Richtige Richtung?
Linux-Kernel führt Windows-Programme aus
Überwiegend nachteilig
Zurzeit machen die Vorteile beim Einsatz des Longene-Kernels dessen Nachteile nicht wett. So basiert Longene auf einer für Linux-Verhältnisse relativ alten Kernelversion, wodurch zum Beispiel auf aktuellen Notebooks weder die Webcam noch die WLAN-Treiber funktionieren. Der Kernel bereitet zudem Probleme, sobald man andere Treiber einbinden möchte, etwa solche für einen DVB-T-Stick oder die proprietären Grafikkartentreiber von ATI und Nvidia. Auch bei der Wine-Version hinkt Longene zwangsläufig hinterher, da bis zur Integration der Wine-Systemaufrufe meistens schon eine aktuellere Version des Windows-(Nicht-)Emulators zur Verfügung steht. Noch fehlt dem Linux-Unified-Kernel-Projekt auch der Support für die von Ndiswrapper unterstützten WLAN-Treiber. Als einzigen Vorteil hat der Longene-Kernel somit die bessere Performance zu bieten, die wir in den Tests zu diesem Artikel allerdings aus den beschriebenen Gründen nicht nachweisen konnten. Wer häufig Windows-Programme unter Linux nutzt, sollte das Projekt im Auge behalten – die aktuelle Wine-Version bereitet aber deutlich mehr Freude.
Infos
[1] Projektseite: http://www.unifiedkernel.com/en/index.php
[2] ReactOS: http://www.reactos.org
[3] Longene-Whitepaper: http://www.longene.org/whitepaper.php
[4] Download: http://www.longene.org/en/download.php
[5] CVS-Zugang: http://www.longene.org/forum/viewtopic.php?f=17&t=748



