Qtiplot

Das, wie der Namen schon andeutet, auf Qt basierende Qtiplot (http://soft.proindependent.com/qtiplot.html) dient der Analyse und Visualisierung von Daten, die es in 2D- und 3D-Diagrammen darstellt (Abbildung 27). Eine Interpolation der Daten kann mit linearen und nichtlinearen Funktionen erfolgen. Statt der englischen Menüführung lässt sich auch eine deutsche Lokalisierung installieren (http://soft.proindependent.com/translations.html). Ein großer Vorzug von QtiPlot: Es lässt sich in Python skripten, sodass sich unkompliziert weitere wissenschaftliche Tools einbinden lassen.

Abbildung 27: Qtiplot visualisiert Formeln und lässt sich über Python-Skripts erweitern.

Schachprogramme

Schachprogramme unter Linux lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Schach-Engines, also das Rechenwerk, und Schachbrettprogramme. Beide lassen sich kombinieren, manche Anwendungen bringen auch beides mit.

Die älteste Schach-Engine ist GNU Chess von 1988, eines der ersten Programme des GNU-Projekts überhaupt (http://www.gnu.org/software/chess/). Die unter Linux am meisten genutzte Engine, Crafty (http://www.craftychess.com), erreicht eine Spielstärke von etwa 2650 ELO, womit es sich bei Computer-Weltmeisterschaften schon einen 4. Platz erspielte. Als besonders leistungsfähig gelten außerdem noch Amy und Phalanx – alle noch spielstärkeren Engines sind kommerziell.

Schachbrettprogramme stellen nur das Schachbrett dar, können aber selbst keine Züge berechnen. Der Klassiker dieser Kategorie heißt Xboard (http://www.gnu.org/software/xboard/), beherrscht unter anderem Online-Schach und kann zwei Engines gegeneinander spielen lassen. Die Bedienung des Programms fällt allerdings nicht sehr intuitiv aus, die volle Funktionalität erschließt sich nur über die Manpage. Eine weitere weit verbreitete Oberfläche ist Eboard (http://www.bergo.eng.br/eboard/), das den Schwerpunkt auf Online-Schach via ICS (Internet Chess Servers) legt (Abbildung 28). Es kann auch lokal gegen eine Engine spielen, gespeicherte Spiele analysieren, Skripte ausführen und lässt sich intuitiver bedienen als Xboard.

Bei Knights (http://knights.sourceforge.net/) handelt es sich um ein Schachbrett für KDE-Nutzer. Das seit 2003 entwickelte Programm stellt mittlerweile eine starke Konkurrenz zu Xboard und Eboard dar. Komplett eingedeutscht, beherrscht es die Spielvarianten Nutzer gegen Engine, Engine gegen Engine und Online-Schach. In den Einstellungen bringt es bereits viele ICS-Server weltweit mit. Außerdem stehen über 30 Sätze an Skins und Figuren zur Auswahl (Abbildung 29).

Alle erwähnten Programme beherrschen das weit verbreitete PGN-Format, sodass man sich zur Analyse oder zum Nachspielen Partien aus dem Internet herunterladen kann. Mehr zu Online-Schach unter Linux lesen Sie im Artikel "Zug um Zug" aus LinuxUser 05/2008 (http://www.linux-community.de/artikel/14805/).

Abbildung 28: Das Schachbrett-Programm Eboard legt den Schwerpunkt auf Online-Partien.
Abbildung 29: Knights beherrscht die Spielvarianten Nutzer gegen Engine, Engine gegen Engine und Online-Schach.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Schritt für Schritt
    wxMaxima hilft beim Lösen von Algebra-Aufgaben. Dabei zeigt es auf Wunsch Schritt für Schritt, was dabei passiert – ideal für anschauliches Arbeiten im Unterricht.
  • Vier 3D-Molekülvisualisierer im Vergleich
    Viele biochemische Prozesse lassen sich erst verstehen, wenn ein dreidimensionales Molekülbild der agierenden Substanzen die Reaktion das Funktionsprinzip veranschaulicht.
  • wxMaxima in Fedora 18
  • Grafische Frontends für Internet-Schach-Server
    Internet-Schach-Server bieten Schachspielern vom Anfänger bis zum Vereinsspieler seit Jahren die Möglichkeit, rasch Spielpraxis zu erwerben. Auch Linuxer profitieren davon, denn die grafischen Client-Programme werden immer besser.
  • KOffice 1.3
    Das KDE-Office-Paket KOffice geht in eine neue Runde: Die Version 1.3 bringt neben etlichen Detailverbesserungen und Fehlerberichtigungen einige neue Funktionen.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 05/2016: DATEISYSTEME

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Aktuelle Fragen

MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 2 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...
Sophos lässt sich nicht unter Lubuntu installieren
Chrstina Turm, 30.03.2016 20:56, 3 Antworten
Hi Leute, habe mir vor paar Tagen auf ein Notebook, das ohne Linux ausgedient hätte, Linux dr...
Novell Client auf Raspbian
Chris Baum, 16.03.2016 15:13, 3 Antworten
Hallo Community, ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes: Ich möchte eine Datei...
Pantheon konfigurieren (eOS)
John Smith, 16.03.2016 13:50, 0 Antworten
Hallo ins Forum, ich bin neu in der Linuxwelt und fühle mich bereits sehr wohl. Mein neues Sys...