Mithelfen

Der überarbeitete Crash-Dialog DrKonqi vereinfacht das Erstellen von Fehlerberichten enorm. Das Programm verfolgt mit der Hilfe des GNU-Debuggers GDB einen Crash automatisch auf seinen Ursprung zurück und gibt Hilfen, falls dazu erforderliche Debug-Pakete fehlen (Abbildung 9). Zudem führt es Schritt für Schritt durch das Erstellen eines Fehlerberichtes, listet mögliche Duplikate und sendet den Bericht an den Bugzilla des KDE-Projektes. So erstellen Sie auch ohne große Hintergrundkenntnisse einen für die Entwickler nützlichen Fehlerbericht.

Abbildung 9: Hier verfolgt DrKonqi die Historie eines Absturzes des Remember-The-Milk-Plasmoiden zurück.

Fazit

KDE lief im Testbetrieb im Allgemeinen zuverlässig und stabil. Anwendungen wie KMail, Dolphin, Konqueror, KMail, Akregator, Okular, Gwenview, KGet und Marble konnten im Praxiseinsatz überzeugen. Das überarbeitete Benachrichtigungssystem und die Plasma-Aktivitäten zeigen gute Ansätze.

Der Plasma-Desktop stürzte jedoch häufig ab, solange das Plasmoid Remember The Milk aktiv war. Hier erscheint eine größere Isolation des Desktops gegenüber potenziell fehlerhaften Plasmoiden sinnvoll. Auch einige kleinere Bugs in KOrganizer erwiesen sich als recht ärgerlich. Die kommenden Bugfix-Releases dürften bei den Geburtswehen der Version 4.3.0 Abhilfe schaffen.

Abzüge gibt es bei der weiterhin mangelhaft implementierten Desktopsuche, die ohne Bastelei nicht funktioniert. Auch in Bezug auf das Drucken bleibt KDE 4.3 weiter hinter KDE 3.5 zurück. Die PolicyKit-Integration wartet noch darauf, zum Einsatz zu kommen. Auch den Speicherplatz für persönliche Informationen Akonadi nutzen noch nicht alle Anwendungen, bei denen dies Sinn macht. Es gibt also gute Gründe, sich auf die nächsten größeren KDE-Versionen zu freuen.

Glossar

PPA

Personal Package Archive. Via Launchpad bereit gestellte Paketquellen einzelner Entwickler- oder Entwicklergruppen.

Infos

[1] KDE 4.3.0 Caizen Release Announcement inkl. Link auf ein Video, das viele der neuen Funktionen vorführt: http://www.kde.org/announcements/4.3/index.php

[2] Kaizen-Philosophie: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaizen

[3] KDE Four Live: http://home.kde.org/~binner/kde-four-live/

[4] Debian KDE 4.3.0 Live-CD: http://bakalacio.blogspot.com/2009/08/kde-43-livecd.html

[5] KDE 4 in Debian Testing/Unstable: http://pkg-kde.alioth.debian.org/kde4.html

[6] Plasma und Plasmoiden: Martin Steigerwald, "Prickelndes KDE", LinuxUser 10/2009, S. 26, http://www.linux-community.de/artikel/19198/

[7] Video zu KDE 4.3 und Plasma: http://blip.tv/file/get/Jospoortvliet-KDE43DesktopWorkspaceDemo820.ogv

[8] Strigi und Nepomuk in KDE 4.3: http://lists.debian.org/debian-kde/2009/08/msg00029.html

[9] PolicyKit und KDE: http://drfav.wordpress.com/2009/03/07/policykit-and-kde-we-are-ready/

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Prickelndes KDE
    In der Standard-Konfiguration von KDE 4 bietet Plasma einen traditionellen Desktop mit Startmenü, Kontrollleiste und Arbeitsfläche. Damit sind die Fähigkeiten von Plasma jedoch noch lange nicht ausgeschöpft: Nur die Phantasie des Anwenders setzt den Möglichkeiten des neuen K-Desktops Grenzen.
  • Plasmische Chirurgie
    KDE 4 definiert den Desktop um. Was aber steckt hinter Plasma und was sind Plasmoiden? KDE-Entwickler Sebastian Kügler erklärt das neue Desktop-Design.
  • Plasmoiden erstellen mit JavaScript
    Seit Version 4.4 bietet die KDE Software Compilation die Möglichkeit, Plasmoiden in JavaScript oder QtScript zu schreiben. Dadurch eröffnet sich die Welt der KDE-Widgets auch Nicht-Programmierern.
  • Schau und fühle
    KDE 4 kann die Vorgängerversion noch nicht in allen Belangen komplett ersetzen. In einem Bereich hat die alte Desktop-Umgebung aber klar das Nachsehen: Beim Look & Feel.
  • Nachgereift
    Mit einer kleinen Verspätung hat das Release-Team am 4. August die Version 4.3 des KDE-Desktops freigegeben. Sie bringt ein neues Theme, animierte Hintergrundbilder sowie neue und verbesserte Plasmoiden mit. Daneben beseitigten die Entwickler zahlreiche kleinere Fehler.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...