setup des WorkCentre 3210 gelang in den Tests unter Ubuntu 8.10 und OpenSuse 11.1 problemlos. Der Laserdrucker arbeitet sehr leise und benötigt vom Absenden eines Druckauftrags bis zum Start des Ausdrucks je nach Dokument zwischen fünf und zehn Sekunden. Die von Xerox angegebene Druckgeschwindigkeit von 24 Seiten pro Minute konnten wir durch Tests mit einfachen OpenOffice-Dokumenten bestätigen.

Einstellungen am Gerät nehmen Sie nach der Installation des Treibers entweder über die installierte Software (Abbildung 3) oder das Webinterface vor. Der Xerox-Installer legt auf dem Desktop ein Symbol für den Unified Driver Configurator ab – falls Sie das gelöscht haben, dann starten Sie den Configurator über /opt/Xerox/mfp/bin/Configurator. Neben den eigentlichen Einstellungsmöglichkeiten bietet der Configurator per Klick auf das Scanner-Symbol und der Auswahl von Properties auch eine einfache Scan-Software an. Dank des Sane-Supports können Sie aber auch mit Xsane oder Vuescan auf den Scanner zugreifen. Der Xerox-Treiber unterstützt den Scanner bis zu 4800 dpi (interpoliert). Um eine komplette A4-Seite mit dieser Auflösung zu scannen, benötigen Sie allerdings 6 GByte freien Plattenplatz.

Abbildung 3: Über das Drucker-Symbol auf dem Desktop erreichen Sie die Schaltzentrale des WorkCentre 3210.

Nutzen Sie den Drucker komplett übers Netzwerk, dann hilft Ihnen die Weboberfläche des WorkCentre 3210 (Abbildung 4). Sie erreichen diese per Browser über die passende IP-Adresse. Kennen Sie diese nicht, können Sie sich über das Menü direkt am Drucker den Netzwerkbericht ausdrucken lassen. Details dazu entnehmen Sie der Xerox-Dokumentation.

Abbildung 4: Praktisch für den Administrator: Dank Weboberfläche lässt sich der Zustand des Druckers auch remote überprüfen.

Seltsamerweise ist der Zugriff auf das Webinterface nicht geschützt: Lediglich für einige Bereiche benötigen Sie einen Login. Das Standard-Login von Xerox lauten admin, das zugehörige Passwort 1111. Diese Einstellungen ändern Sie unter Eigenschaften | Sicherheit. Im Unterschied zur mitgelieferten Software, die nur in Englisch vorliegt, lässt sich die Weboberfläche auch in Deutsch nutzen.

Fazit

Das WorkCentre 3210 von Xerox gehört zu den Laserdruckern, die man Linux-Nutzern problemlos empfehlen darf. Die Installation von CD stellt halbwegs erfahrene Anwender vor keine Probleme, und mithilfe der mitgelieferten Software lassen sich sämtliche Funktionen des Kombigeräts problemlos nutzen. Das Gerät ist seinen Preis von 350 Euro allemal wert.

Infos

[1] Treiber-Download: http://www.support.xerox.com

[2] Samsung SCX-4500: Marcel Hilzinger, "Glanzstück", EasyLinux 02/2008, S. 108, http://www.linux-community.de/artikel/15237/

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