Die Digitalfotografie eröffnet nicht nur Profis, sondern auch Hobbyfotografen ungeahnte Möglichkeiten. War das Archivieren der Bildabzüge früher mit dem umständlichen Einkleben und Beschriften in Fotoalben verbunden, fassen Sie heute Ihre besten Bilder in Fotobüchern zusammen, die inzwischen die meisten Online-Bilderdienste für relativ wenig Geld in den verschiedensten Formaten anbieten.
Sie laden dazu vom Hersteller die benötigte Layout-Software herunter, die an ein abgespecktes DTP-Programm wie Scribus erinnert. Damit gestalten Sie jede Seite nach Ihrem persönlichen Geschmack, beschriften Bilder und versehen die Seiten mit Kopf- und Fußzeilen. War diese Art der digitalen Bildaufbereitung bis vor kurzem noch Windows-Nutzern vorbehalten, stehen jetzt auch brauchbare Programme für Linux zum Download bereit. Eine davon stammt von Deutschlands größtem Fotodienstleister Cewe [1], die andere, auf Java basierende Applikation, liefert Photux [2].
Cewe
Deutschlands größter Online-Bilderdienst Cewe verkauft seine Produkte ausschließlich über Reseller. Zu diesen gehören unter anderem die Drogerieketten Müller und Schlecker sowie die Elektronik-Discounter Saturn Hansa und Mediamarkt, um nur einige zu nennen. Die komplette Liste finden Sie in der Reseller-Übersicht [3] von Cewe. Die Produkte der Wiederverkäufer unterscheiden sich entsprechend lediglich im Preis, nicht jedoch in der Qualität. Cewe stellt seinen Geschäftspartnern angepasste Software sowohl für Windows als auch Linux und Mac OS zur Verfügung (Abbildung 1).
Zum Test trat der Onlineservice Bilderplanet [4] an. Zur Auswahl stehen unter anderem Fotobücher der Formate 28 x 20 cm hoch und quer, 21 x 21 cm und 14 x 13 cm. Als Extragrößen bietet Bilderplanet Bücher in den Formaten 42 x 30 cm und 28 x 36 cm auch mit Fotopapier an. Als Umschlagtypen stehen Hard- und Softcover, Leinencover und Heftbindung zur Auswahl. Der Buchumfang darf von 26 bis 130 Seiten reichen. Die Basisvariante Hardcover mit 26 Seiten kostet 26,90 Euro, inklusive 4,49 Euro Versand. Jede Erweiterung um acht Seiten kostet 4 Euro zusätzlich.
Cewe: Software
Der Download besteht aus einem acht KByte großen Tarball, der die EULA und ein Perl-Skript enthält. Nach dem Aufruf lädt das Skript die notwendige Software mit einem Gesamtumfang etwa 130 MByte herunter. Da wegen des hohen Transfervolumens für die Bilder ohnehin nur Anwender mit Breitbandanschluss solche Online-Bilderdienste sinnvoll nutzen, spielt dieser Umstand aber eher eine untergeordnete Rolle.
Nach Abschluss des Downloads und der Installation finden Sie die Software im Verzeichnis ~/Bilder-Planet/Bilder-Planet Fotoservice/, ein Klick auf Bilder-Planet Fotoservice öffnet die Software. Im ersten Schritt der interaktiven Abfrage wählen Sie die gewünschte Größe des Fotobuchs aus. Das Programm speichert die Einstellungen in der XML-Steuerdatei ~/Fotobuchname
.mfc getrennt von den Bildern, die sich im Ordner ~/Fotobuchname
_mfc-Dateien/ befinden. Alternativ starten Sie danach den Erstellungsassistenten (Abbildung 1), der das Fotobuch anhand der getroffenen Einstellungen selbständig mit Bildern befüllt.
Sie können das Buch im Anschluss nach Belieben nachbearbeiten. Möchten Sie Design und Layout selbst festlegen, überspringen Sie den Assistenten, worauf ein leeres Fotobuch erscheint. In der linken Spalte platziert die Software in den Reitern Bilder, Layout und Design die Bildgestaltungsmodule sowie den Dateibrowser, aus dem heraus Sie das gewünschte Bild via Drag&Drop an der gewünschten Stelle platzieren. Bereits verwendete Bilder markiert das Programm mit einem grünen Haken. Mit dem Schieberegler am unteren Ende des Bildbrowsers stellen Sie die Größe der Vorschaubilder ein. Um Datenverlusten vorzubeugen, besitzt die Applikation eine automatische Backup-Funktion, die alle 15 Minuten den aktuellen Bearbeitungsstand speichert.



