Neues auf den Heft-DVDs

16.09.2009

Die auf OpenSuse 11.1 basierende Live-Distribution KDE Four Live 1.3.0 demonstriert eindrucksvoll die Fähigkeiten und Funktionen des neu erschienenen Desktops KDE 4.3. Zu sehen gibt es unter anderem die neuen Plasmoiden, die für viele Einsatzzwecke bereitstehen und eine deutlich umfangreichere Konfiguration zulassen als die alten. Ferner wirkt die neue Version gegenüber dem Vorgänger deutlich flinker. Die 32-Bit-Ausgabe booten Sie direkt von der DVD, die 64-Bit-Variante von KDE Four Live finden Sie im Verzeichnis /LinuxUser/kde4l/ als ISO-Image. Möchten Sie sich den Window-Manager lieber unter Debian ansehen, dann starten Sie die Live-Distribution Debian Live KDE 4.3 bereit.

Der Fedora-Remix Omega 11 bringt neben den Standardapplikationen eine ganze Reihe eigener Software mit. Die installierbare Live-CD mit Gnome-Desktop verlässt dabei den Pfad der Red-Hat-Tugend und enthält diverse unfreie Audio- und Video-Codecs sowie zusätzliche Multimediaplayer wie Xine oder Mplayer. Besonders Anwender mit Schmalband-Internetanschluss dürften Gefallen am Yum-Plugin Presto finden: Es lädt Updates nur noch als wesentlich kleinere Delta-Files herunter.

Ebenfalls aus dem Hause Red Hat stammt die Substanz der Installations-Distribution CentOS 4.8, die Sie auf Seite B der ersten Heft-DVD finden. CentOS fußt auf den Quellpaketen von RHEL 4 und richtet sich in erster Linie an Anwender, die ein grundsolides System bevorzugen und dafür auf den letzten Schrei der Softwareschmieden verzichten können. Entsprechend kommt Kernel 2.6.9 zusammen mit KDE 3.3 sowie Openoffice 1.1.5 zum Einsatz.

Für Bastler und Admins steht die Live-Distribution System Rescue CD 1.2.3 zum Einsatz bereit. Sie bringt nicht eine Vielzahl an Werkzeugen mit, um defekte Systeme wieder flott zu bekommen, sondern auch eine Reihe Programme zur forensischen Datenanalyse. In die gleiche Kerbe schlägt Parted Magic 4.4, dessen anvisierte Zielgruppe jedoch eher ambitionierte Hobby-Admins sind. Der Einsatzschwerpunkt der Distribution bezieht sich in erster Linie auf das Reparieren und Einrichten von Festplatten sowie auf das Sichern und Retten von Daten. Für diese Zwecke enthält die auf Slackware basierende Distribution unter anderem das Partitionierungsprogramm Gparted, das Datenrettungstool Testdisk sowie das Disk-Imaging-Programm Clonezilla. Sowohl System Rescue CD als auch Parted Magic finden Sie zusätzlich als ISO-Images auf der Heft-DVD.

Von der zweiten DVD startet das beliebte Kubuntu-Derivat Linux Mint 7 "KDE" in einer LinuxUser-Edition. Die Live-Distribution mit dem Codenamen "Gloria" glänzt mit einer zeitgemäßen Software-Ausstattung. Die Basis stellt Kernel 2.6.28 zusammen mit X.org 7.4 und KDE 4.2.4, Amarok 2.1 kommt als Audioplayer zum Einsatz. Als weiteres Goodie verfügt Mint über einen eigenen Paketmanager namens Mintinstall. Mit ihm installieren Sie mit wenigen Mausklicks auch unfreie Software, etwa Opera, Google Earth, Skype oder Picasa.

Programme auf der Heft-DVD

Speziell für Schulen und Bildungseinrichtungen bietet Moodle 1.9.5 ein CMS-ähnliches Framework, das Sie unterrichtsbegleitend als E-Learning-System verwenden. Die Moodle-Basis erweitern Sie nach Belieben mit einer Reihe von Addons, die das Projekt auf seiner Webseite http://moodle.org zum Download anbietet. Wollten Sie schon immer mal einen Blick hinter die Kulissen von Linux werfen, bietet Ihnen Linux from Scratch 6.5 die beste Gelegenheit dazu. Es besteht in erster Linie aus einer detaillierten Anleitung, wie sie Schritt für Schritt Ihr eigenes System aufbauen. Fotografen steuern mit Gphoto 2.4.5 ihre Kamera via PC aus der Ferne. Abhängig vom Modell lassen sich die Bilder direkt aus der Kamera auslesen oder Intervallaufnahmen erzeugen. Wem Firefox zu aufgeblasen und Opera zu funktionsüberladen findet, dem gefällt sicher Epiphany 2.26. Der schlanke Webbrowser verwendet zum Rendern der Seiten die Mozilla-Gecko-Engine, beschränkt sich aber in seinen Funktionen aufs Wesentliche. Musikalisch Interessierte sollten sich das Duo Lilypond 2.12 und das zugehörige grafische Frontend Frescobaldi 0.7.3 ansehen. Das Notationsprogramm ermöglicht das Erstellen umfangreicher Partituren, die den Traditionen des klassischen Notensatzes entsprechen.

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