Gnadenloser Saubermann

Ähnlich wie das beliebte Programm Bleachbit [2] bietet auch auch Ubuntu Tweak die Option, das System von unnötigem Dateiballast zu befreien. Ein Klick auf den etwas verwirrend benannten Menüpunkt Anwendungen | Pakete aufräumen öffnet eine Auswahlliste mit vier rechts daneben angeordneten zusätzlichen Optionen. Nachdem Sie das Fenster mit einem Klick auf den Button Entsperren und Eingabe des Passworts aktiviert haben, markieren Sie hier durch Setzen entsprechender Häkchen vor den zu löschenden Dateien diese zum Entfernen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Sehr löschfreudig ist der Dialog im Menü Pakete aufräumen.

Doch an dieser Stelle ist erneut besondere Vorsicht geboten: Ubuntu Tweak löscht hier gern auch Software, die Sie noch benötigen und die keinesfalls überflüssig ist. Dieses Manko resultiert aus der Tatsache, dass die Applikation sich die Informationen über zu entfernende Programme teilweise aus den Indexdateien des Paketverwaltungssystems APT holt. Bei Software, die Sie weder über APT noch dessen grafisches Frontend Synaptic installiert haben, kann es passieren, dass Ubuntu Tweak diese zum Löschen vorsieht – mit unter Umständen fatalen Folgen.

Auch die Schaltfläche Betriebssystemkern säubern kann bei vorschnellen Aktivieren für Unmut sorgen: sieht Ubuntu Tweak sieht – sofern verschiedene Kernel-Versionen auf dem System installiert sind – nassforsch alle älteren Versionen als obsolet an und präsentiert sie zum Exterminieren in der Auswahlliste. Nun genügt ein unvorsichtiger Mausklick, und ein für spezielle Anwendungszwecke eigens kompilierter Kernel verabschiedet sich ins Nirvana. Somit sollten Sie hier nur dann Daten zur Löschung ankreuzen, wenn Sie sich wirklich sicher sind, diese dauerhaft nicht mehr zu benötigen.

Dienstbare Geister

Im Menü Systemstart, das in die beiden Untermenüs Sitzungseinstellungen und Autostart verzweigt, können Sie grundlegende Optionen beim Hochfahren des Rechners modifizieren. Besonders interessant ist hier die Möglichkeit, im Menü Autostart die beim Login zu ladenden Dienste individuell zu konfigurieren. Mit dieser Funktion deaktivieren Sie beispielsweise an spezielle Hardware gebundene Standard-Dienste, wenn die betreffende Hardware nicht im System verbaut ist.

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