Home / LinuxUser / 2009 / 10 / Volle Kontrolle

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mit Openbox 3.5
(143 Punkte bei 5 Stimmen)
Bezahlstandard
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

AA_nasa_ECN-13222.jpg

© NASA Dryden Flight Research Center

Volle Kontrolle

Ubuntu ausreizen

11.09.2009 Es gibt nichts, was nicht noch verbessert werden kann. Ubuntu Tweak entlockt der südafrikanischen Distribution einige zusätzliche Funktionalität.

Freie Software bietet ihren Nutzern "ab Werk" weitestgehende Konfigurations- und Modifikationsoptionen. Auch Linux als freies Betriebssystem punktet mit nahezu unerschöpflichen Möglichkeiten, das gesamte System den individuellen Wünschen und Bedürfnissen des Anwenders anzupassen. Oft braucht man dazu jedoch detaillierte Kenntnisse der entsprechenden Konfigurationsdateien, und wer gar den heimischen Desktop in ein optisches Unikat verwandeln möchte, steht insbesondere als Newcomer schnell vor dem Problem, kryptisch anmutende Einträge in den Einstellungsdateien bearbeiten zu müssen.

Diesen vor allem für Einsteiger unerfreulichen Zustand beendet das kleine Programm Ubuntu Tweak, das speziell für die Distribution gleichen Namens entwickelt wurde. Ubuntu Tweak vereint unter einer einfach zu bedienenden grafischen Oberfläche eine stattliche Anzahl von Modifikationsmöglichkeiten für den Gnome-Desktop, die man sonst nur umständlich per Hand mit dem in Gnome integrierten Konfigurationseditor erreichen könnte. Außerdem lässt sich mit der Software die Funktionalität des Desktops erweitern.

Erste Schritte

Die Applikation steht in ihrer aktuellen Version als vorkompiliertes DEB-Paket auf der Homepage des Projekts zum Download bereit [1]. Das Paket funktioniert – obwohl der Dateiname auf die neueste Ubuntu-Variante 9.04 "Jaunty" verweist-- auch problemlos unter den beiden nächstälteren Versionen 8.10 "Intrepid" und 8.04 "Hardy".

Nach der bequemen grafischen Installation mithilfe eines Mausklicks auf das Paket befindet sich im Menü Anwendungen | Systemwerkzeuge ein Eintrag Ubuntu Tweak. Ein Klick darauf öffnet ein schlichtes zweigeteiltes Fenster, in dessen linkem Bereich das Tool verschiedene Einstellungsoptionen zu Gruppen zusammenfasst. Im deutlich größeren rechten Bereich nehmen Sie die eigentlichen Einstellungen vor. Dabei liefern die ersten beiden Auswahlfelder von oben im linken Rahmen neben einer generellen Funktionsübersicht auch grundlegende Informationen zum System, unter anderem Daten über den Kernel, den Windowmanager, den Speicher und die CPU(s) (Abbildung 1).

Abbildung 1: Im Einstiegsbildschirm liefert Ubuntu Tweak grundlegende Informationen zum System.

Ubuntu Tweak einrichten

Am einfachsten installieren Sie Ubuntu-Tweak über den Download des DEB-Pakets und dessen Einrichtung mithilfe von Gdebi. Wollen Sie jedoch später auch von Aktualisierungen des Pakets profitieren, fügen Sie stattdessen besser das PPA-Repository der Anwendung dem Paketmanagementsystem hinzu. Dazu importieren Sie zunächst den Schlüssel:

$ sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com FE85409EEAB40ECCB65740816AF0E1940624A220

Nun fügen Sie mit administrativen Rechten im Editor Ihrer Wahl der Datei /etc/apt/sources.list folgende beide Zeilen hinzu, wobei Sie Version je nach der von Ihnen eingesetzten Ubuntu-Release durch jaunty, intrepid beziehungsweise hardy ersetzen:

deb http://ppa.launchpad.net/tualatrix/ppa/ubuntu hardy main
deb-src http://ppa.launchpad.net/tualatrix/ppa/ubuntu hardy main

Nun starten Sie den Paketmanager Synaptic und aktualisieren die Paketquellen über die Schaltfläche Neu laden. Anschließend finden Sie Ubuntu Tweak in der Status-Gruppe Neu in den Paketquellen bereit zur Installation.

Etwas schneller geht es auf der Konsole, wo die beiden Kommandos

$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install ubuntu-tweak

die Paketquellen aktualisieren und Ubuntu Tweak direkt einrichten. Ob nun via Konsole oder Synaptic installiert: Ein so eingerichtetes Ubuntu Tweak bringt das Paketverwaltungssystem bei späteren Aktualisierungen automatisch stets auf den neuesten Stand. Eine ausführliche englischsprachige Darstellung des Prozederes finden Sie auch auf der Download-Seite von Ubuntu Tweak [3].

Eingemachtes

Ab der dritten Gruppe Anwendungen können Sie individuelle Modifikationen am System vornehmen werden. Zunächst bietet ein vereinfachter Dialog die Option, Software hinzuzufügen oder zu entfernen. Das erfolgt geschieht mithilfe eines zu aktivierenden Häkchens vor dem gewünschten Programm im rechten Fensterbereich und einem anschließenden Klick auf die Schaltfläche Anwenden.

Da sich nach der Erstinstallation der Applikation nur relativ wenige Programme im Hinzufügen/Entfernen-Menü befinden, empfiehlt es sich, zunächst den Quellen-Editor im gleichnamigen Menü aufzurufen und hier entsprechende Repositories hinzuzufügen. Um Software von Drittanbietern jeweils auf dem aktuellen Stand zu halten, empfiehlt sich zudem ein Blick in das Menü Software-Quellen. Ubuntu Tweak bietet hier die Möglichkeit, ebenfalls bequem per Mausklick auch ältere Distributionsversionen mit aktuellen Programmen zu versorgen.

So bereichern Sie beispielsweise die Version 8.04 LTS mit wenigen Mausklicks um die nagelneue OpenOffice-Version 3.1 oder Firefox 3.5.2, wozu sonst manuelle Einrichtungsläufe notwendig sind. Doch Vorsicht: An dieser Stelle bietet Ubuntu Tweak auch brandneue Entwicklerversionen zur Installation an, die gelegentlich noch Fehler beinhalten und daher auf Produktivsystemen eigentlich nicht zum Einsatz kommen sollten.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

2325 Hits
Wertung: 121 Punkte (4 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Terminator
Viele Terminals im Griff mit Terminator
Tim Schürmann, 07.05.2013 10:57, 1 Kommentare

Wer morgens nach dem Einschalten des Rechners erst einmal mehrere Terminals öffnet und sich diese mühevoll auf dem Bildschirm drapiert, der sollte einen Blick auf Terminator werfen. Das kleine...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...