Handroid
Mobiltelefon mit Android
Fingerspiele
Mit einem weiteren kleinen Detail hebt sich das HTC Hero von allen anderen Android-Handys ab: Es beherrscht die so genannte Multitouch-Eingabe, einige Anwendungen unterstützen also Eingaben mit mehreren Fingern. So lässt sich etwa der Bildschirminhalt durch Spreizen der Finger vergrößern und umgekehrt durch Zusammenziehen wieder verkleinern (Abbildung 4). Bisher boten diese Funktion nur Apples iPhone und dessen kleiner Bruder, der iPod touch. dass auch Googles Android dieses Feature bietet, war schon länger bekannt. Doch Google hat die Funktion in Android noch nicht freigeschaltet – auch nicht in aktuellen Geräten.
Feinde der Touchscreen-Bedienung weichen auf den Trackball aus. Mit ihm navigieren Sie recht zielgenau durch die Menüs. Ein leichter Druck auf den Ball fungiert als Klick auf den gewünschten Menüpunkt oder einen Link auf einer Webseite. Den Trackball ergänzen sechs Tasten auf der Gerätefront und zwei weitere, für die Lautstärke zuständige Knöpfe an der Seite. Mit den beiden äußeren Tasten auf der Front nehmen Sie ein Telefonat an oder legen auf. Dazwischen liegen zwei Knöpfe, die zum Home-Screen zurückführen oder das jeweilige Kontextmenü aufrufen. Darunter liegen zwei weitere Tasten. Drücken Sie die linke der beiden, öffnet sich ein Suchfeld, das auch Internetadressen annimmt. Ein Druck auf die rechte Taste bringt Sie einen Schritt in der Bedienungshierarchie nach oben.
Software
Das HTC Hero läuft mit der aktuellsten Stable-Release von Android. Die HTC-eigenen Erweiterungen umfassen außer der alternativen Oberflächengestaltung und den Widgets einen Konnektor für die Synchronisation mit Microsoft-Outlook, einen Dokumentenbetrachter, der jedoch über keine Editierfunktionen verfügt, einen PDF-Betrachter und einige weitere Programme. Wir warnen ausdrücklich vor dem installierten Geschicklichkeitsspiel Teeter (Abbildung 5): Es besteht akute Suchtgefahr. Das Spielprinzip sollte älteren Generationen noch in Holzform in Erinnerung sein: Es gilt eine Kugel durch Bewegen des Telefons in ein Ziel-Loch zu manövrieren, ohne sie dabei in andere, auf dem Spielfeld verteilte Löcher zu versenken. Der Schwierigkeitsgrad nimmt stetig zu, was schnell den Ehrgeiz weckt.
Der installierte Android-eigene Browser weiß bezüglich der Geschwindigkeit beim Seitenaufbau zu gefallen. Er unterstützt Flash, was ihn von anderen Handy-Browsern abhebt. Doch während das Feature sich bei Flash-Videos oder Seiten mit Flash-Navigation noch als sehr nützlich erweist, wird die im Netz omnipräsente Flash-basierte Werbung schnell zu einer Qual.



