Home / LinuxUser / 2009 / 09 / Scan mich!

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Scan mich!

Proprietäres Scan-Programm von Hamrick

Im Praxistest

Für unsere Tests benutzten wir die Professional Version von Vuescan 8.5.19. Als Testgerät kam ein schon etwas älteres Kombigerät des Typs HP PSC 1315 zum Einsatz. Vuescan erkannte den Scanner erst, nachdem wir über den HPLIP-Treiber den Drucker eingerichtet hatten. Ein weiteres Problem trat auf, als wir in den Tests die Geschwindigkeit von Vuescan und X-Sane messen wollten: Während der Wechsel von X-Sane zu Vuescan problemlos funktionierte, ließ sich X-Sane auch nach dem Beenden von Vuescan nicht mehr starten. Wir mussten das HP-Gerät dann jeweils aus- und erneut einschalten, damit X-Sane Zugriff auf die Hardware hatte. Vuescan selbst erkannte das Gerät jedoch weiterhin.

Im direkten Vergleich mit X-Sane lässt sich Vuescan zwar etwas einfacher bedienen und bringt auch mehr Funktionen mit, in Sachen Geschwindigkeit kann die proprietäre Anwendung jedoch – zumindest beim HP PSC 1315 – nicht mit dem Sane-Frontend mithalten. So benötigte Vuescan für eine 17 x 25 Zentimeter große Grafik in 600 dpi rund zwei Minuten für den Vollscan, X-Sane zeigte das Resultat bereits nach 70 Sekunden an. Für die Vorschau benötigten beide Programme gleich lang: 12 Sekunden.

Der Unterschied fiel bereits während des Scan-Vorgangs akustisch auf, so legte der Scanner mit Vuescan in kurzen Abständen kleine Pausen ein, während er bei X-Sane die Daten fortlaufend einlas – eventuell ein Problem mit dem Datendurchsatz über USB 2.0: Die von Vuescan erstellte Grafik belegte immerhin 200 MByte auf der Platte, während die X-Sane-Version mit 80 MByte auskam. Setzten wir die Auflösung hingegen auf 300 dpi herunter, lasen beide Scanner fortlaufend ein und benötigten für unser Testbild rund 35 Sekunden.

Bei entsprechendem Kontrast wählt Vuescan bei vielen Vorlagen automatisch den richtigen Scan-Bereich aus. Dadurch kann die Vorschau wegfallen, was bei größeren Aufträgen Zeit spart.

Sehr gut gefielen in den Tests die über den Button Mehr zuschaltbaren Optionen. So bleibt die Oberfläche in der Grundeinstallung aufgeräumt, und man kommt trotzdem schnell an die erweiterten Optionen heran. Während man bei X-Sane etwa die Auflösung in Ein-dpi-Schritten einstellen muss, bietet Vuescan die üblichen Werte von 150, 200, 300 und 600 dpi zur Auswahl an, erlaubt aber über Benutzerdefiniert auch feinere Einstellungen.

Praktisch fanden wir auch die Symbole unter der Bildansicht für ein schnelles Speichern, Drehen und Vergrößern der eingescannten Grafiken. Weniger gut gelungen ist Hamrick hingegen der Dialog zum Speichern, der sich als gewöhnlicher Reiter (Ergebnis) unter die übrigen Dialoge mengt. Ein Extrafenster hätte hier den Zweck besser erfüllt. Vuescan bietet kein PNG-Format zur Auswahl an, dafür lassen sich in den JPEG-Bildern gleich Exif-Informationen sichern (Abbildung 3).

Fazit

Wer einen Scanner besitzt, für den es unter Linux keinen nativen Support gibt, für den ist Vuescan die Software erster Wahl. Durch die freie Demoversion kann man zudem die Scannerunterstützung vor dem Kauf testen. Wer bereits einen von Linux unterstützten Scanner besitzt und diesen nur gelegentlich nutzt, kommt mit X-Sane ebenfalls zum Ziel. Der große Vorteil von Vuescan gegenüber X-Sane liegt klar beim Farbmanagement: Hier können Hobbyfotografen und Profis über die entsprechenden Profile noch an ihren Aufnahmen und Ausdrucken feilen, was mit freien Linux-Programmen relativ schwer fällt. Im Vergleich mit anderen proprietären Programmen fällt der Preis von Vuescan relativ moderat aus.

Glossar

ICC

International Color Consortium. Von Adobe und zahlreichen Drucker-Herstellern geführtes Konsortium für ein einheitliches Farbmanagement auf Computersystemen. Die ICC-Profile von Adobe gibt es auch für Linux. Sie stehen allerdings unter keiner freien Lizenz.

IT8

Vom Committee for Graphics Arts Technologies Standards (CGATS) verwalteter Standard für die Farbkontrolle, das ein einheitliches Farbmanagement für Scanner, Digitalkameras, Monitore und Drucker bringen soll.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare
Empfehlung!
Frank Stefani (unangemeldet), Samstag, 17. Oktober 2009 19:25:03
Ein/Ausklappen

Kann vuescan sehr empfehlen: Arbeite seit Jahren damit, weil es mit Linux-Bordmitteln bisher keine Möglichkeit gibt, den Dia-und Filmscanner Nikon Coolscan 5000 ED anzusteuern. Mit vuescan geht das sofort, schnell und in sehr guter Qualität.

Gruß,
Frank

http://frank-stefani.de


Bewertung: 114 Punkte bei 15 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: Empfehlung!
anonymer Feigling (unangemeldet), Donnerstag, 26. August 2010 18:57:05
Ein/Ausklappen

Bekommt man für 80$ nicht schon gute Scanner die unterstützt sind? Für 40 sollten auch schon gute gebrauchte zu haben sein.

Was Sane meiner Meinung nach fehlt ist die Möglichkeit Scannertreiber für Geld entwickeln zu lassen. Wenn 100 Benutzer den selben Scanner haben sollten sich für die 40$ pro User schon ein einfacher Treiber erstellen lassen.


Bewertung: 111 Punkte bei 15 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Hits
Wertung: 183 Punkte (21 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...