Fünfkampf
Aktuelle Browser im Vergleich
Sonderfälle
Sehr enttäuschend fanden wir, dass kein einziger der Probanden für das Speichern von Passwörtern den integrierten Passwortverwalter des jeweiligen Desktops nutzt, also die KWallet bei KDE oder den Keyring-Manager bei Gnome. Wenigstens optional sollte es diese Möglichkeit geben, denn genau für solche Zwecke dient eine zentrale Passwortverwaltung.
Einen Sonderfall in Sachen Systemintegration stellen Operas Widgets dar. Die praktischen Mini-Programme verhalten sich wie vollwertige Programme, die transparent über dem Desktop liegen. Sie sind zwar Kind-Prozesse von Opera, tauchen aber in der Taskleiste und im Programm-Switcher ([Alt]+[Tab]) separat auf.
Kompatibilität
Webstandard-Treue testen wir mit dem Acid3-Test. Nachdem alle Browser inzwischen den Acid2-Test korrekt bestehen, stellt Acid3-Test momentan den heilige Gral aller Browserhersteller dar, die sich Webstandard-Konformität auf die Fahnen geschrieben haben. Bei den hauptsächlich CSS-basierten Acid-Prüfungen handelt es sich um Tests von vom Standard vorgeschriebenen Browser-Verhaltensweisen und Darstellungsvorgaben, die beim Zeitpunkt der Veröffentlichung noch kein Browser korrekt besteht.
Der Sieger heißt hier Firefox 3.5.2. Obwohl Chrome beim Fortschrittsbalken 100 von 100 erreicht, während Firefox 3.5.2 nur bis 93 kommt, liefert der neue Feuerfuchs als einziger Browser im Test – wie gefordert – eine absolut pixelexakte Version des Referenz-Renderings. Lediglich das fünfte Quadrat ist grau statt blau. Bei Chrome haben zwar alle Quadrate die richtige Farbe, aber dafür bleibt ein Kreuz oben rechts stehen und alle Elemente weisen einen leichten Offset zum Referenzbild auf. Platz 3 belegt mit 87 Punkten Konqueror, der zwar den Linktest nicht besteht, aber dafür deutlich weniger Darstellungsfehler macht als der viertplatzierte Opera 9.64 mit 85 Punkten. Epiphany teilt sich nicht nur die Gecko-Engine mit Firefox 3.0.8, sondern auch den letzten Platz mit nur 71 Punkten.



