Auf der Schulbank
Linux im Bildungssystem
Was gibt es sonst noch?
In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Initiativen und Vereinen, die sich mit dem Thema Linux und Bildung befassen. Eine der bekanntesten ist der Freie Software und Bildung e.V. (fsub, [11]). Dort finden Sie eine große Zahl an weiterführenden Links, um das Thema zu vertiefen. Ebenfalls als Einstiegspunkt in das Thema eignen sich der Deutsche Bildungsserver [12] und Hradetzky.de [13].
Einen Überblick über die verfügbaren Schulserver-Distributionen gibt die Seite Linux-Schulserver [14]. Das OpenSuse-Projekt offeriert eine gut strukturierte Übersicht über verfügbare Software [15]. Wer mit dem Thema Open Source noch gar nicht vertraut ist, lädt die aktuelle Ausgabe der Open-Source-CD/DVD [16] herunter, um sich unter Windows einen ersten Überblick über die Fülle und Qualität freier Software zu machen.
Was bleibt zu tun?
Im Bildungssektor stehen dem Einsatz von Linux keine ernsthaften Hindernisse mehr im Weg: Es gibt nicht nur einen großen Software-Pool, sondern auch viele Entwickler und Unterstützer, die sich dafür einsetzen, Kindern, Jugendlichen sowie den Entscheidungsträgern Linux als freie, quelloffene kostengünstige und qualitativ mindestens gleichwertige Alternative nahezubringen.
Die Lehrer und Administratoren, die an ihren Schulen als Einzelkämpfer Linux durchsetzen, sind das Salz in der Suppe – angerührt werden muss die Mahlzeit aber andernorts. Die mit Linux befassten Bildungsinitiativen können nur über das Angebot informieren. Interessierte Lehrer, Eltern und Erzieher müssen bei den entsprechenden Verantwortlichen in den Schulämtern und Bildungsministerien Druck aufbauen, damit ihre Kinder in dem aus Steuergeldern finanzierten Schulsystem eine Alternative zu den proprietären Systemen von marktbeherrschenden Firmen erhalten.
Zum Schluss hier noch ein Beispiel, das Mut macht: Die Region Extremadura, eine der ärmsten Gegenden in Spanien, beschloss 2004, das Schulsystem komplett auf Linux umzustellen. 2006 entschied sich die Verwaltung der Region, innerhalb eines Jahres auch die gesamte Administration ausnahmslos auf freie Software und offene Formate umzustellen. Dazu entwickelte man GnuLinEx [17], ein angepasstes Debian. Seither finden in Extremadura jährlich mehrere Debian-Edu-Entwicklertreffen statt. Im Juli 2009 fand dort im Städtchen Cáceres auch die Debian-Konferenz Debconf9 [18] statt, mit der das Debian-Projekt der Region den Rücken stärkte.
Infos
[1] Homepage von Skolelinux: http://www.skolelinux.de
[2] Skolelinux-Wiki: http://wiki.skolelinux.de/EinstiegsHilfen
[3] Interview mit Kurt Gramlich: "Erfolgsfaktor Lehrer", LinuxUser 09/2009, S. 26, http://www.linux-community.de/artikel/19238/
[4] Skolelinux-Praxis: Ferdinand Thommes, "Nachholbedarf", LinuxUser 09/2009, S. 27, http://www.linux-community.de/artikel/19242/
[5] Schulserver Arktur: http://www.arktur.de
[6] Seminarix: http://www.seminarix.org
[7] Sidux: http://sidux.com
[8] Jux und Juxlala: http://www.jux-net.info
[9] Juxlala 2.0: Erik Bärwaldt, "Spielen und Lernen", LinuxUser 08/2009, S. 62, http://www.linux-community.de/artikel/18824/
[10] Lerntux: http://www.lerntux.de
[11] fsub e.V.: http://fsub.schule.de/home/sitemap.htm
[12] Deutscher Bildungsserver: http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=288
[13] Hradezky.de: http://www.hradetzkys.de/pcweb_linuxschule.php
[14] Linux-Schulserver: http://www.linux-schulserver.de
[15] Schulanwendungen bei OpenSuse: http://de.opensuse.org/Bildungswesen/Anwendungen/Desktop
[16] Open-Source-CD/DVD: http://www.opensource-dvd.de
[17] GnuLinEx: http://www.debian.org/News/2006/20060803
[18] Debconf9: http://www.debian.org/News/2009/20090722



