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KDE 4.3 bringt zahlreiche neue Features

Das am 4. August erschienene KDE 4.3 (http://kde.org/announcements/4.3/) bringt neben vielen Bugfixes eine Reihe von Verbesserungen beim Plasma-Desktop und den Anwendungen. Das Desktop-Thema "Air" wirkt heller und leichter als das Thema aus früheren KDE 4-Versionen. Der Fenstermanager KWin passt sich besser an das eingestellte Plasma-Thema an und bringt einige neue und verbesserte Effekte. Abstandshalter bieten zusätzliche Flexibilität beim persönlichen Panel-Design.

Mit KDE 4.3 halten einige neue Plasmoiden Einzug. Dazu gehören Bubblemon, ein Medienabspieler für Musik und Filme, das Open-Desktop-Plasmoid, über das Sie mit anderen KDE-Nutzern Kontakte knüpfen, "Remember The Milk" für das Zeitmanagement und die Desktop-Lupe "Magnifique". Zudem bietet Plasma nun animierte Hintergrundbilder. Zur Auswahl stehen Mandelbrot-Fraktale, der Marble-Globus sowie ein "Virus", das den Desktop auffrisst.

Die Ordner-Ansicht lässt sich jetzt komplett mit der Tastatur steuern, Desktop-Notizen können Sie nun mit Formatierungen versehen. Die Fortschrittsanzeige gruppiert gleichartige Jobs und blendet die Anzeige nach einer Weile automatisch aus. Der neue KRunner sorgt durch vertikal angeordnete Symbole für mehr Übersicht und verfügt über eine Kontexthilfe für die einzelnen Such-Möglichkeiten. Klipper ermöglicht es, anhand regulärer Ausdrücke Aktionen für Inhalte der Zwischenablage auszuführen.

Das traditionelle KDE-Menü zeigt nun wahlweise auch die zuletzt geöffneten Anwendungen und einen Menüpunkt für die Systemeinstellungen. Die Systemeinstellungen selbst bringen als Option die von vielen KDE 3-Nutzern vermisste Baumansicht wieder zurück. Ein Einstellungsmodul für Solid erlaubt, Aktionen für neue eingesteckte Geräte oder eingelegte Medien zu definieren. Via PolicyKit bietet KDE 4.3 ein fein abgestuftes Privilegien- und Rechte-Management.

Auch bei den Anwendungen hat sich einiges getan. So bietet der Dateimanager Dolphin jetzt ein Schnellsuchfeld sowie eine Vorschau für Videos. Kopete verfügt über eine überarbeitete, an Qt 4 angepasste Kontaktliste und KMail unterstützt das Einfügen von Bildern in HTML-Nachrichten. Der überarbeitete Crash-Dialog DrKonqi vereinfacht das Erstellen von Fehlerberichten. Auch an KAlarm, Ark, KGpg, Marble und dem Binär-Editor Okteta arbeiteten die Entwickler fleißig. So zeigt der Desktop-Globus Marble nun auch den Mond und andere Planeten.

Desktop-Globus Marble als interaktives Wallpaper: KDE 4.3 wirkt heller und leichter als die Vorversionen und bringt zahlreiche neue Funktionen mit.

GUI-Bibliothek Clutter erreicht Version 1.0.0

Das Clutter-Projekt (http://www.clutter-project.org) hat die Version 1.0.0 seiner User-Interface-Bibliothek freigegeben. Die maßgeblich von Intel vorangetriebene Bibliothek bietet Entwicklern einen einfacheren Zugang zu den Möglichkeiten der Programmierung mittels OpenGL und OpenGL/ES, sodass sich deren Fähigkeiten bei der Entwicklung von Benutzeroberflächen für PCs, mobile Geräte und Embedded-Systeme voll ausreizen lassen. So umfasst Clutter beispielsweise eine ganze Reihe von einfach zu nutzenden Animationen und Effekten für 2D-Interface-Elemente, die sich in mehreren Layern anordnen lassen, und unterstützt den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Zeigergeräte.

Da die in C geschriebene Bibliothek auch Bindings für C++, C#, Perl, Python, Ruby und Vala anbietet, kann sich zudem jeder Entwickler bei der Programmierung seiner Lieblingssprache bedienen. Intel selbst nutzt Clutter als Basis für das Benutzerinterface des aktuellen Moblin v2. Weil Clutter außerdem reibungslos mit GTK+, Cairo und Gstreamer zusammenarbeitet, haben auch die Gnome-Entwickler die Bibliothek bereits adoptiert: Die Oberfläche des voraussichtlich 2010 erscheinenden Gnome 3.0 wird auf Clutter aufsetzen – Näheres dazu lesen Sie im Artikel "Pediküre" in LinuxUser 07/2009 (http://www.linux-community.de/artikel/18703/).

Die jetzt freigegebene Version 1.0.0 von Clutter dient als erstes stabiles Release der 1.0.x-Serie und stabilisiert die APIs von Clutter und der zugrunde liegenden GPU-Rendering-Library COGL für alle folgenden Versionen der 1.x-Reihe. Einen Tarball mit den Quellen des unter der LGPL 2.1 lizenzierten Clutter 1.0.0 finden Sie auf den Downloadseiten des Projekts. Vorkompilierte Debian- (für Etch und Unstable) und Ubuntu-Pakete (für "Edgy" bis "Hardy") bietet das Opened-Hand-Repository unter http://debian.o-hand.coman.

Auch der Fenstermanager und die Oberfläche der nächsten Gnome-Hauptversion 3.0 basieren auf der Clutter-Bibliothek.

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